Millionen für Görlitz
Görlitz, 30. März 2021. "Klotzen, nicht kleckern!" sollte zum Motto des Strukturwandels werden. Für das Fraunhofer Hydrogen Lab Görlitz (HLG) hat der Freistaat Sachsen jetzt rund 30,5 Millionen Euro bereitgestellt. Er unterstützt damit eine international einzigartige Forschungsplattform für Wasserstofftechnologien. Entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette – von der Wasserstofferzeugung über die Wasserstoffspeicherung bis hin zur Wasserstoffnutzung sollen in Görlitz neuartige technische Ansätze entwickelt und erprobt werden.
Forschungsergebnisse dienen der Wirtschaft
Den Fördermittelbescheid, den das Strukturstärkungsgesetz ermöglicht, sollen das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) und das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in diesen Tagen erhalten.
"Vom Hydrogen Lab wird nicht nur die Strukturentwicklung in der Lausitz profitieren. Die Stadt Görlitz wird mit dem Aufbau des HLG eine Blaupause für erfolgreichen Strukturwandel in ganz Deutschland werden. Für Sachsens Unternehmen bietet sich durch die entstehenden Lösungen die Chance, ganz neue Geschäftsfelder und Zukunftsmärkte zu erschließen", kommentierte Staatsminister Thomas Schmidt. Für Dr.-Ing. Sylvia Schattauer, Leiterin des Bereichs Wasserstofftechnologien am Fraunhofer IMWS, sieht im HLG einen "Beitrag sowohl für den erfolgreichen Transformationsprozess und die Stärkung der Wirtschaftskraft in der Region als auch für einen intelligenten Klimaschutz".
Im HLG auf dem Innovationscampus Görlitz sollen ab dem Jahr 2023 bis zu 30 Wissenschaftler beispielsweise Elektrolyseure und Brennstoffzellen untersuchen. Zu den Zielen gehört es, Technologiesysteme zu bewerten oder die eingesetzten Werkstoffe bis auf die Ebene der Mikrostruktur zu untersuchen, um ihre Zuverlässigkeit, ihre Lebensdauer und ihr Einsatzverhalten zu verbessern. Auch Produktionsverfahren und Leistungselektronik gehören zu den Schwerpunkten im HLG, dazu auch Fragen der Digitalisierung und Zertifizierung.
Die Forschungsergebnisse sollen die Grundlage für neue oder verbesserte Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle bilden. Darauf können Unternehmen zurückgreifen, um sich eine gute Wettbewerbsposition in der entstehenden deutschen und globalen Wasserstoffwirtschaft zu sichern.
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- Quelle: red | Foto: ivanacoi / Ivana Divišová, Pixabay License
- Erstellt am 30.03.2021 - 08:21Uhr | Zuletzt geändert am 10.09.2021 - 08:27Uhr
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