Vernissage "VIS Á VIS" von Monika Sebert

Görlitz, 22. Juli 2017. Die achte Ausstellung der Reihe "12 x 12" in der Neun Görlitz zeigt Arbeiten der in Freiburg im Breisgau lebenden Künstlerin Monika Sebert. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit Textilien, zuweilen auch anderen Materialien. In Collagen kombiniert sie ihr Material und lässt Muster entstehen. Aktuelle Werke zeigen oftmals die Abstraktion rhythmisch verlaufender Prozesse – in der Ausstellung VIS Á VIS hingegen sind Stickereien von Porträts zu sehen.
Abbildung: Porträt 5 von Monika Sebert, Handstickerei auf Seidenorganza, 40 x 50 cm

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Wildwuchs macht's möglich

Thema: Ausstellungen in Görlitz und Umgebung

Ausstellungen in Görlitz und Umgebung

Görlitz verfügt nicht nur über fast 4.000 Baudenkmale, sondern ist eine Stadt der Museen und Ausstellungen. Hier befinden sich beispielsweise das Kulturhistorische Museum, das Schlesische Museum zu Görlitz, das Museum der Fotografie und das Senckenberg Museum für Naturkunde, im polnischen Teil der Europastadt das Lausitz-Museum. Darüber hinaus gibt es häufig Sonderausstellungen an anderen Orten, auch im Umland der Stadt sowie in der Dreiländerregion von Sachsen, Tschechien und Polen.

Über Ihre Arbeiten sagt die 1957 geborene und studierte Mineralogin Sebert: "Die Erkundung mechanisch, rhythmisch oder emotional entstandener Spuren, die sich über längere Zeit gebildet haben, liegt im Fokus meiner künstlerischen Auseinandersetzung. Alterung durch Zerfall oder Erosion sind narrative Elemente für Mikro- und Makrokosmos, sowie auch für unser eigenes Erscheinungsbild. Besonders das Porträt eines alten Menschen enthält die Spuren seines gesamten gelebten Lebens. Erkennbare Linien individuellen Charakters, die eine Botschaft der Vergänglichkeit in sich tragen. Was löst diese Botschaft in uns aus und welcher Art der Begegnung kann ein Abbild dieser Linien beim Betrachter sein? Die Sprache des Gesichtes, auf die wir mit ungeheurer Genauigkeit gepolt sind, versuche ich mit meinen textilen Arbeiten einzufangen und dabei die taktilen Eigenschaften von Stoff und Faden zu nutzen. Eine durch die Bearbeitung entstehende Dreidimensionalität ist für die aus einem Stück bestehenden Werke unverzichtbar."

Der Wildwuchs e.V.

Obgleich der Vereinsname eine gewisse Aufmüpfigkeit vermuten lässt, die rotweinschlürfende Alt-68er für Sekundenbruchteile an ihre Sturm-und-Drang-Zeit erinnert, handelt es sich doch um eine in der Görlitzer Kulturszene längst etalierte Institution. Er will allen Interessierten und seinen Mitgliedern eine Plattform bieten, sich in Kunst, Kultur, Soziales und in die Stadtentwicklung einzubringen.

Das Jahr 2017 nutzt der Wildwuchs für zwölf Ausstellungen in der Neun Görlitz, dem Ideenlabor auf dem Görlitzer Fischmarkt 9: "12 x 12 / Aktuelle zeitgenössische Künstler in Görlitz 2017" zeigt Werke von zwölf Gegenwartskünstlern aus Görlitz, der Region, Deutschland und den Nachbarländern.

Gezeigt werden Arbeiten aus dem aktuellem Schaffen, die manchmal sogar einen Bezug zu Görlitz haben. Die Künstler werden nach Görlitz eingeladen, um ihre Ausstellung selbst zu vorzustellen und/oder einige Tage in Görlitz ohne Vorgaben zu arbeiten. Damit soll dem Publikum außerhalb der Museen Kunst zugänglich gemacht werden, in dem es sich mit den Künstlern in Verbindung setzen und sich auch untereinander austauschen kann.

Der Eintritt zu den Ausstellungen ist frei. Künstlergespräch und Begegnungscafés finden in Verbindung mit Vernissage/Finissage oder während der Ausstellungsdauer statt.

Prädikat: Hingehen!
Galerie 9, Fischmarkt 9, 02826 Görlitz:

  • Sonnabend, 5. August 2017, 18 Uhr:
    Vernissage: "VIS Á VIS" Monika Sebert
  • Sonntag, 6. August 2017, 15 Uhr:
    Künstlergespräch mit Monika Sebert
  • Ausstellung bis zum 3. September 2017,
    zugänglich zu den Öffnungszeiten dienstags und donnerstags von 18 bis 20 Uhr oder nach Absprache, Schaufenstereinblick immer möglich.

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  • Quelle: red | Bildquelle: Wildwuchs e.V.
  • Erstellt am 21.07.2017 - 11:44Uhr | Zuletzt geändert am 21.07.2017 - 23:20Uhr
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