Gartenabfälle und Grünschnitt richtig entsorgen

Gartenabfälle und Grünschnitt richtig entsorgenLandkreis Görlitz, 22. April 2021. Viele zieht es bei frühlingshaften Temperaturen auf die Grundstücke und in die Gärten. Zum Frühjahrsputz gehört hier der Strauch-, Hecken- und Baumschnitt, auch Rasenmäher waren bereits zu hören. Wohin mit dem Grünabfall?

Abb.: Wilde Ablagerung in Hartau

Foto: Landratsamt Görlitz

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Entsorgung auf Kosten der Allgemeinheit ist zudem schlecht für die Natur

Für Zweige und Äste waren bis zum vorletzten Jahr die traditionellen Walpurgis- und Hexenfeuer eine gute Entsorgungsmöglichkeit, die wohl erst ab 2022 wieder zur Verfügung stehen wird.

Deshalb weist der Regiebetrieb Abfallwirtschaft auf die üblichen Entsorgungsmöglichkeiten für Gartenabfälle hin:


    • Feiner Grün- oder Heckenschnitt wird am besten in der Biotonne oder im eigenen Komposthaufen entsorgt. Falls einmal die vorhandene Biotonne nicht ausreicht, können zugebundene Gartenabfallsäcke (120 Liter-Säcke kosten 3,12 Euro das Stück) neben der Biotonne bereitgestellt werden.

    • Gartenabfälle wie Rasenschnitt, Äste oder Strauchschnitt können mit Hilfe eines Gartenhäckslers zu Mulch verarbeitet werden. So können sie als wertvolle Nährstoffe im Garten verbleiben und zudem den Boden vor der Austrocknung sowie dem Unkrautwuchs schützen.

    • Große, grobe Materialien wie Baumschnitt, ausgegrabene Wurzeln und auch alle anderen Gartenabfälle können bei diversen Entsorgungsunternehmen für kleines Geld abgegeben werden. Der Preis für die Entsorgung ist immer abhängig von der Beschaffenheit der Struktur. Zum Beispiel kostet die Beseitigung von feinem Rasen und Laub bei der Niederschlesischen Entsorgungsgesellschaft mbH (NEG) ca. 35 Euro pro Tonne, grober Strauch- oder Baumschnitt wird für rund 60 Euro pro Tonne abgenommen.

Grundsätzlich gilt, dass weder ein veranstaltetes Feuer noch ein Feuer im eigenen Garten zur Abfallbeseitigung genutzt werden darf. Ebenso wenig gehören Grün- und Gartenabfälle in die Natur, da Wald- und Grünflächen eigene kleine Ökosysteme bilden. Sobald zusätzliche Faktoren eingebracht werden, wie zum Beispiel Nährstoffe, Mikroorganismen oder nichteinheimische Pflanzenteile, kann das Ökosystem auf lange Sicht geschädigt oder gar zerstört werden. Schon Wurzelreste, Zwiebeln, Knollen oder Samen nichteinheimischer konkurrenzstarker Gartenpflanzen können austreiben und heimische Pflanzen verdrängen.

Dennoch nehmen einige Menschen viele Kilometer in Kauf, um ihre Abfälle auf Wiesen und in den Wäldern des Landkreises illegal loszuwerden. Immer wieder werden im Landkreis wilde Müll- und Grünschnittablagerungen gesichtet. Sie sind nicht nur ein unschöner Anblick, sie laden Nachahmer erfahrungsgemäß dazu ein, immer mehr Unrat abzulagern. Schon nach kurzer Zeit befinden sich kleine Deponien im Wald oder auf Grünflächen.

In solchen Fällen werden Ermittlungen eingeleitet und Bußgelder verhängt oder es wird gleich Anzeige bei der Polizei erstattet. Ist kein Verursacher festzustellen, zahlen letztlich alle Abfallgebührenzahler für die Beräumung.

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  • Quelle: red | Foto: Landratsamt Görlitz
  • Erstellt am 22.04.2021 - 12:20Uhr | Zuletzt geändert am 22.04.2021 - 13:02Uhr
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