Rimming – wenn die Lust durch die Hintertür kommt

Rimming – wenn die Lust durch die Hintertür kommtGörlitz, 26. Januar 2022. Wenn in einer hitzigen Debatte Götz von Berlichingen zitiert wird, so drückt man seinem Gegenüber damit nicht gerade Sympathie aus. Wenn vergleichbare Worte aber beim Liebesspiel gewechselt werden, so kann das eine Aufforderung zu einem ganz besonderen Spiel sein. Worum es dabei geht, soll dieser Rimming Ratgeber klarstellen.

Abb.: Erlaubt ist, was beide mögen

Foto: Stas_F, Pixabay License

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Was ist Rimming?

Diese Sexualpraktik wird oft auch als Anilingus (oder Analingus) bezeichnet. Der Lateiner erkennt die Wortbestandteile "Anus" für den After und das Verb "lingere" für lecken – und genau darum geht es. Mit Rimming wird das zärtliche Verwöhnen des Popos der Partnerin oder das Partners mit Mund und Zunge bezeichnet. Seine Ursprünge hat diese Praktik im BDSM. Hier diente sie – ganz im Sinne des Götz von Berlichingen – dazu, dem Sub klarzumachen, wer das Sagen hat.

Doch auch außerhalb der BDSM-Szene hat sich diese Spielart des Sex rasch verbreitet. Das ist nicht verwunderlich, enden doch rund um das Poloch viele Nervenbahnen. Ein sanftes Streicheln oder ein lustvolles Verwöhnen mit der Zunge wird daher als äußerst lustvoll empfunden. Dabei wandert die Zungenspitze in leicht kreisenden Bewegungen rund um den Po. Auch der Damm kann in dieses Verwöhnprogramm mit einbezogen werden. Viele Frauen und Männer genießen es, wenn zusätzlich zur Zunge auch ein – gut angefeuchteter – Finger zum Einsatz kommt. Wichtig ist, dass das Spiel langsam und genießerisch gespielt wird. Die Rosette und der Damm sind bei Frauen und Männern gleichermaßen empfindsam. Daher wird Rimming sowohl in hetero- als auch in homosexuellen Beziehungen praktiziert. Und auch die Rolle des Verwöhnenden ist nicht geschlechtsspezifisch.

Empfehlenswerte Stellungen

Nicht fehlen dürfen in einem Rimming Ratgeber Anregungen, wie diese Form der Sexualität bequem zu genießen ist. Eine der häufigsten Formen des Anilingus wird als sogenanntes Facesitting paktiziert. Hierbei hockt man sich über das Gesicht der Partnerin oder des Partners. Diese oder dieser kann so die spezielle Lustzone leicht erreichen. Aber auch in anderen Stellungen ist das orale Verwöhnen des Hintereingangs gut möglich. Die Hündchenstellung, im Englischen "doggy style" genannt, ist ebenfalls weit verbreitet. Auf allen Vieren kann man seinen Allerwertesten präsentieren. Wenn hierbei neben der Zunge auch viel Spucke zum Einsatz kommt, kann Rimming auch zum Vorspiel und zur Vorbereitung für anale Penetration genutzt werden. Vereinfacht gesagt eignet sich jede Stellung, die dem verwöhnenden Part leichten Zugang zum empfindlichen Hintereingang des oder der anderen gewährt.

Voraussetzungen

Die Vorstellung, sich mit dem Gesicht dem Hinterteil eines anderen Menschen zu nähern, ist vielleicht etwas befremdlich. Doch seien wir ehrlich: Hygiene ist eine wichtige Voraussetzung für jede Art lustvollen Liebesspiels. Daher empfiehlt auch dieser Rimming Ratgeber, vor dem Liebesspiel für Sauberkeit zu sorgen. In der Regel sind Wasser und Seife ausreichend. Eine Analdusche kann für zusätzliche Reinlichkeit sorgen. Darüber hinaus können, genau wie bei der oralen Stimulation der weiblichen Vagina, Lecktücher zum Einsatz kommen. Dies gibt es in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Dem Reiz der erogenen Zone tun sie keinen Abbruch. Zusätzlich bieten sie, ähnlich wie Kondome, auch einen Schutz gegen sexuell übertragbare Krankheiten. Wenn neben Mund und Zunge auch die Finger zum Einsatz kommen, ist den Fingernägeln Beachtung zu schenken. Ein Besuch bei der Pediküre ist definitiv übertrieben, doch sollte man darauf achten, die empfindlichen Regionen nicht zu verletzen.

Fazit

Wer zum ersten Mal von Anilingus gehört hat, schreckt vielleicht vor der Vorstellung zurück, es selbst zu probieren. Dieser kleine Rimming Ratgeber möchte einfach nur darüber aufklären, dass es diese Spielart der körperlichen Liebe gibt. Ein Reiz liegt sicher darin, dass es ein nicht alltägliches Spiel ist. Rein körperlich ist die Region rund um den After besonders erogen. Doch wirklich Spaß machen wird es nur, wenn beide Beteiligte es wirklich wollen. Hierin unterscheidet sich Rimming nicht von bekannteren Sexpraktiken.

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  • Quelle: red | Foto: Stas_F, Pixabay License
  • Erstellt am 26.01.2022 - 21:51Uhr | Zuletzt geändert am 26.01.2022 - 22:23Uhr
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