Poetry Slam "Wordka" besetzt Jubiläumsartikel
Görlitz, 12. März 2018. Eigentlich steht die Ankündigung des nächsten Poetry Slams der Marke "Wordka" erst in ein paar Tagen im Redaktionsplan des Görlitzer Anzeigers. Doch beim morgendlichen Check der Nachrichtenlage fiel auf: Dies ist Artikel Nummer 15.000 (siehe URL), Artikel, mit denen die Regional Magazin Gruppe, zu der auch der Görlitzer Anzeiger gehört, aus der Region und von woanders berichtet. Ehre, wem Ehre gebührt: So ist es allen Beteiligten ein Wohlgefallen, die Wordka-Ankündigung auf diesem Platz zu positionieren.
Abbildung oben: Der Eingang zum APOLLO Theater auf der Görlitzer Hospitalstraße, in dem die Wortkünstler auftreten. Ist das benachbarte Übersetzungsbüro Zufall?
Spezialausgabe mit Jazz
Thema: Lesebühnen
images/src/Goerlitz-Poetry_1.jpgLesebühnen sind in Görlitz fester Kulturbestandteil - teils musikalisch unterlegt, teils mit Autoren von vor Ort, teils mit weitgereisten Schreib- und Lesenden.
Der kommende "Wordka" versteht sich als Spezialausgabe, denn der Dichterwettstreit bezeichnet sich diesmal selbst und ohne Not als nicht normal (was keinesfalls auf die Dichter zu übertragen ist). Das Verlassen des Normalen zeigt sich darin, dass "Wordka" diesmal als Jazz Poetry Slam daherkommt: Die Bühnentexte verwabeln sich mit improvisierter Live-Musik, wodurch intensiv erlebbare Gesamtkunstwerke entstehen.
Bei aller Gefühlsduselei: Die Slammer bleiben Kämpfer an der Publikumsfront, denn wie immer entscheiden die Besucher über Sieg und Niederlage. Doch wer will denn da im APOLLO slammen? "Zum Jazz Poetry Slam erlebt das Publikum namhafte Bühnenautoren aus ganz Deutschland", wird in der Veranstaltungsankündigung der Hut zuerst ein wenig gelüftet, um dann die Katze aus dem Sack zu lassen: Es kommt also unter anderem Rainer Holl, seines Zeichens amtierender Poetry-Slam-Champion von Berlin-Brandenburg. Weitere gescheite Wortkünstler unter den Auftretenden sind Kaddi Cutz, Lasse Samström, Daniel Hoth und Jessy James LaFleur. Und der Jazz? Dafür sorgen andere, nämlich die aus Dresden bekannten "Limit-Jazz-Allstars" um Tomas Kreibich. Die Aufzählung wäre unvollständig, würden nicht Mike Altmann und Axel Krüger als die Moderatoren des intellektuell genüsslichen Abends erwähnt.
Grund für die Sonderausgabe ist nicht etwa, wie naheliegt, der vorliegende 15.000 Textbeitrag, sondern die Adelung des "Wordka"-Slams durch Aufnahme in das offizielle Vorprogramm, den erklecklichen Prolog der 3. Literaturtage an der Neiße, die vom 11. bis 15. April 2018 in der durch den Neißefluss verbundenen Europastadt stattfinden.
Prädikat: Unbedingt hingehen!
Dienstag, 27. März 2018, 19.30 Uhr,
APOLLO Theater, Hospitalstraße 2, 02829 Görlitz
Aufruf zur Geldanlage!
In der Niedrigzinsphase empfiehlt sich die Geldanlage in Tickets. Derlei Kupons gibt es zu neun Euro, wer in den Genuss einer Ermäßigung kommt, kann sie sogar für sechs Euro abfassen. Als Dealer hat sich die Theaterkasse hergegeben, auch mehr oder weniger bekannte Vorverkaufsstellen beteiligen sich am Business mit den geldwerten Eintrittskarten. Wer mit seiner Literaturaffinität in der Öffentlichkeit nicht erkannt werden möchte, wendet sich vertrauensvoll zwecks Online-Ticket-Shopping an den unter www.g-h-t.de erreichbaren Theater-Ticket-Service.
Ein Abend, nach dem wir sagen werden: Die Kultur war reichlich und nahrhaft. Ob Wodka verabreicht wurde, darüber schweigt des Besuchers Höflichkeit.
Tipp!
Heute, am 12. März 2018, um 19 Uhr im Literaturtage-Prolog: Blanche Kommerell bei Art Goreliz auf der Brüderstraße.
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- Quelle: red | Foto Apollo: © Görlitzer Anzeiger, Foto Sandström: Valentin Olpp
- Erstellt am 12.03.2018 - 08:16Uhr | Zuletzt geändert am 06.09.2018 - 08:45Uhr
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