Bürgerbeteiligung zur "Gründerzeitlichen Kernstadt" Görlitz

Bürgerbeteiligung zur "Gründerzeitlichen Kernstadt" GörlitzGörlitz, 25. Juli 2022. Bürgerbeteiligung kennt auch in Görlitz viele Formen, so nicht nur jene, die über die Bürgerräte in den Beteilgungsräumen organisiert wird, sondern auch eine aktuelle Kampagne, mit deren Hilfe entschieden werden soll, wie man die Gelder aus dem neuen Programm des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) am besten einsetzt. Im Fokus steht dabei in den Jahren bis 2027 die "Gründerzeitliche Kernstadt" als mögliches Fördergebiet. Nun sind die Bürger gefragt.

Der Wilhelmsplatz im Görlitz war zu "DDR"-Zeiten nach Karl Marx benannt, der im Gegensatz zu seinem heutigen Namensgeber, dem Kaiser Wilhelm I.aus dem Hause der Hohenzollern, ein politischer Ökonom war. Angelegt 1849 als Neumarkt, wurde der Platz 1871 zu Ehren Wilhem I. umbenannt. Zur Erinnerung: Das war das Jahr, in dem in Versailles das Deutsche Reich aus der Taufe gehoben wurde. Tatsächlich hatte sich der Kartätschenprinz der Revolution von 1848/49 nach und nach zu einem liberalen und beliebten Herrscher gewandelt.

Archivbild: © Görlitzer Anzeiger

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Thema: Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung

Lokalpolitik ist im besonderen Maße bürgernahe Politik. Wie gut sie gelingt hängt wesentlich davon ab, wie Stadträte und Verwaltung kommunizieren und wie intensiv sich die Bürger einbringen, beispielsweise im Zuge der Bürgerschaftlichen Beteiligung. In Görlitz soll es deren Ziel sein, dass die Bürger über die wichtigsten Projekte und Entscheidungen ihrer Stadt informiert werden sowie sich aktiv an politischen Entscheidungen beteiligen können und somit bei der Gestaltung ihres Lebensumfeldes mitwirken. Dabei sollen Beteiligungsräume es den Einwohnern ermöglichen, in einem definierten Rahmen und Verfahren Entscheidungen für ihr unmittelbares Wohnumfeld zu treffen.

Mit EFRE-Geldern ist in Görlitz in den vergangenen Jahren viel bewirkt wirden. So wurde das Joliot-Curie-Gymnasium saniert, die Bibliothek erweitert, das Neiße Bad gebaut und der Lutherplatz verjüngt. Zuletzt konnten Fahrradstation, Waldorfschule und Brautwiesenpark eröffnet werden. Jetzt will Görlitz in die vierte Förderperiode starten und zu diesem zweck ein mit konkreten Projekten gefülltes Aktionspaket vorbereiten.

Für die Periode bis 2027 hat der Görlitzer Stadtrat die "Gründerzeitliche Kernstadt" als mögliches Fördergebiet bestimmt. Zu diesen Areal gehören große Teile der Innenstadt sowie die bahnhofsnahe Südstadt. Im nächsten Schritt wird soll nun für die Stadtquartiere zwischen Wilhelmsplatz, Helenenbad und Büchtemannhäuschen ein Handlungskonzept mit einem Maßnahmenplan erstellt werden.

Dazu sind jetzt die Görlitzer gefragt. Es werden Vorschläge gesucht, die die "Gründerzeitliche Kernstadt" attraktiver und lebenswerter machen. Was sollte sich verändern? Was wird gebraucht?

Es geht dabei um öffentliche oder gemeinschaftlich nutzbare Gebäude, Flächen oder Ausstattungen. Handlungsfelder sind neben Grünzonen, Straßen und Plätzen auch die Sanierung von Gemeinbedarfseinrichtungen wie Schulen und Kitas, ebenso die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel und regenerativer Energien in dezentralen Netzen. Unterstützung können auch kleine Unternehmen erhalten.

Hingehen!
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, ihre Ideen und Vorstellungen zu erklären und darüber zu diskutieren.

Möglich ist das jeweils ab 17 Uhr am

    • Donnerstag, dem 28. Juli 2022, auf dem Brautwiesenplatz mit Fokus auf die westliche Innenstadt,
    • Mittwoch, dem 3. August 2022, am Büchtemannhäuschen mit Fokus auf die Südstadt und
    • Donnerstag, dem 11. August 2022, auf dem Wilhelmsplatz mit Fokus auf die östliche Innenstadt.

Wer nicht kommen kann: Ideen können auch per E-Mail an buergerbeteiligungx@xgoerlitz.de (Spamschutz: beide "x" entfernen) oder auf der Website unter goerlitz.de/EFRE-Foerderung-gruenderzeitliche-Kernstadt.html eingesendet werden. Dort sind auch weitere Informationen zum EFRE-Programm zu finden.

An mehreren Orten liegen zudem Ideenflugblätter aus, die gerne ausgefüllt und im Rathaus oder in der Jägerkaserne in den Briefkasten eingeworfen werden können.

Wer wissen will, bei welchen Projekten man sich darüber hinaus beteiligen kann, findet unter www.goerlitz.de/Vorhabenbezogene-Buergerbeteiligung.htmldie aktuelle Vorhabenliste der Stadt Görlitz. In dieser Liste können sich die Einwohner frühzeitig darüber informieren, welche Projekte durch die Stadt geplant und umgesetzt werden. Außerdem wird in der Vorhabenliste dargelegt, ob und in welcher Form die Beteiligung der Bürger geplant ist.

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  • Quelle: red | Foto: © Görlitzer Anzeiger
  • Erstellt am 25.07.2022 - 21:37Uhr | Zuletzt geändert am 25.07.2022 - 22:20Uhr
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