Ein kleiner Pieks wirkt manchmal Wunder
Sachsen | Görlitz-Zgorzelec. Vom 1. bis zum 30. April 2007 findet in Sachsen unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Sozialministeriums eine landesweite Aktion unter dem Thema "Sachsen impft" statt. Ziel ist es, gegen die "Impfmüdigkeit" der Bevölkerung aufzurufen und verschiedene Angebote zum Thema Impfen zu unterbreiten. Erinnert werden soll an die Möglichkeit der Überprüfung des individuellen Impfstandes. Damit können vorhandene Impflücken aufgedeckt und möglichst geschlossen werden.
Zur Kampagne "Sachen impft"
Wenn auch Erkrankungshäufigkeit und Tod durch Infektionskrankheiten in den Industrienationen im Vergleich zu den Entwicklungsländern gering sind, ist das daraus resultierende Gefahrenpotenzial nicht zu unterschätzen. Neben bereits vorhandenen Impflücken wird das Erkrankungsrisiko auch durch den gestiegenen Reiseverkehr erhöht.
Wer seinen Impfschutz vernachlässigt sollte sich daran erinnern, dass das Verdrängen vieler Erkrankungen ein Erfolg der Impfungen ist. Fakt ist: Wenn die Durchimpfungsrate der Bevölkerung unter einen bestimmten Prozentsatz sinkt, steht erneut das Risiko des Ausbruchs von Epidemien. Verbreitetz ist auch der Irrtum, eine überstandene Infektion würde immer lebenslang vor einer erneuten Erkrankung schützen.
Die moderne Medizin bietet effektive, sehr gut verträgliche Impfstoffe zum Schutz vor bestimmten schweren Infektionskrankheiten. Während noch vor wenigen Jahren einige Erkrankungen bestimmte Impfungen nicht zuließen gibt es heute kaum noch Gründe, auf Regelimpfungen zu verzichten. Allerdings sollte besonders beim Vorliegen einer chronischen Erkrankung individuelle ärztliche Beratung genutzt werden. Die Kosten aller vom Land Sachsen empfohlenen Impfungen werden durch die Krankenkassen übernommen.
Für den medizinischen Laien ist das "Impfen" aufgrund der Vielzahl der möglichen Impfungen kaum noch überschaubar; er kann kaum einzuschätzen, wann eine Impfung erforderlich und sinnvoll ist.
Die Möglichkeit der Impfüberprüfung und Impfung besteht beim Hausarzt und im Gesundheitsamt. Generell ist es empfehlenswert, dazu alle vorhandenen, auch ganz alten Impfunterlagen (wie Impfausweis, lose Impfnachweise, SV-Buch) mitzubringen.
Vorteil für Görlitzer:
Im Gesundheitsamt der Stadt Görlitz existiert eine Impfkartei, in der die Impfdaten Görlitzer Bürger erfasst sind, und im Bedarfsfall, z. B. bei verloren gegangenen Unterlagen, abgerufen werden können.
Impfsprechstunde des Görlitzer Gesundheitsamtes:
jeden Dienstag zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr
in der Impfstelle auf der Reichertstraße 112, 2. Etage
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- Quelle: /red
- Erstellt am 14.04.2007 - 11:25Uhr | Zuletzt geändert am 14.04.2007 - 11:37Uhr
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