Mut zu Neuem

Görlitz-Zgorzelec. Klänge von Bohuslav Martinus Oper „Julietta“ empfingen die Görlitzer Wirtschaftsreferentin Lesbia Beck bei ihrer heutigen Besichtigung der Musiktheater Oberlausitz-Niederschlesien GmbH. Sie forderte Mut, Neues zu wagen.

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Die Quadratur des Kreises zu Görlitz: Theater stärken und Kosten senken

„Ich bin erstaunt, wie innovativ und zukunftweisend Martinů bereits in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts gedacht hat. Auch die Geschäftsleitung des Theaters hat in den letzten Jahren im unternehmerischen Bereich viel Innovatives geleistet und sollte diesen Mut weiter zeigen. Die beabsichtigte Ausgründung umsatzsteuerfähiger Betriebsteile des Theaters sowie die verstärkte Vernetzung mit regionalen Unternehmen ist unbedingt zu begrüßen. Mit 180 Mitarbeitern zählt die Musiktheater Oberlausitz-Niederschlesien GmbH zu den größten mittelständischen Unternehmen in der Region. Durch den Umsatz von jährlich fast neun Millionen Euro werden zahlreiche weitere Arbeitsplätze in Stadt und Region gesichert. Wir sind in der Pflicht, das Theater zu stärken und Kosten senkende Umstrukturierungen zu unterstützen, um diese Arbeitsplätze auch in Zukunft sichern zu können“, lobte und versprach Lesbia Beck.

Im Gespräch mit Dr. Michael Wieler, dem Intendanten des Görlitzer Theaters und Geschäftsführer der Musiktheater Oberlausitz-Niederschlesien GmbH informierte sie sich über die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens sowie Zukunftspläne und Visionen des Intendanten.

Die Musiktheater Oberlausitz-Niederschlesien GmbH wurde 2002 als Zusammenschluss der Stadttheater Görlitz GmbH und der Neuen Lausitzer Philharmonie GmbH gebildet. Zur Finanzierung des Unternehmens tragen der Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien mit 60 Prozent und die Stadt Görlitz mit 28 Prozent (ab 2008: 23 Prozent) bei. Gesamtumsatz: ca. neun Millionen Euro. 2005: 1,1 Millionen Eigeneinnahmen, 98.000 Zuschauer.

Kommentar:

Offenbarung einer Bildungslücke - who the fuck is Martinů? Da hilft: http://www.wikipedia.de > Suche: Martinu - und siehe da, dieser Martinů gerät erst in letzter Zeit in den Fokus des Interesses. Dem Musikliebhaber sei der Wikipedia-Beitrag ausdrücklich empfohlen. Aber darum geht es nicht.

Was hat eigentlich das Theater von seinem hochrangigen Besuch?
Frau Beck klopfte - sehr zu Recht - den Theaterleuten auf die Schulter und informierte sich, wie der fichelante Intendant seine Bretter, die die Welt bedeuten, mit allerlei Künsten auf eine möglichst wirtschaftliche Basis stellt. "Wir sind in der Pflicht, das Theater zu stärken und Kosten senkende Umstrukturierungen zu unterstützen . . ." tönt es mir noch in den Ohren - und was macht die Stadt Görlitz? Sie senkt ihren Finanzierungsbeitrag im Jahre 2008 um satte 5%. Ein prima Anlass für Kostensenkungen!

Mal sehen, welche Aufgaben (bitte terminisiert und abrechenbar) die Wirtschaftstreferentin nun für sich ableitet und ob es ihr gelingt, einen Masterplan (höchstens fünf Seiten!) für die Görlitzer Wirtschaftsentwicklung zu Papier und ins Leben zu bringen.

Das wär´ doch wunderscheeen!

Meint sicherlich nicht nur

Ihr Fritz Stänker

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  • Quelle: /StVGR_060926
  • Erstellt am 26.09.2006 - 21:35Uhr | Zuletzt geändert am 22.10.2019 - 15:13Uhr
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