Holzhäcksler und Schredder zerkleinern Holzreste effizient

Holzhäcksler und Schredder zerkleinern Holzreste effizientGörlitz, 9. Oktober 2020. Der Herbst hat den Landkreis Görlitz längst erreicht. Somit stehen sowohl auf vielen privaten Grundstücken und in Gärten wie auch im Forst oder auf dem Bauernhof die typischen Herbstarbeiten an. Oft geht es dabei neben dem Thema Laubentsorgung auch um Zweige und Äste, die beim Ausästen anfallen oder vom Wind abgebrochen wurden und nun möglichst umweltfreundlich beseitigt werden müssen. Wer dieses Holz nicht bis zu den Walpurgisfeuern lagern möchte, braucht eine andere Lösung.

Während dickere Abschnitte gefällter Bäume eventuell als Brennholz geeignet sind, ist für das Geäst der Schredder effektiver

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Entsorgungslösung für Abfallholz bei der Baumpflege

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Nur die allerwenigsten werden so viel Platz haben, Geäst einfach abzulagern, zumal es meist nur sehr langsam verrottet. In Privathaushalten des Landkreises Görlitz muss zudem eine Genehmigung zur Eigenkompostierung etwa von Heckenschnitt vorliegen, die an bestimmte Voraussetzungen geknüpft ist.

Oft ist es deshalb die bessere Lösung, mit Holzhäckslern Äste, Stöcke und sogar ganze Stämme zu zerkleinern. Solche Häcksler, auch Schredder genannt, werden in ganz unterschiedlichen Ausführungen angeboten, je nachdem, ob es sich dabei um eine intensive gewerbliche Nutzung in Forstbetrieben, Gärtnereien oder der Landwirtschaft oder eher um ein Gerät für den Grundstücksbesitzer oder Gartenliebhaber handelt. Mittlerweile werden jedoch auch Profigeräte für Privatnutzer interessant, vor allem, wenn man gemeinsam mit Nachbarn einen Nutzerpool bildet.

In jedem Fall können damit Äste und Schnittabfälle einfach und schnell zerkleinert werden, was das Abfallvolumen um bis zu drei Viertel oder sogar noch mehr reduzieren kann. Raumgreifendes sperriges Abfallholz wird auf diese Weise gut transportabel und, wenn es später verwendet werden soll, platzsparend lagerfähig – und Platz ist schließlich wertvoll. Ein weiterer Vorteil: Die Geräte ersparen das mühselige Zerkleinern der Äste per Hand mit Astschere oder Säge und das pflanzliche Material muss nicht beim Wertstoffhof entsorgt werden, im Gegenteil: Die Schnittabfälle können als Mulch oder zur Kompostgewinnung verwendet werden. Mulch fördert das Wachstum von Pflanzen auf natürliche Weise, schützt den Boden vor Austrocknung und sorgt für weniger Unkraut.

Nach welchen Faktoren Holzhäcksler ausgewählt werden sollten

Wie bei vielen Anschaffungen hat auch hier der Kaufinteressent die Qual der Wahl. Deshalb sollte man sich vor der Auswahl eines Schredders bzw. Häckslers einige Kriterien überlegen. Sie spielen vor allem bei professionellen Maschinen, wie sie auch für private Grundstücksbesitzer interessant sind, eine Rolle:


    • Bis zu welcher Stammgröße die Geräte zerkleinern und wie gut und effizient sie schneiden können: Oft sind leistungsfähige Geräte gefragt, die einen Durchmesser von bis zu 125 Millimetern zerkleinern können. Weshalb das so ist? Der verarbeitbare maximale Holzdurchmesser ist ein Faktor, der ganz wesentlich den Preis bestimmt. Der genannte Durchmesser ist für viele Anwender ausreichend und hält die Anschaffungskosten überschaubar.

    • Die Anzahl der Messer – Schneideblätter genannt – und ob der Häcksler für den Dauerbetrieb per Zapfwelle, zum Beispiel im Forsteinsatz oder bei der Straßenunterhaltung, geeignet ist.

