Kloster klimafreundlicher beheizt
Ostritz | St. Marienstern, 27. November 2006. Am vergangenen Sonnabend wurdel im Kloster St. Marienstern eine moderne Heizunganlage für Holzhackschnitzel einweihen. Nach Angaben des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft betrage das Einsparpotenzial bei den Heizkosten bei der Umstellung von Öl oder Gas auf Holzhackschnitzel bis zu 37 Prozent. Da das Verbrennen von Holz weitgehend kohlendioxidneutral erfolgt, tragen diese Heizungen auch zum Klimaschutz bei. In Sachsen wurden im vergangenen Jahr 460 Holzheizungen mit rund 1,8 Millionen Euro gefördert.
Klima schonen, sparen und Arbeit schaffen
Im Kloster St. Marienstern wurde die Wärmeversorgung der gesamten Klosteranlage – dazu gehören unter anderem drei Wohnheime, die Klosterbäckerei und das Pfarrgemeindehaus – umgestellt. Lediglich bei Spitzenbelastungen, beispielsweise bei starker Kälte oder während der Wartung der Holzanlage, wird auf Erdgas zurückgegriffen.
Da das Kloster über eine eigene Waldfläche von 2.200 Hektar verfügt, muss das Brennholz nicht zusätzlich gekauft werden. So kommen die jährlich benötigten 3.800 bis 4.000 Schüttraummeter Holzhackschnitzel ausschließlich aus dem eigenen Bestand. Die Bereitstellung der Holzhackschnitzel aus dem eigenen Wald bietet acht bis zwölf behinderten Menschen einen Arbeitsplatz.
Die neue Anlage wurde mit 269.333 Euro (EFRE-Mittel) vom Freistaat gefördert. Unterstützung gab es außerdem von der Peter-Dornier-Stiftung (ein Holzspalter für 9.457 Euro), der Willi-und-Monika-Pitzer-Stiftung (6.000 Euro Anteil am Förderband), der Dr.-Robert-Pfleger-Stiftung (ein Traktor mit Hänger) sowie von der Sammelstiftung des Bezirkes Dresden (500 Euro Anteil am Förderband).
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- Quelle: /SMUL
- Erstellt am 27.11.2006 - 16:40Uhr | Zuletzt geändert am 17.12.2020 - 09:19Uhr
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