Görlitz-Königshufen hat Bürgerrat

Görlitz-Königshufen hat BürgerratGörlitz, 18. August 2017. Mehr als ein Jahr lang knirschte nur der Sand im Getriebe, wenn für den Görlitzer Beteiligungsraum Königshufen ein Bürgerrat aktiviert werden sollte. Doch dann brachte die dritte Königshufener Bürgerversammlung am 17. August 2017 endlich den Durchbruch; 35 Einwohner waren in den damit gut gefüllten DRK-Saal gekommen, um den Bürgerrat zu wählen und sich über die Projekte für das Jahr 2017 zu informieren.
Abbildung: Der neue Bürgerrat des Beteiligungsgebietes Königshufen, v.l.n.r.: Elias Alexander, Stella Krohn, Undine Peter und Peter Hoffmann. Nicht im Bild: Klaus Zurek.

Viele Projektideen auf dem Tisch

Viele Projektideen auf dem Tisch

Eine lebendige Bürgerversammlung, an der auch Spitzenleute aus dem Rathaus teilnahmen.

Thema: Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung

Lokalpolitik ist im besonderen Maße bürgernahe Politik. Wie gut sie gelingt hängt wesentlich davon ab, wie Stadträte und Verwaltung kommunizieren und wie intensiv sich die Bürger einbringen, beispielsweise im Zuge der Bürgerschaftlichen Beteiligung. In Görlitz soll es deren Ziel sein, dass die Bürger über die wichtigsten Projekte und Entscheidungen ihrer Stadt informiert werden sowie sich aktiv an politischen Entscheidungen beteiligen können und somit bei der Gestaltung ihres Lebensumfeldes mitwirken. Dabei sollen Beteiligungsräume es den Einwohnern ermöglichen, in einem definierten Rahmen und Verfahren Entscheidungen für ihr unmittelbares Wohnumfeld zu treffen.

Die Koordinatorin für Bürgerbeteiligung Silke Baenisch führte durch die Versammlung und stellte die Projektvorschläge vor. Neben der Errichtung von Bänken auf dem Feenspielplatz an der Friedhofstraße und der Verschönerung der Trafo-Station Hussitenstraße/Wendel-Roskopf-Straße waren auch das Anpflanzen von Sommersträuchern für Insekten und das Anbringen von Nisthilfen an Wohnblöcken ein interessierende Themen.

Nachdem die Einwohner/innen zu diesen Vorschlägen diskutiert hatten, war der Hauptteil der Veranstaltung auf der Tagesordnung - die Wahl des Bürgerrates Königshufen.

Sechs Kandidaten stellten sich zur Wahl. Neben Ingo Giers, dem Bürgerrat aus der ersten Wahlperiode, haben sich fünf aktive Bürger für das Ehrenamt beworben. Peter Hoffmann ist dabei stärkster Ideengeber. Der 52-Jährige sprach von der Gartenstadt Königshufen, die näher ins Bewusstsein rücken sollte. Undine Peter ist Betreuerin bei der Diakonie Sozialstation und möchte ihre Freizeit nutzen, um für Königshufen aktiv zu sein. Stella Krohn ist mit 17 Jahren die jüngste Bürgerrätin für Königshufen. Sie möchte sich verstärkt für die Jugend im Stadtteil einsetzen. Elias Alexander lebt gern in Königshufen. Er möchte sich für mehr Nachbarschaftsaktivitäten stark machen. Klaus Zurek war aus beruflichen Gründen verhindert, er komplettiert das Team.

Anwesend war auch der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege, um persönlich für die Fragen der Einwohner da zu sein. Torsten Tschage, Leiter des Bau- und Liegenschaftsamtes und Silvia Queck-Hähnel, Leiterin des Ordnungsamtes, verstärkten das Team. Viele Fragen konnten so gleich vor Ort beantwortet werden. Diskutiert wurden unter anderem bessere Radwegeverbindungen und die Kennzeichnung von Parkflächen.

Neue Ideen für das Zusammenleben in Königshufen

Ein Bürger nutzte die Bürgerversammlung, um weitere Projektideen einzureichen. Er schlug vor, dass ein Wochenmarkt die Attraktivität der KÖ-Passage steigern solle und ein Büchertauschregal in Königshufen installiert wird. Außerdem wünsche er sich, das neue Jahr mit allen Königshufener Bürgern gemeinsam zu feiern. Man könnte sich doch gegen Mitternacht auf dem Festplatz treffen und gemeinsam ein Feuerwerk starten. Damit würde auch das Müllaufkommen im gesamten Wohngebiet reduziert werden.

Zum Ende der zweistündigen Versammlung dankte die Baenisch den Anwesenden für ihre Ideen und Anregungen; sie freut sich jetzt auf eine aktive Beteiligung in Königshufen.

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  • Quelle: red | Fotos: Stadtverwaltung Görlitz
  • Zuletzt geändert am 18.08.2017 - 15:25 Uhr
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