Das Erbe des Ratsarchivars ist in Görlitz

Das Erbe des Ratsarchivars ist in GörlitzGörlitz, 17. Dezember 2018. Was wäre eine Stadt ohne ihr Gedächtnis, wie es von Ratsarchivaren bewahrt wird? Aktuell ist dafür in Görlitz Dr. Siegfried Hoche zuständig, für den 2018 auch im Beruf ein besonderes Jahr war. Das hat damit zu tun, dass schon im Sommer zwei Enkel des Ratsarchivars und Görlitzer Ehrenbürgers Richard Jecht (1858 bis 1945), nämlich der Privatdozent Dr. med. Ekkehard Jecht sowie Dr. Ulrich Jecht, den Kontakt zum Görlitzer Ratsarchiv gesucht hatten und anboten, den Jecht'schen Nachlass zu übergeben.
Abbildung oben: Ratsarchivar Dr. Hoche mit dem Ehepaar Jecht

Nachlass eröffnet neue Zugänge zur Görlitzer Geschichte

Nachlass eröffnet neue Zugänge zur Görlitzer Geschichte

Das Ehepaar Jecht und der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege (Mitte)

Als am Donnerstag, dem 13. Dezember 2018, Oberbürgermeister Siegfried Deinege, Bau- und Kulturbürgermeister Dr. Michael Wieler und die sächsische Welterbekoordinatorin Friederike Hansell im historischen Ratssaal des Görlitzer Rathauses am Untermarkt die Möglichkeiten und Chancen der Görlitzer Weltkulturerbe-Bewerbung erläuterten, waren unter anderem auch Dr. Ekkehard Jecht und Ratsarchivar Dr. Siegfried Hoche dabei.

Dr. Jecht, der 1958 sein Abitur in Münster gemacht hat und dort 1969 auch promovierte, hatte unter anderem eine Originalaufnahme von Richard Jecht auf einer Schellackplatte dabei, in der er die Bedeutung der Stadt für die Region deutlich machte. Insgesamt erlaubt es der an das Ratsarchiv Görlitz übergebene Nachlass, die Biographie Jechts und die Wissenschaftsgeschichte der Oberlausitz zu vervollständigen.

Experten sprachen angesichts des Nachlasses bereits von einer kleinen Sensation, umfasst er doch Quellen zur Familiengeschichte, unveröffentlichte wissenschaftliche Manuskripte und Schriftstücke Jechts aus seiner Zeit als Sekretär der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften. Auch das von Jecht von 1935 bis 1945 geführte Tagebuch gilt als neue und ersprießliche Quelle über das Görlitzer Geistesleben. Darüber hinaus sind im Nachlass viele Fotografien enthalten, sowohl aus Jechts Privatleben wie auch aus seinem wissenschaftlichen Wirken.

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  • Quelle: red | Fotos: Matthias Wehnert
  • Zuletzt geändert am 16.12.2018 - 20:55 Uhr
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