Musikalische Lesebühne Hospitalstraße: Gehen Sie auf Nummer sicher!

Musikalische Lesebühne Hospitalstraße: Gehen Sie auf Nummer sicher!Görlitz, 4. Februar 2017. Die Überschrift dieses Beitrags ist doppeldeutig und bedarf daher der Erklärung. Einesteils geht man nur dann auf Nummer sicher, wenn man überhaupt hingeht. Andererseits muss man sich für diesen löblichen Zweck Eintrittskarten sichern. Wie sagt man so schön? Es lohnt sich!

Das treibt die Schamröte ins Gesicht

Das treibt die Schamröte ins Gesicht

Das ist Paul Weigl.

Thema: Lesebühnen

Lesebühnen

Lesebühnen sind in Görlitz fester Kulturbestandteil - teils musikalisch unterlegt, teils mit Autoren von vor Ort, teils mit weitgereisten Schreib- und Lesenden.

Die lokalmatadorische Lesebühne im APOLLO auf der Hospitalstraße lädt im Februar zur ihrer 13. Auflage ein. Die beiden Stammautoren Axel Krüger und Mike Altmann wollen dann so tun, als seien sie weder abergläubisch noch weltuntergangsängstlich: "Wir werden Geschichten mit alternativen Fakten präsentieren, bei denen selbst das Weiße Haus vor Scham errötet." Naja, bei Donald Tumb würde ja schon reichen.

Weil Worte immer wieder mal nicht ausreichen, lassen sich die beiden Popliteraten vom Naturereignis (was noch lange keine Naturkatastrophe ist) Paul Weigl, Oberpfälzer aus Berlin, unterstützend in die Feuchtgebiete unter ihren Armen greifen. Weigl gilt in der Poetry Slam Szene als der Performancekünstler schlechthin. Er setzt tatsächlich alle Stimmbänder ein, fuchtelt gestenreich herum, versucht sich in Mimik und schier unglaublichen Verrenkungen seiner Gliedmaßen. Wer das positiv sieht sagt, er lebe seine Texte auch körperlich voll aus. "Ein literarischer Orkan auf der Bühne, der 2014 deutschsprachiger Vizemeister im Poetry Slam wurde und mit seinem Soloprogramm 'Degenerationskonflikt' derzeit durch Deutschland tourt", entfloss es der Feder von Altmeister Altmann.

Kontrast bietet die Musik

Bei derartiger Testrandale geht es nicht ohne musikalischen Kontrast. Den bringt ein Görlitzer Trio ins Apollo: Susann Frank (Gesang), Markus Konopka (Piano) und Leon Szostakowski (Cello, MDF!) wollen und werden das Publikum verzaubern. Im Gepäck haben die Vollblutmusiker eingängige und gefühlvolle Cover-Versionen von Leonhard Cohen bis Ana Depenbusch.

Now buy your tickets!

Wer sich eine der Eintrittskarten kauft, fühlt sich danach um glatt ein Dutzend Euro erleichtert. Dieser Zustand nimmt proportional zur Zahl der erworbenen Tickets zu. Aus erwähnten Sicherheitsgründen sollten die Tickets im Vorverkauf an der Theaterkasse, anderen Vorverkaufsstellen oder unter http://www.g-h-t.de gekauft werden. Falls Restkarten vorhanden sind, gibt es diese an der Abendkasse. Spekulieren sollte man nicht darauf.

Prädikat: Unbedingt hingehen!

Sonntag, 26. Februar 2017, 19 Uhr,
APOLLO Theater, Hospitalstraße 2, 02826 Görlitz.

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  • Quelle: red | Foto Mond: © Görlitzer Anzeiger, Foto Paul Weigl: Sarah Bosetti
  • Zuletzt geändert am 03.02.2017 - 20:23 Uhr
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