Lesen oder lesen lassen in Görlitz?

Lesen oder lesen lassen in Görlitz?Görlitz, 27. Oktober 2014. Das haben die Görlitzer so gewollt: Nicht mehr nur einmal im Jahr, sondern auf vielfachen Publikumswunsch gleich zweimal kommt das Berliner Improvisationstheater "Foxy Freestyle" zum Görlitzer Kantinenlesen in die Neißemetropole. Nach dem Märztermin gibt es nun im Oktober ein Wiedersehen mit den Improvisationsmeistern in Spiel und Musik, die mit spontanem Theater auf Publikumszuruf für eine ganz andere Facette beim Kantinenlesen sorgen. Am 31. Oktober 2014 werden sich Theaterleute, Autoren und der Pianist Andrés Atala-Quezada (Foto) auf der Bühne abwechseln und reihum ihr Können präsentieren. Sahnehäubchen: Mit Meikel Neid ist ein junger und unverbrauchter Autor zum zweiten Mal dabei.

Da kommt was auf den DIN-gerechten Görlitzer zu...

Da kommt was auf den DIN-gerechten Görlitzer zu...

Foxy Freestyle. Ganz oben: Andrés Atala-Quezada.

Thema: Lesebühnen

Lesebühnen

Lesebühnen sind in Görlitz fester Kulturbestandteil - teils musikalisch unterlegt, teils mit Autoren von vor Ort, teils mit weitgereisten Schreib- und Lesenden.

Lang ist´s her: Schon seit September 2008 erfreut sich das Görlitzer Kantinenlesen enormer Beliebtheit. Von Jahr zu Jahr, immer vom September bis in den Frühling hinein, einmal im Monat, war das Haus voll, wenn gut gelaunte Leser und ein beglücktes Publikum da waren. "Dank der finanziellen Unterstützung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien und der Stadt Görlitz können wir die Reihe nun in der siebenten Saison fortsetzen", so das selbstverwaltete Görlitzer Basta!-Jugendkulturzentrum.

Stets am letzten Freitag im Monat kommen je drei Berliner Schriftsteller ins Basta! und lesen ihre Geschichten vor – kurz und unterhaltsam, für alle Generationen.

Wer kommt am Freitag, dem 31. Oktober 2014 nach Görlitz?

Meikel Neid, geboren 1983 in Berlin, hat drei Sachen, von denen zwei leben und eine ein Mensch ist: Einen Sandsack, einen Hund und ein Kind. Der Typ schreibt Texte und liest selbige dann auch noch vor. Und zwar laut.
2012 hat er die monatliche Leseveranstaltung "Müffelpansengala", die nur noch in unregelmäßigen Abständen stattfindet, aus der Taufe gehoben. Seit Anfang 2013 ist er Mitglied der Berliner Lesebühne Surfpoeten. Außerdem zeichnet er Cartoons für u. a. Zitty, Eulenspiegel und Titanic und hat diverse Bücher und CDs illustriert. Obendrein ist er Zeichenlehrer für Kinder, Jugendliche und sonstige Verbrecher.
Guck hier::http://meikelneid.de

Dan Richter, immernoch 1968 in Berlin geboren, ist Schriftsteller, Bühnenkünstler und seit 1999 Autor. Er veröffentlicht in Tageszeitungen, Literaturzeitschriften und Anthologien.
Er ist Mitbegründer und Autor der wöchentlichen Literaturshows Chaussee der Enthusiasten (seit 1999) und Kantinenlesen (seit 2000). Im Jahr 2001 begründete er die Improvisations-Ensembles "Foxy Freestyle“; "Paula P.“, "Die Bö“ und "Berliner Dunkeltheater“, von 2001 bis 2003 war er auf Poetry Slams in Berlin, München, Hamburg, New York, Boston und Chicago zu erleben.
Guck hier: http://www.danrichter.de

Foxy Freestyle heißt das - wer es noch nicht kennt - bekannte Impro-Visitations-Theater aus Berlin-Friedrichshain.
Zu den üblichen Verdächtigen gehören die Mitwirkenden Dan Richter, Matze Fluhrer, Steffi Winny, Paul Moragiannis und Janine Tuma. Diese glorreichen Fünf spielen professionelles und außerdem noch improvisiertes Theater: flotte Szenen, Musikeinlagen, intelligenter Humor.
Im wöchentlichen Wechsel zeigen sie die Kunst der Improvisation in allen Farben: Impro-Langform, Musik-Shows, Impro-Games, Crossover mit anderen Künstlern und die offene Bühne für alle, die mit ihnen Improtheater spielen wollen. Außer Trapez-Akrobatik mit jonglierenden Nilpferden ist so ziemlich alles dabei.
Begleitet werden die fabolous Five von den outstanding Impro-Musikern Fee Stracke, Andrés Atala-Quezada und Christopher Noodt. Eine kleine Abordnung von Foxy Freestyle kommt nun erneut nach Görlitz und das Kantinenlesen mit Improtheater aufmischen.
Guck hier: http://www.foxy-freestyle.de

Musikprogramm mit Andrés Atala-Quezada:
Wie klingt das McDonald's-Jingle im Barockstil? Kann ein Name vertont werden? Hat ein Volkslied das Zeug zu einem Rocksong? Die Antwort lautet: ja!
Der Pianist Andrés Atala-Quezada aus Berlin nimmt, was er in die Ohren bekommt, und macht daraus Musik. Der 1980 in Rostock geborene Künstler fuhr, trotz seines klassischen Klavier-Studiums, stilistisch schon immer mehrgleisig. Seine Improvisationen wechseln, wenn es sein soll, von einem Genre ins nächste, von der Wiener Klassik in den Jazz, vom Pop in die Romantik. Dabei wird der Zuhörer immer mit eingebunden, ja seine Vorgaben sind die eigentliche Inspiration für die entstehenden Klavier-Stücke.
Seine Veranlagung zur höchst spontanen Musik kommt dem gebürtigen Rostocker auch beim Improvisationstheater zugute. Seit Dezember 2000 spielt Andrés Atala-Quezada Improtheater, seit sieben Jahren ist er fester Pianist bei "Foxy Freestyle" und regelmäßiger Spezialgast bei den Berliner Lesebühnen.
Guck hier: http://atala-gedichte.blogspot.de

Finger ziehen!

Freitag, 31. Oktober 2014, Einlass 20 Uhr, Beginn 21 Uhr,
Jugendkulturzentrum Basta!, Hotherstraße 25, 02826 Görlitz.
Eintritt: ja! Wieviel? Vier Euro für jedermann.

Mitwürgende!
Die Autoren sind Meikel Neid von den Surfpoeten, Dan Richter von der Chaussee der Enthusiasten und vom Kantinenlesen Berlin sowie das Improtheater Foxy Freestyle aus Berlin. Für die musikalische Begleitung sorgt Andrés Atala-Quezada mit Klaviermusik, ebenfalls aus der Hauptstadt.

Teilen Teilen
Kommentare Lesermeinungen (0)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Schreiben Sie Ihre Meinung!

Name:
Email:
Betreff:
Kommentar:
 
Informieren Sie mich über andere Lesermeinungen per E-Mail
 
 
 
Weitere Artikel aus dem Ressort
Weitere Artikel
 
  • Quelle: red | Foto: © BASTA
  • Zuletzt geändert am 27.10.2014 - 19:57 Uhr
  • drucken Seite drucken