Görlitzer Wissenschaftler heiter und abenteuerlich

Görlitzer Wissenschaftler heiter und abenteuerlichGörlitz, 23. März 2017. Am 31. März schickt das Görlitzer Senckenberg Museum für Naturkunde seine Besucher in den April. Als wissenschaftlichen Instrumentariums bedienen sich die Vertreter der halbwegs exakten Wissenschaften der traditionell-bewährten Erster-April-Vorlesung. Am 2. April wird es abenteuerlich, dann steht Thor Heyerdahls Fahrt mit der KON-TIKI von Peru nach Polynesien im Mittelpunkt. Die gefährlich Seereise sollte beweisen, dass Polynesien nicht von Asien, sondern von Südamerika aus besiedelt wurde.

Abbildung oben: Beim Anblick der hübschen Polynesierinnen könnte der Forscherdrang, deren ursprüngliche Herkunft herauszufinden, schnell erlahmen bzw. auf das schier endlose, aber bekanntermaßen schwere Forschungsgebiet des "Studiums der Weiber" umschwenken.

Vergnügliches und Film-Doppelpack im Humboldthaus Görlitz

Vergnügliches und Film-Doppelpack im Humboldthaus Görlitz

Ein peruanischer Fischer mit Reed-Boot. Aus der Bucht von Calleo startete einst die KON-TIKI.

Nichts als die Wahrheit!

In der Vorlesung aus Anlass des 1. April konfrontieren Görlitzer Bürger das Publikum mit ihren allerneuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dabei Dichtung von Wahrheit zu unterschieden, bleibe dem Scharfsinn der Zuhörer überlassen, hieß es aus Veranstalterkreisen. Ihr Wissen und ihre Fantasie stellen Dr. Ulrich Burkhardt, Professor Robert Heimann und Hans-Dieter Lehmann in ihren Vorträgen unter Beweis.

Hingehen!
Freitag, 31. März 2017, 19.30 Uhr,
Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, 02826 Görlitz:
Vorlesung zum 1. April: Wussten Sie schon? – Unerhörtes und nicht ganz Ernstzunehmendes aus der Wissenschaft
Eintritt gegen Abgabe von zwei Euro.

Filmnachmittag über den norwegischen Forscher und Abenteurer Thor Heyerdahl

Mit einem auf den Namen des Sonnengottes Kon-Tiki getauften Floß machten sich 1947 sechs Skandinavier auf die wohl abenteuerlichste Reise der neueren Seefahrt. Humboldtstrom und Passatwinde sollten das Floß von Peru bis nach Polynesien bringen als Beweis für die Besiedlung der Inseln durch Südamerikaner. Neben Stürmen und Haien war der größte Unsicherheitsfaktor der 7000-Kilometer-Reise, ob sich die Balsastämme mit Wasser vollsaugen würden.
Heute gilt Heyerdahl als einer der Väter der der Experimentalarchäologie, sein selbst gedrehter Expeditionsfilm "Das größte Abenteuer unserer Tage KON-TIKI" gewann 1952 zwei Oscars für den besten Dokumentarfilm.

Anlässlich der aktuellen Sonderausstellung "Mission Abora" über ein durch Kon-Tiki inspiriertes zeitgenössisches Projekt zeigt das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz in einer Doppelvorstellung den Originalfilm von 1950 und die Spielfilmadaption aus dem Jahr 2012.

Hingehen!
Sonntag, 2. April 2017, 14 bis 18.15 Uhr,
Humboldthaus, Platz des 17. Juni 2, Görlitz:
Der große Kon-Tiki Filmnachmittag
14 Uhr: "Das größte Abenteuer unserer Tage KON-TIKI"
Schwarz-Weiß-Dokumentarfilm von 1950 über die Kon-Tiki-Expedition
ab sechs Jahren, Dauer 50 Minuten,
Eintritt zweieinhalb Euro.
15.45 Uhr: "Kon-Tiki"
Spielfilm aus dem Jahr 2012, ab zwölf Jahren, Dauer 120 Minuten (mit Pause),
Eintritt dreieinhalb Euro.

Vorverkauf:
Museumskasse des Senckenberg Museums für Naturkunde,
dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr,
Eingang am Marienplatz, 02826 Görlitz.

Tipp!
Eintritt für beide Filme fünf Euro.
In den Pausen werden Getränke gereicht.

Im Antiquariat stöbern!

Beispielsweise:
Thor Heyerdahl: Kon-Tiki
Ein Floß treibt über den Pazifik
Erschienen im Verlag Volk und Welt Berlin, 2. Auflage 1973

Originalausgabe:
KON-TIKI EXPEDISJONEN,
erschienen bei Gyldendal Norsk Forlag, Oslo 1948

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  • Zuletzt geändert am 23.03.2017 - 10:34 Uhr
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