CDU Görlitz gegen Frauenquote

Görlitz, 8. September 2022. Morgen und übermorgen kommt die CDU zu ihrem Bundesparteitag in Hannover zusammen. Die 1.001 Delegierten sollen auch über die sogenannte Frauenquote abstimmen, die Parteichef Friedrich Merz vorgeschlagen hatte. In einer Online-Umfrage sprechen sich 76 Prozent der CDU-Mitglieder im Landkreis Görlitz gegen die Einführung einer verpflichtenden Frauenquote aus, nur die restlichen 24 Prozent dafür.

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Thema: Parteien, politische Akteure und Wähler

Parteien, politische Akteure und Wähler

Demokratie lebt von Akteuren, die substantiell zu Meinungsvielfalt beitragen, konsensfähig sind und so handeln, dass möglichst viele einbezogen werden und ein allgemein anerkannter Nutzen für die Gesellschaft entsteht, der über das oft genannte "Zeichen setzen" hinausgeht.

Florian Oest, Vorsitzender der CDU Görlitz, sagte zu diesem Standpunkt der deutlichen Mehrheit der Mitglieder: "Es braucht bessere Ideen, um Frauen für die Arbeit in unserer Partei zu gewinnen. Die Frauenquote überzeugt unsere Mitglieder genauso wenig wie mich." Gerade bei jungen Familien, so Oest weiter, gehe es um die Frage der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Ehrenamt: "Da braucht es zeitgemäße Beteiligungsformate. In der Kreispartei sprechen wir Frauen gezielt und persönlich an und binden sie intensiv in die Arbeit ein. Das Ergebnis gibt uns recht, dem neuen Kreisvorstand gehören so viele Frauen an, wie nie zuvor. Ganz ohne Quote!"

Oest verweist darauf, dass die CDU regelmäßig die Leistung von Frauen in der Region thematisiere: "Mit unserer traditionellen Aktion Frauenpower machen wir darauf aufmerksam, was Frauen in unserer Region leisten. Am 6. Oktober folgt Yvonne Magwas, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, meiner Einladung in den Landkreis Görlitz. Gemeinsam werden wir in Zittau zu einem öffentlichen Frauennetzwerktreffen einladen."

Abschließend betont Oest, dass die Diskussion um die Frauenquote den Bundesparteitag nicht bestimmen darf: "Die explodierenden Energiepreise stellen viele von uns vor existenzielle Herausforderungen. Wie bekommen wir ausreichend und bezahlbare Energie? Das sind die Fragen, die Deutschland derzeit beschäftigen."

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  • Erstellt am 08.09.2022 - 11:49Uhr | Zuletzt geändert am 08.09.2022 - 12:04Uhr
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