Vattenfall fördert Gasturbinenforschung
Dresden. Die finanzielle Unterstützung durch Vattenfall Europe ermöglicht im DresdnerZentrum für Energietechnik - einer Einrichtung der Technischen Universität Dresden - Forschung auf hohem Niveau.
Kraft-Wärme-(Ent)Koppelung an der TU Dresden realisiert
Bisher müssen kleinere Heizkraftwerke bei fehlendem Wärmeabsatz im Sommer teilweise abgeschaltet werden, wodurch sich die ökologisch sinnvolle Kraft-Wärme-Kopplung unterm Strich verteuert. Die Grundversorgung mit elektrischem Strom wird dann von Großkraftwerken übernommen, die heute in Deutschland einen elektrischen Wirkungsgrad von ca. 40 Prozent aufweisen.
Mit der Entwicklung eines neuartigen Gasturbinenprozesses mit integriertem Dampfkreislauf (DREGID) durch die Wissenschaftler des Instituts für Energietechnik an der TU Dresden werden die Prozesse der Wärme- und Stromerzeugung gekoppelt und können dennoch unabhängig voneinander funktionieren. Mit dieser neuen Art der Kraft-Wärme-Kopplung erreicht man einen Gesamtwirkungsgrad von bis zu 90 Prozent und trägt zur Ressourcenschonung und Umweltentlastung bei. In den Sommermonaten kann zudem die Wärmeproduktion eingestellt und ausschließlich Strom erzeugt werden, während konventionelle motorische Blockheizkraftwerke, Klein- und Mikrogasturbinen sowie Brennstoffzellen oft aus wirtschaftlichen Erwägungen vom Netz gehen müssen.
Bei der Stromversorgung des integrierten Gas- und Dampf-Prozesses mit nur einer Gasturbine (herkömmliche GuD-Heizkraftwerke benötigen zusätzlich eine Dampfturbine) werden elektrische Wirkungsgrade über 45 Prozent möglich. Neu ist außerdem, dass der Wasserdampf im Prozess verbleibt (ähnlich der Brennwertnutzung in Heizkesseln). Nach Aufbereitung des Kondensats kann das Wasser erneut zur Dampferzeugung genutzt werden.
Die innovative Entwicklung der Dresdner Forscher stößt vor allem auf Grund der Flexibilität von Kraft-Wärme-Kopplung bei den Energieversorgern auf großes Interesse. Der geplante direkte Anschluss an das DREWAG-Fernwärmenetz wird einen Test unter realen Bedingungen zulassen.
Eine erste Realisierung im kleintechnischen Maßstab ist im neu zu errichtenden Zentrum für Energietechnik (ZET) der TUD geplant. Vattenfall Europe AG unterstützt das ZET mit 80.000 Euro. Damit finanziert das Unternehmen die Betreuung und Koordination der Planungsaufgaben am ZET und leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung neuer Energietechnologien an der TU Dresden.
Lesermeinungen (0)
Weitere Artikel-
Vom flüssigen Kunststoff zum Alltagsprodukt: Wie Spritzguss unsere Welt formt
Görlitz, 25. Januar 2026. Effiziente und klare Produktionsprozesse, weniger Abhängigkeit v...
-
Azubi-Speed-Dating 2026 im Landkreis Görlitz
Görlitz, 22. Januar 2026. Der Landkreis Görlitz veranstaltet im März 2026 ein Azubi-S...
-
Digitale Sichtbarkeit trifft wirtschaftliche Realität in Görlitz
Görlitz, 19. Januar 2026. Internationale Krisen und politische Spannungen prägen derz...
-
Zuschüsse bis 35.000 Euro: Görlitz unterstützt Gründungen in der Kernstadt
Görlitz, 8. Januar 2026. Die Stadt Görlitz fördert auch im Jahr 2026 gezielt kleine u...
-
Wie kleine Unternehmen eine Cybersicherheitskultur aufbauen können
Görlitz, 8. November 2025. Cyberangriffe können jedes Unternehmen treffen – egal wie...
- Quelle: /idw /TU Dresden /Kim-Strid Magister
- Erstellt am 15.05.2006 - 13:38Uhr | Zuletzt geändert am 15.05.2006 - 13:45Uhr
Seite drucken
