Blauzungenkrankheit in Sachsen angekommen
Delitzsch. Erstmals ist im Freistaat Sachsen die Blauzungenkrankheit bei einem erkrankten Rind im Landkreis Delitzsch nachgewiesen worden. Um den Ausbruchsbetrieb wird ein Gefährdungsgebiet von 20 km festgelegt. Der gesamte Freistaat Sachsen sowie angrenzende Regionen werden zum Restriktionsgebiet (150 km Zone) erklärt.
Ganz Sachsen Restriktionsgebiet
Aus diesen Gebieten heraus dürfen empfängliche Tiere - sprich Wiederkäuer - grundsätzlich nicht bzw. nur unter Auflagen verbracht werden. Weiterhin stehen der Ausbruchsbetrieb sowie Betriebe mit empfänglichen Tieren im 20 km Gebiet unter behördlicher Beobachtung.
Weitere Informationen hierzu können betroffene Tierhalter beim zuständigen Veterinäramt erfragen. Alle Halter von Rindern, Schafen und Ziegen - auch Hobbyhalter - werden dringend gebeten, ihre Tiere unabhängig von der Anzahl beim zuständigen Veterinäramt anzumelden, sofern nicht bereits erfolgt.
Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die ausschließlich über bestimmte Mücken ("Gnitzen") auf Wiederkäuer, also Rinder, Schafe und Ziegen, übertragen wird. Andere Tierarten und der Mensch können nicht infiziert werden. Neben Fieber und Störungen des Allgemeinbefindens zählen Schwellung im Kopf- und Euterbereich, Augen- und Nasenausfluss, Verfärbungen und Läsionen an Nase, Maul, Zitzen und Kronsaum der Klauen zu den typischen Symptomen. Bei Auffälligkeiten in einem Tierbestand ist das zuständige Veterinäramt zu informieren.
Die Blauzungenkrankheit trat erstmalig in Deutschland im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen auf und breitete sich bis zum Winter in den westlichen Bundesländern Rheinland-Pfalz, Hessen und Niedersachsen aus. Seit dem Wiederaufflammen im Juni des Jahres 2007 erfolgt mit bisher mehr als 8.000 Fällen eine rasante Ausbreitung, die mit verstärkter Klinik und Verlusten insbesondere bei betroffenen Schafen einhergeht.
Bisher waren Teile von Sachsen durch Nachweise in Thüringen und Bayern nur indirekt betroffen und zur 150 km Zone erklärt worden. Neben Deutschland sind auch die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich von diesem Seuchenzug betroffen.
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- Quelle: /red
- Erstellt am 25.09.2007 - 17:26Uhr | Zuletzt geändert am 25.09.2007 - 17:26Uhr
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