Sächsischer Poeten-König kommt aus dem Erzgebirge
Zittau | Görlitz, 13. Oktober 2019. Im Zuge der 16. sächsischen Slam-Meisterschaft gelang ein sensationeller Nachweis: Es gibt mindestens einen Erzgebirger, der neben seinem Heimatslang auch noch akzeptables Hochdeutsch spricht! Wie sonst hätte Hank M. Flemming (Abbildung) aus dem erzgebirgischen Hartenstein neuer sächsischer Champion im Poetry Slam werden können?
Oberlausitzer Bühnenpoeten stark im Rennen
Thema: Lesebühnen
images/src/Goerlitz-Poetry_1.jpgLesebühnen sind in Görlitz fester Kulturbestandteil - teils musikalisch unterlegt, teils mit Autoren von vor Ort, teils mit weitgereisten Schreib- und Lesenden.
Im Meisterschaftsfinale im Zittauer Haus des Gerhart-Hauptmann-Theaters setzte sich der promovierte Psychologe in der Endrunde knapp durch und verwies Rainer Holl ais Leipzig, einem weiteren der Hochdeutsch-Schwieriggebiete, und die für Görlitz startende Jessy James LaFleur auf die Plätze. Im Vorjahr war Flemming Vizemeister geworden.
In ihrer 16. Auflage hatte sich die sächsische Slam-Meisterschaft erstmals in die Provinz gewagt und fand damit erstmals außerhalb von Dresden und Leipzig statt – aber nicht nur ins dreiländerregionale Zittau: Die beiden Halbfinal-Runden fanden in Weißwasser / Běła Woda und in Görlitz statt. 19 Teilnehmer aus ganz Sachsen waren im Landkreis Görlitz dabei. Ins Finale schafften es letztlich zehn der teilnehmenden Bühnenliteraten.
"Stark präsentierten sich die Oberlausitzer Lokalmatadoren", so die Einschätzung von Organisator Mike Altmann aus Görlitz, der selbst erfahrener Bühnenliterat ist. Immerhin hatten vier von ihnen den Sprung ins Finale geschafft: Lea Marie Nieter aus Weißwasser, die mittlerweile in Görlitz lebt und studiert, der kluge Feingeist Udo Tiffert aus Neusorge, der gebürtige Zittauer und Titelverteidiger David Klein und die charmante Neugörlitzerin Jessy James LaFleur.
Dass der Titel am Ende nach Hartenstein – dorthin, wo die Prinzenhöhle ist und man auf der 371 1,8 Kilometer Kilometer in die Tiefe fahren konnte – ging, überraschte den Sieger Hank M. Flemming dann doch: "Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, da ich schon als Zweiter in den Wettbewerb gehen musste und das Feld erstklassig besetzt war. Ich fühle Dankbarkeit für ein tolles Wochenende und Shows, die riesig Spaß gemacht haben. Es war eine wundervolle Meisterschaft."
Orga-Strippenzieher Mike Altmann zeigte sich mit dem Meisterschaftswochenende äußerst zufrieden: "Wir hatten in Görlitz und Zittau volle Theatersäle, in der Hafenstube Weißwasser mussten zusätzliche Stühle reingetragen werden. In allen drei Städten haben die Oberbürgermeister den Wettbewerb eröffnet und gezeigt, wie wichtig ihnen dieses junge Kultur-Format ist. Die Künstler waren voll des Lobes über die meisterschaftswürdige Stimmung. Ich hoffe, das macht Schule und wir erleben in den kommenden Jahren weitere Championate im ländlichen Raum.!
Der Görlitzer Anzeiger gratuliert dem Sieger mit einem herzlichen Glück auf!
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- Quelle: red | Foto: Paul Glaser, glaserfotografie.de
- Erstellt am 13.10.2019 - 16:44Uhr | Zuletzt geändert am 13.10.2019 - 17:16Uhr
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