Wirtschaftlich erfolgreich in der Oberlausitz

Wirtschaftlich erfolgreich in der Oberlausitz Görlitz | Demitz-Thumitz, 24. April 2020. Von Thomas Beier. Strukturwandel durch Digitalisierung und Ausstieg aus der Braunkohle, CO2-Vermeidung und nun auch noch die Corona-Krise: Wie soll es in der Oberlausitz weiter wirtschaftlich vorangehen? Neben Investoren sind Gründer erfolgversprechender Unternehmen gefragt. Auf der Suche nach Ansätzen sind zwei Beispiele aufgefallen. Hier der erste Teil des Artikels.

Aufbewahrungspflichtige Akten können viel Platz verschlingen, außerdem sind datenschutzrechtliche Bestimmungen zu beachten. Dienstleister haben das als Tätigkeitsfeld erkannt und entlasten Unternehmen und Organisationen

Foto: Jürgen Sieber, Pixabay License

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Die Spitzenreiter sind unter uns: zwei Beispiele

Die Spitzenreiter sind unter uns: zwei Beispiele

Wem die Jacke passt... Das Headhunting und die Vorauswahl von Personal durch externe Dienstleister ist nicht mehr dem Führungskräftebereich vorbehalten, sondern hat längst die Fachkräfteebene erreicht. Außerdem wird neben der Lohnrechnung zunehmend die Personalverwaltung insgesamt ausgelagert. Das senkt den innerbetrieblichen Aufwand und erhöht die Rechtssicherheit

Foto: Tumisu, Pixabay License

Die Wirtschaftsförderer der Städte und Landkreise setzen vor allem auf Investoren, sprich Betriebe, die sich in die Oberlausitz verlagern oder hier eine Niederlassung oder ein Tochterunternehmen gründen – und das mit Erfolg: Die SKAN AG in Görlitz, die BORBET GmbH in Kodersdorf oder die PLOUCQUET Textiles Zittau GmbH sind nur einige wenige Beispiele dafür, wie diese Strategie zu Industrie-Arbeitsplätzen führt.

Ein weiteres Potential stellen Unternehmensgründer dar. Doch hier zeigt sich, wie wenig Know-how für den Einstieg in die Unternehmerwelt sowohl bei den Gründern selbst als oft genug auch bei jenen, die sie beraten möchten, vorhanden ist. Wie viel Zeit wird verplempert mit der Suche nach ominösen "Marktlücken" und unnötigen Wettbewerbsanalysen! Wer dann noch seine künftigen Marktanteile ausrechnet dokumentiert nur, nichts von der Marktwirtschaft begriffen zu haben.

Ohne in die spannende Theorie der Markterschließung einzusteigen (allerdings funktioniert die Praxis ohne theoretisches Wissen nicht, wie jede Fahrschule beweist) ist es oftmals die billigste Investition, von erfolgreichen Projekten und Unternehmen zu lernen. Vor allem kommt es darauf an, sein Geschäft vom Kunden her zu denken, also nicht zu überlegen, was man anbieten möchte, sondern was der Kunde unbedingt braucht. Grundgedanke dabei ist, dass Kunden bereit sind, für die Lösung dringender und wichtiger Probleme Geld auszugeben. Anders gesagt: Wer Lösungen zum akzeptablen Preis anbietet, macht das Geschäft. Wer seine Lösungen, sprich den Kundennutzen, ständig weiterentwickelt und optimiert, wird letztlich für seine Kunden unverzichtbar – ein recht angenehmer Gedanke für Unternehmer, nicht wahr?

Es kommt also nicht darauf an, etwas anderes anzubieten als andere, sondern darauf, Anziehungskraft auf Kunden zu entwickeln. Nun aber Beispiele aus der Praxis.

Was sind wachsende Probleme der Unternehmen und anderer Organisationen?

Hier gibt es stark wachsende Felder, die von pfiffigen und strategisch angelegten Dienstleistern bedient werden. So versteht sich etwa der Lausitz Matrix e.V. als Dienstleister der Wirtschaft und nutzt die mit dem Fachkräftemangel und dem Mangel an (guten) Azubis verbundenen Probleme, um in der Region Görlitz Karrieren zu befördern und zugleich den Unternehmen die passenden Bewerber zugänglich zu machen. Wichtigste Elemente sind dabei das Portal jobs-oberlausitz.de und die Recruiting-Messe "Oberlausitzer Karrieretage". Mit herkömmlicher Arbeitsvermittlung hat das kaum noch tun, vielmehr werden Bewerber und Arbeitgeber exakt bei ihrem Bedarf abgeholt.

Eine ganz andere Problemlösung bietet ein Unternehmen, das am westlichen Rand der Oberlausitz zu Hause ist und getrost als Hidden Champion, zu Deutsch etwa verborgener oder unbekannter Spitzenreiter, bezeichnet werden darf: die Patronus Services GmbH in Demitz-Thumitz. Hier widmet man sich der in Unternehmen und großen Organisationen wie etwa Versicherungen oder Krankenhäusern anfallenden Datenflut, die von Jahr zu Jahr immer größer wird. Der Jammer über zu viel Bürokratie und umfassende Dokumentationspflichten ist allgegenwärtig, Patronus hat daraus ein Geschäft zum Wohle seiner Kunden gemacht, indem Problemlösungen für die Datenauslagerung und die externe Datenverwaltung für unterschiedliche Zielgruppen geboten werden.

Erfahren Sie am 25. April 2020 im zweiten Teil:
    • Eines der typischen Probleme
    • Kräftekonzentration als Prinzip
    • Was das für die Oberlausitz bedeutet

Weiterlesen:
Zweiter Teil des Artikels "Wirtschaftlich erfolgreich in der Oberlausitz"

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  • Quelle: Thomas Beier | Foto Aktenordner: Fachdozent / Jürgen Sieber, Pixabay License; Foto Hände: Tumisu, Pixabay License
  • Erstellt am 24.04.2020 - 15:05Uhr | Zuletzt geändert am 25.04.2020 - 22:04Uhr
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