Einen an der Waffel haben

Görlitz, 7. Juli 2014. Da schreibt der Görlitzer Autor Axel Krüger einen schönen Text und kommt zum Schluss zum Schluss, einen an der Waffel zu haben. "Nehmt ihm das Waffeleisen weg!", möcht man rufen.

Gibt´s das nur online oder kann man das lesen?

Von Fritz R. Stänker. Görlitz, Hauptstadt des gleichnamigen demografiekatastrophalen Landkreises, versteht sich als Armenhaus der Nation (wenngleich das mit den prächtigsten Fassaden). Entsprechend titelt Krüger seinen auf kostblog.de veröffentlichten Text, adressiert aus dem Armenhaus, mit einem entwaffnend ehrlichen "Wir ham ja nüschd".

Der Leser, freilich auch die Leserin, die vor der fett gedruckten Einleitung gewarnt sei, gewinnt den Eindruck, auf das Credo eines Konsumverweigerers gestoßen zu sein. Man kann dem Verkaufstalent Krüger alles Mögliche abkaufen, aber ausgerechnet das nun nicht.

Freilich hat er nichts, rein gar nichts, wie man erfährt. Nicht mal eine (soziale) Hängematte nennt er sein Eigen, gut so!

Wenn er aber schließlich behauptet, doch etwas zu haben - nämlich einen an der Waffel - dann hat er in ungewohnter Bescheidenheit glatt vergessen zu erwähnen, wo sich die Waffel befindet: Auf dem Kasten.

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  • Quelle: red
  • Zuletzt geändert am 07.07.2014 - 11:35 Uhr
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