Erster Caravan aus Neustadt
Neustadt. In Neustadt rollen wieder Fahrzeuge vom Band. Reichlich ein Jahr, nachdem die Hymer AG und die Dethleffs GmbH + Co. KG den Kaufvertrag für das ehemalige CASE-Werk unterzeichneten, stehen die ersten Wohnmobile "made in saxony" des Gemeinschaftsunternehmen CAPRON GmbH fürs ungebundene Urlaubsvergnügen bereit.
Industriestandort gerettet - Lösung für BIRIA in Neukirch?
Sachsens Wirtschaftsminister Jurk dankte allen, "die es möglich gemacht haben, dem ehemaligen Mähdrescherwerk wieder Leben einzuhauchen." CAPRON mache Mut, dass dies auch anderswo gelingt.
Die Firma CASE, die wegen zu geringer Auslastung das Neustädter Werk schließen musste, hatte engagiert einen Nachnutzer gesucht. Heute bietet CAPRON für 150 Menschen wieder einen Arbeitsplatz. "Ich wünsche mir, dass die Fahrzeuge "Carado" und "Sunlight" ganz viele Interessenten finden, denn dann werden noch mehr Arbeitsplätze entstehen", freute sich Jurk und konnte sich den Seitenhieb nicht verkneifen: "Ein solch verantwortungsvolles Vorgehen für die Menschen und die Region hätten wir uns auch von Biria in Neukirch gewünscht." Hier hatte der US-amerikanische Lone Star Fund in der vergangenen Woche nahezu über Nacht die Schließung des Werkes und die Entlassung von 250 Mitarbeitern bekanntgegeben.
"Wir haben CASE unterstützt, eine Nachfolgelösung zu finden. Auch das Mähdrescherwerk in Singwitz steht nach einem "Management by out" wieder auf soliden Füßen. Das Neukircher Biria-Werk ist ebenso ein Betriebsteil des ehemaligen Mähdrescher-Kombinates "Fortschritt". Wir werden alles versuchen, um auch für Neukirch eine Lösung zu finden", versprach Jurk.
In ersten Gesprächen von Vertretern des Wirtschaftsministeriums und der Gewerkschaft mit der Belegschaft und der Geschäftsführung unmittelbar nach der Bekanntgabe der Schließung hatte die Biria-Geschäftsführung ihre Unterstützung zugesagt, dass mit professionellem Sachverstand nach Alternativen für den Standort gesucht wird. Ende dieser Woche wollen alle Beteiligten zu einem "Runden Tisch" zusammenkommen, um Lösungswege zu erörtern.
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- Quelle: /SMWA061211
- Erstellt am 11.12.2006 - 20:15Uhr | Zuletzt geändert am 11.12.2006 - 20:22Uhr
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