Oberbürgermeister Joachim Paulick verabschiedet sich

Görlitz. Mit dem 30. Juni 2012 endet die Amtszeit des Görlitzer Oberbürgermeisters Joachim Paulick. Viele Görlitzerinnen und Görlitzer sind Paulick dankbar für seine Bürgernähe und sein Stehvermögen, das seine Amtsperiode zur vielleicht bedeutsamsten für die Stadt seit 1989 gemacht hat. Neben abgeschlossenen städtischen "Baustellen" sind andere gut auf dem Weg, so der Berzdorfer See und die Stadthalle: Paulicks Nachfolger könnte in voller Fahrt einsteigen.

An die Görlitzerinnen und Görlitzer

Thema: Oberbürgermeisterwahl Görlitz

Oberbürgermeisterwahl Görlitz

Am 26. Mai 2019 wird in Görlitz im ersten Wahlgang über einen neuen Oberbürgermeister resp. eine neue Oberbürgermeisterin abgestimmt. Amtsinhaber Siegfried Deinege tritt nicht noch einmal an.

„Liebe Görlitzerinnen und Görlitzer,

am 30. Juni endet meine Zeit als Ihr Oberbürgermeister. Sieben Jahre habe ich meine ganze Kraft zum Wohle meiner Geburtsstadt und ihrer Einwohner eingesetzt. Die Entwicklung der Stadt Görlitz war mir in dieser Zeit Herzensanliegen und Lebensinhalt, dem sich alles unterordnete.

Es war eine schwere, verantwortungsvolle, aber angesichts aktueller Probleme auch fordernde Aufgabe.

Rückblickend kann ich sagen, dass es auch sehr viele glückliche Momente gab und ich dankbar bin, dass ich diese Zeit erleben durfte.

Nach sieben erfahrungsreichen Jahren in der Kommunalpolitik wird mein beruflicher Tätigkeitsschwerpunkt in anderen Bereichen liegen. Aber ich bin mir sicher, dass wir uns einander hier und da begegnen werden und freue mich schon jetzt darauf.

Der Stadt Görlitz wünsche ich die erfolgreiche Bewältigung aller anstehenden Aufgaben, gutes Gedeihen, ein ehrliches Miteinander und Ihnen, den Bürgern und Gästen unserer Stadt, persönliches Wohlergehen.

Ihr Joachim Paulick“


Kommentar

In jüngerer Zeit wird ja gern das Eisenbahnwesen bemüht, um Allegorien zur Görlitzer Stadtpolitik zu finden. Was es bedeutet, erst auf mehr Zug zu setzen und dann eine handfeste Verspätung hinzulegen, wird später zu beleuchten sein.

Joachim Paulick jedenfalls hat sieben Jahre lang einen Zug gezogen, bei dem fast jeder Wagen ein eigenes Bremserhäuschen hatte. Es hat ihn wenig geschert, ob die Bremser manches Rad blockierten, mit ungestümer Kraft hat Paulick seine Aufgabe als oberbürgermeisterliche Lokomotive erfüllt und den Zug insgesamt - die Stadt - vorangebracht.

Viele der Passagiere danken ihm das, andere müssen erstmal umsteigen, um eine andere Erfahrung zu sammeln.

Abfahrt, bitteschön!

Ihr Fritz R. Stänker

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Kommentare Lesermeinungen (3)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Gute Wünsche für Joachim Paulick

Von Jens am 15.07.2012 - 17:07Uhr
Auch ich schließe mich den guten Wünschen für unseren ehemaligen Oberbürgermeister Paulick an.

Einen Dank des Stadtrates habe ich bisher nicht vernommen und es soll wohl auch kein einziges Wort des Dankes an Herrn Paulick aus diesem Kreis gegeben haben. Das ist nicht nur peinlich, es zeigt den wahren Charakter der Mehrheit dieser Leute.

Es geht ihnen nicht um die Stadt und deren Wohl, sondern nur um ihre eigenen Vorteile. Diese erhoffen sie sich nun von Herrn Deinege. Wir werden sehen, wie er damit zurechtkommen wird und können uns nur wünschen, dass ihm das Wohl der Stadt näher liegt als die Parteiinteressen der CDU.

Herrn Paulick wird man wohl keine Ruhe gönnen. Wie in Görlitz üblich wird alles, was er in seiner Amtszeit getan hat, in den Dreck gezogen werden. Es wäre schön, wenn ich mich täuschen würde.

Ich wünsche ihm alles Gute, Gesundheit und gutes Gelingen für seine neuen Aufgaben.

Verabschiedung von Oberbürgermeister Paulick

Von T. Ina am 08.07.2012 - 10:40Uhr
Zustimmung an alle im Vorfeld erfolgten Kommentare. Es ist damit fast alles gesagt.

Wenn alle Vorgänger des ehemaligen Oberbürgermeisters nur im Ansatz so gehandelt hätten, wäre unsere Stadt noch weiter entwickelt als derzeit.

In erster Linie sollte auf die Arroganz und den Egoismus der agierenden, auf die eigenen Belange bedachten Städträte geschaut werden.

Ich hoffe, dass der neue OB daran nicht scheitert und sein starkes Nervenpaket verliert. Letztlich ist jeder OB abhängig von seinen Stadträten.

Wir wünschen unserem ehemaligen Oberbürgermeister Paulick alles erdenklich Gute für die Zukunft und bedanken uns für seine geleisten schweren sieben Jahre

Danke schön

Von Jens Jäschke am 01.07.2012 - 12:38Uhr
Viel ist unserem Herrn Stänker nicht hinzu zu setzen. Und doch auch noch einmal ein herzliches "Dankeschön!" für den Einsatz in dieser Stadt - für unsere Stadt, an unseren Joachim Paulick.

Das, was Du bewältigt bzw. geschafft hast, muss erst einmal ansatzweise von jemandem geschafft werden.

Alles Gute auf diesem Wege für Deine hoffentlich nicht so widerständige Zukunft wie die Vergangenheit war.

Ehrende Grüße - Jens Jäschke

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  • Quelle: red | Fritz Rudolph Stänker
  • Zuletzt geändert am 30.06.2012 - 09:43 Uhr
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