Sich zu Hause testen: Darauf sollte geachtet werden

Sich zu Hause testen: Darauf sollte geachtet werdenGörlitz, 14. September 2022. Der Herbst kommt und mit ihm die erneute Gefahr flächendeckender Ansteckungen mit den SARS-CoV-2 Virus. Eindämmen lässt sich das Infektionensgeschehen besser, wenn Testungen effizient und schnell erfolgen. Einen gewissen Anteil am vorbeugenden Schutz haben ganz ohne Zweifel die Corona Schnelltests, die sich im eigenen Zuhause anwenden lassen.

Abb.: Selbst durchgeführte Antigen Schnelltests sind ebenso aussagekräftig wie jene, die andere gemacht haben – wenn man den Test-Kit richtig gelagert hat und beim Test sorgfältig vorgegangen ist

Symbolfoto: Unsplah License

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Auf geprüfte Antigen Schnelltests achten

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Diese Selbsttests gibt es frei zu kaufen. Wird die Gebrauchsanweisung gründlich gelesen und eingehalten, dann können selbst Ungeschulte die Tests sicher anwenden. Damit der Selbsttest tatsächlich funktioniert, sollte man auf geprüfte Antigen Schnelltests achten. Zu erkennen sind diese am CE-Kennzeichen auf der Verpackung, das mit einer vierstelligen Nummer versehen sein muss. Mit dieser Nummer lässt sich die Vergabestelle des Zertifikats finden. Alternativ verweist ein Aufdruck auf die Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Selbsttest: richtig anwenden

Ausreichend zuverlässig ist ein Schnelltest nur dann, wenn er richtig ausgeführt wird. Schon die ungeschickte Lagerung des Tests kann ihn unwirksam machen. Die von den Herstellern empfohlene Spanne bei der Lagertemperatur liegt bei mindestens 5 Grad bis maximal 30 Grad Celsius. Das heißt: Ein Testkit gehört nicht in den Kühlschrank – und auch ein sonniger Platz auf dem Fensterbrett tut ihm nicht gut. Angewendet wird der Selbsttest idealerweise bei Zimmertemperatur. Eine zu hohe Temperatur auch bei der Anwendung selbst ist kritisch. Denn dies erhöht ebenfalls das Risiko von falsch-negativen Resultaten.

Für die Tageszeit, zu der getestet wird, gibt es keine Vorgaben. Besonders verlässlich ist ein Testergebnis allerdings am Morgen, direkt nach dem Aufstehen, denn in den Morgenstunden ist die sogenannte Viruslast am höchsten. Der Effekt eines Tests wird außerdem erhöht, wenn man zunächst darauf verzichtet, sich den Mund auszuspülen oder gar die Zähne zu putzen. Essen und Trinken verlegt man ebenfalls besser auf die Zeit nach dem Selbsttest.

Sich selbst mit einem Antigen-Schnelltest auf das Covid-19-Virus zu testen, gibt für kurze Zeit Sicherheit. Positiv getestet ist man nur dann, wenn der Selbsttest zwei Streifen aufweist. Bleiben diese aus, ist das Resultat mit einiger Sicherheit negativ. Natürlich besteht das Risiko falsch positiver oder falsch negativer Testergebnisse. Trotz Selbsttest sollten deshalb mindestens Grundregeln wie die Handhygiene oder das Abstandsgebot eingehalten werden. Und auch über das Tragen einer Maske lohnt es sich nachzudenken.

Sinnvoll ist der Selbsttest für Menschen, die sich mit älteren Personen oder mit Angehörigen einer Risikogruppe treffen wollen. Auch nach einem Kontakt mit Familienmitgliedern, Freunden oder Bekannten, die plötzlich Corona-positiv sind, macht ein Selbsttest Sinn. Leichte Beschwerden, die noch keinen Krankheitswert haben, klärt ein Selbsttest ebenfalls ab.

Selbsttest positiv: Das ist zu tun

Beim Gesundheitsamt ist ein positiver Selbsttest auf SARS-CoV-2 nicht meldepflichtig. Allerdings ist es sinnvoll, das Ergebnis noch einmal durch einen im Labor ausgewerteten PCR-Test oder einen dem PCR-Labortest ähnlichen, aber vor Ort auswertbaren PoC-NAT-Test zu bestätigen, um falsch positive Resultate auszuschließen. Solche Tests können in einem Testzentrum oder einer dafür vorgesehenen Apotheke durchgeführt werden. Seit dem 30. Juni 2022 besteht nur noch unter bestimmten Bedingungen der Anspruch auf einen kostenlosen Test. Informationen dazu findet man in der aktuell geltenden Testverordnung des Bundes.

Bei einem positive Testergebnis und einem milden oder symptomlosen Krankheitsverlauf muss man sich für die folgenden fünf Tage in häusliche Isolation begeben, bei schwerem Verlauf erfolgt die Isolation im Krankenhaus. Grundgedanke ist: Werden Kontakte unterlassen, wird die Virenverbreitung stark eingedämmt. Bei Verdacht auf eine Infektion – etwa als enge Kontaktperson – sind fünf volle Tage Quarantäne angesagt. Auch hier gilt: Je weniger Kontakte und je größer die Vorsicht, desto besser.

Fazit

Ein Selbsttest kann eine gewisse Sicherheit nach Kontakten mit Risikopersonen schaffen. Ein wichtiger Gedanke dabei ist, andere zu schützen, indem man im Falle einer Infektion diese erkennt und das Virus möglichst nicht weiterverbreitet. Am sichersten ist auch nach einem negativen Test, die allgemein anerkannten Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten.

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  • Quelle: red | Foto: Unsplash License
  • Erstellt am 14.09.2022 - 16:45Uhr | Zuletzt geändert am 14.09.2022 - 19:07Uhr
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