Gesund und glücklich im Alter

Gesund und glücklich im AlterGörlitz, 24. November 2020. Dass es im Alter bei vielen knapp werden kann mit den Finanzen, pfeifen längst die Spatzen von den Dächern. Umso interessanter ist es, Finanzquellen offenzulegen, mit denen sich im Bedarfsfall ein erträglicher Lebensabend finanzieren lässt. Doch zum Glück gehört mehr als Geld.

Abb.: Das Görlitzer Ständehaus war Versammlungsort für die Landstände der Preußischen Oberlausitz. Seit dem Jahr 2000 dient es als Alten- und Pflegeheim. Insgesamt bietet Görlitz als sogenanntes Pensionopolis eine gute Infrastruktur für Senioren.

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Vorsorge und gesundes Leben gehören zusammen

Mit der Finanzierung seiner alten Tage – Oder sollte man besser Altentage sagen? – kann man sich gar nicht früh genug beschäftigen, sind doch die Vorzeichen für einen sorglosen Lebensabend eher düster: In einer alternden Gesellschaft zahlen immer weniger Arbeitnehmer für eine wachsende Zahl von Senioren. Da ist es logisch, dass das für den Lebensabend aus der gesetzlichen Rentenversicherung bereitgestellte Geld nicht zu üppig ausfällt, gar droht Altersarmut. Wer aber Geld fürs Alter sparen und keinerlei Risiken eingehen will, muss zusehen, wie die Inflation die Ersparnisse auffrisst. Ein Paradigmenwechsel setzt ein: Während bisher die Rentnergeneration Kindern und Enkeln finanziell unter die Arme greifen konnte, werden künftig Kinder und Enkel die Großeltern unterstützen müssen.

Gut beraten ist, wer sich rechtzeitig überlegt, wie er oder sie sich als Rentner noch etwas hinzuverdienen kann. Das Gute am Schlechten: Im Alter in Berufen, in denen das möglich ist, in Maßen noch weiterzuarbeiten, hält geistig fit – Arbeit ist ja nicht immer nur Last.

Dennoch: Es kann ja alles auch ganz anders kommen als gewünscht. Ein schwere Erkrankung kann alle Träume vom goldenen Lebensabend zunichte machen, mancher wird unerwartet zum Pflegefall. Oft genug sind damit Kosten verbunden, die der Einzelne nicht mehr alleine stemmen kann, gerade bei höheren Pflegegraden. Die Pflegegrade sind von 1 bis 5 gestaffelt und werden nach einem Punktesystem ermittelt. Wer wirklich auf Betreuung angewiesen ist, für den und seine nächsten Verwandten ist die Antwort etwa auf die Frage "Wie viel Pflegegeld gibt es bei Pflegegrad 4?” von grundlegender Bedeutung. Mit dem System aus finanziellen Hilfen und sogenannten Pflegesachleistungen sollte man sich beschäftigen, bevor man selbst zum Pflegefall wird.

Das beste Rezept

Wer weitestgehend gesund und leistungsfähig ins und durchs Alter kommen möchte, kann schon Jahrzehnte vorher viel dafür tun, um seine Chancen darauf zu verbessern. Einen großen Einfluss hat zweifellos eine heiter-optimistische Lebenseinstellung. Wer Probleme, Enttäuschungen und mentale Verletzungen nicht lebenslänglich mit sich herumschleppt, sondern irgendwann versenkt oder abschüttelt, hat schon viel gekonnt. Außerdem sollte man sich im Leben allem widmen, was Spaß macht – und zwar ganz nach eigener Vorliebe: Geselligkeit, die Künste, Natur, Haustiere, Literatur, was auch immer. Die Volksweisheit “Mach es wie die Sonnenuhr, zähl’ die heitren Stunden nur” hat viel Wahres.

Gesund zu leben heißt ja nicht, sich ständig zu kasteien und immer nur Verzicht zu üben. Was jedoch stets gut ist: In Bewegung bleiben und bei der Ernährung gesunde Schwerpunkte setzen. Wer selbst kocht, wird feststellen, dass das oft kaum länger dauert, als Fertiglebensmittel zuzubereiten – dafür weiß man aber, was man da zu sich nimmt und vermeidet in vielen Fällen beispielsweise zu viel Zucker. Sich mit Lebensmitteln zu beschäftigen und bewusst zu Kochen macht richtig Spaß!

Ein empfehlenswertes Experiment für viele ist es, einmal für wenigstens zwei Wochen ganz auf Alkohol und Fleisch zu verzichten. Viele berichten, dass sich dann die Sinne neu schärfen und ein ganz neues, frisches Lebensgefühl entsteht. Anschließend kann man viel intensiver genießen, ohne gleich Mengen zu vertilgen. Gleiches gilt übrigens auch für Süßwaren: Wer zuviel davon futtert, sollt einmal für ebenfalls etwa zwei Wochen darauf verzichten. Die kleine Beherrschung sorgt dafür, dass sich die Rezeptoren anpassen und der Süßwarenbedarf anschließend mit weit geringeren Mengen vollständig befriedigt ist. Ach so: Und dass man nicht Rauchen muss, das haben inzwischen sehr viele begriffen.

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  • Quelle: TEB | Foto: © BeierMedia.de
  • Erstellt am 24.11.2020 - 09:09Uhr | Zuletzt geändert am 24.11.2020 - 10:17Uhr
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