Via Sacra: INTERREG-Projekt vernetzt Pilgerwege im Dreiländereck
Görlitz, 28. Januar 2026. Im Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal in Ostritz endete am 27. Januar 2026 das zweijährige INTERREG-Projekt zur Vernetzung der Via Sacra. Unter dem Titel „Spirits & Stories – Auf der Via Sacra: Grenzen überschreiten. Wege verbinden.“ präsentierten die Verantwortlichen die Ergebnisse der Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Polen und Tschechien. Das Vorhaben entwickelte die historische Pilgerroute zu einem modernen Tourismusangebot für Pilgernde, Wandernde und Radreisende weiter. Gefördert wurde die Maßnahme durch das Programm INTERREG Polen-Sachsen
Abschlussveranstaltung des Projekts Via Sacra im IBZ St. Marienthal
Foto: Holger Hinz
Erweiterte Routen für Wanderer und Radfahrer
Die Kirche Wang in Karpacz ist eine zentrale Station der Via Sacra in Polen.
Foto: Philipp Herfort
Die Via Sacra verläuft auf deutscher Seite über eine Distanz von 270 Kilometern durch die Oberlausitz. Der Weg führt von Kamenz über Bautzen nach Löbau, wobei Pilgernde zwischen einer Nord- und einer Südroute wählen können. Im Rahmen des Projekts wurde der polnische Abschnitt verlängert. Dort liegen Stationen wie die Gnadenkirche zum Heiligen Kreuz in Jelenia Góra, die Kirche Wang in Karpacz sowie die „Grüssauer Abtei“. In Tschechien umfasst die Route eine 290 Kilometer lange Rundwanderung, die Städte wie Liberec, Mnichovo Hradiště und Jablonné u Podještědí verbindet.
Für den Radtourismus steht in der Oberlausitz ein 260 Kilometer langer Rundweg zur Verfügung. Das tschechische Teilstück bietet mit über 550 Kilometern das größte Streckennetz für Radpilger. Olaf Franke, Geschäftsführer der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH (MGO), bezeichnet die Via Sacra als gemeinsames kulturelles Erbe und Beispiel für europäische Zusammenarbeit. Durch das Projekt sei die Route inhaltlich und kommunikativ auf eine neue Ebene gehoben worden.
Kooperation als Basis für künftige Entwicklung
Die Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien arbeitete eng mit der polnischen Destinationsorganisation Turystyczna (DOT) zusammen. Adam Zawada, Vorsitzender der DOT, erklärt, dass durch das Projekt nicht nur Routen verbunden, sondern auch Menschen zusammengebracht wurden. Die Via Sacra sei nun ein Netzwerk, das von Partnern auf beiden Seiten der Grenze getragen wird.
Die am 27. Januar 2026 vorgestellten Ergebnisse dienen als Grundlage für die künftige Arbeit. Die beteiligten Akteure planen, die geschaffenen Strukturen und Materialien zu nutzen, um die Route dauerhaft als spirituelles Reiseangebot in Mitteleuropa zu festigen. Ziel ist es laut Olaf Franke, die internationale Pilger- und Kulturroute weiter zu stärken. Unterstützt wird das Vorhaben von den Landkreisen Bautzen und Görlitz sowie den regionalen Sparkassen.
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- Erstellt am 28.01.2026 - 11:32Uhr | Zuletzt geändert am 28.01.2026 - 11:37Uhr
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