    • Ein weiteres entscheidendes Kriterium ist die Auswurfhöhe, denn bei höheren Häckslern können größere Auffangbehälter untergestellt werden, was ein längeres ununterbrochenes Arbeiten ermöglicht.

Beispiele für moderne Häcksler

    • Professionelle, leistungsstarke Häcksler für Land- und Forstwirtschaft, angetrieben von der Zapfwelle eines Traktors

      Mit solchen Holzschreddern lässt sich nahezu alles zerkleinern – von Zweigen über Äste bis hin zu schlanken Stämmen. Wer sich auskennt: Für einen Durchmesser bis 100 Millimeter wird nur ein Kleintraktor mit einer 540er Zapfwelle benötigt, wie etwa der Beschreibung für den Schredder der Herstellerfirma Wematik GmbH zu entnehmen ist.

      Die Maschine kann sowohl an Ackerschienen Kat1 als auch Kat2 angehängt werden. Eine mitgelieferte hochwertige Gelenkwelle mit Scherbolzen zum Schutz gegen extreme Überlastung überträgt das Drehmoment des Motors zum Schredder. Der Schredder selbst hat vier Schneidemesser und die Auswurfhöhe beträgt 1,40 Meter, wenn der Häcksler auf dem Boden steht. Er schafft es, bis zu sieben Kubikmeter Holz pro Stunde zu verarbeiten. Der zugehörige Zuführtrichter hat eine quadratische Öffnung mit einer Kantenlänge von einem halben Meter – das erleichtert die Zuführung des Holzes. Die Handhabung des hochwertigen, aber robusten Gerätes ist dabei denkbar einfach.

    • Leistungsstarker Hydro-Holzhäcksler für Forst-, Garten- und Hofarbeit

      Dieser starke Schredder wird von der Zapfwelle eines Mittelklassetraktors angetrieben und zerkleinert Äste und Stämme bis zu einem Durchmesser von 125 Millimetern. Sein Vorteil: Aufgrund des hydraulischen Einzugs mit zwei Walzen wird das zu verarbeitende Material selbstständig eingezogen und zu den Rotationsmessern geschoben. Das entlastet den Bediener, denn die Äste brauchen nicht nachgedrückt zu werden.

      Die Einzugshydraulik wird an einem doppelwirkenden Steuergerät des Schleppers angeschlossen. Das ist die Voraussetzung dafür, einen Stamm gegebenenfalls mit Hilfe des im Schredder eingebauten hydraulischen Rücklaufs aus dem Einzug wieder ausfahren zu können. Viele Anwender sehen solche Holzhäcksler als ideale Partner für den lokalen Kommunal- oder Gartenbereich.

      Eine weitere Automatisierung ist noch möglich, wenn noch andere Fördersysteme hinter oder vor den Schredder gespannt werden. Dieses Konzept macht solche Schredder für Kunden interessant, die große Mengen an Holzabfällen zu verarbeiten haben.

Vor Ort beim Hersteller kaufen oder online bestellen

Wer erstmals einen größeren Schredder kaufen möchte, sollte sich die Geräte möglichst direkt ansehen und sich beraten lassen, schließlich geht nichts über Erfahrungen, die man nicht erst selbst machen muss. Gute Anbieter wie die Wematik GmbH, auf deren Informationen dieser Beitrag beruht, ermöglichen zudem einen Testlauf. Ob das bei bewährter Technik notwendig ist, muss der Kunde selbst entscheiden. Am einfachsten ist nämlich – wie in der digitalisierten Welt üblich – die Online Bestellung, die Übergabe erfolgt dann an der vom Erwerber angegebenen Anschrift an der Bordsteinkante.

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  • Quelle: red | Foto: Carola68, Pixabay License (Bild bearbeitet)
  • Erstellt am 09.10.2020 - 11:20Uhr | Zuletzt geändert am 09.10.2020 - 12:30Uhr
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