Nie mehr dran vorbei

Nie mehr dran vorbeiKodersdorf | Kulturinsel Einsiedel. Ja, so ist das in Ostsachsen, einmal die Autobahnausfahrt verpeilt und schon bist Du mit Deinem Auto in Polen. Für Besucher der Kulturinsel Einsiedel jedenfalls mag es hilfreich sein, mit Hilfe eine Autoahnschilds (einer sogenannten touristischen Unterrichtungstafel) vor Kodersdorf daran erinnert zu werden, dass man schon fast angekommen ist. Und bei den Durchpreschenden könnte ja Neugier geweckt werden: "Da wollten wir doch auch mal hin..."

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Kulturinsel Einsiedel bekommt eigenes Autobahnschild

Das sächsische Verkehrsministerium hat die Freigabe für eine touristische Unterrichtungstafel je Richtung erteilt, die Reisende auf die „Kulturinsel Einsiedel“ neugierig machen soll.

An der Bundesautobahn A4 vor der Anschlussstelle Kodersdorf soll bald für einen Abstecher zur „Kulturinsel Einsiedel“ geworben werden. Dort können die Kleinen Abenteuer im Freizeitpark genießen, die Großen - allein oder mit Kindern - eine Nacht im Baumhaus und die ganze Familie ein enormes Angebot an Veranstaltungen und Aktivitäten.

Warum denn in die Ferne schweifen? Das Abenteuer liegt so nah!

Selbst den sächsischen Wirtschftsstaatsminister Sven Morlok waren die Schilder eine Erklärung wert: „Warum denn in die Ferne schweifen? Sachsen ist ein tolles Urlaubsziel, für einen Wochenendtrip mit Kindern ebenso wie für Zweiradtouren und Kulturreisen. Die Schilder an den Autobahnen werfen einen Spot auf Ausflugsziele, die vielleicht noch nicht jeder kennt - die aber einen Abstecher allemal wert sind. Bei vielen Sachsen hat die Kulturinsel Einsiedel längst einen Namen. Das neue Schild soll dafür sorgen, dass bald noch mehr Gäste den Weg dorthin finden.“

Jetzt geht es schnell: Noch in diesem Jahr

Das Ministerium hat in dieser Woche dem zuständigen Autobahnamt die Zustimmung zur Aufstellung erteilt. Im nächsten Schritt ist der Antragsteller, der Betreiber Jürgen Bergmann, gefragt, so das Staatsministerium: "Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald die Schilder gefertigt sind. Noch in diesem Jahr könnte die Tafel an der A4 die Besucher zur Kulturinsel Einsiedel locken."

Mögliche Schilderzahl verdoppelt

Seit 2009 gilt eine Neuregelung im Bundesrecht. Zuvor war pro Richtung nur eine solche Unterrichtungstafel zwischen zwei Anschlussstellen erlaubt, jetzt dürfen es zwei sein. Im Zuge der Neuregelung kann nun das Autobahnamt in Abstimmung mit dem Verkehrsministerium weitere Anträge zur Aufstellung solcher touristischen Hinweise genehmigen. Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller.


Kommentar

Schau an, an der Autobahn geht es also, auf die Kulturinsel Einsiedel als ein Highlight der Zentral-Lausitz aufmerksam zu machen: Die Kraftfahrer werden über die touristische Attraktion mit einer Tafel unterrichtet. Dezent im genormten Design versteht sich, denn schließlich soll niemand zu sehr abgelenkt werden.

Im Landkreis ist das komplizierter: Dem Wunsch, an der Kunnersdorfer Senke an der dort geschwindigkeitsbegrenzten B 115 vielleicht sogar mit einem kleinen Baumhaus auf die im äußersten Ostzipfel Deutschlands eingeinselte Kultur aufmerksam zu machen, konnte seinerzeit nicht entsprochen werden. Zu groß könnte die Anblenkungsgefahr für die Kraftfahrer sein - wenn auch, so darf unterstellt werden, weniger durch das Baumhaus selbst als vielleicht die begeistert quengelnden Kinder.

Wo kämen wir denn hin, wenn überall an der Landstraße erfolgreiche Firmen auf sich aufmerksam machen würden,

fragt ganz erschreckt Ihr Fritz R. Stänker



Abb. Jürgen Bergmann setzt sich für die Verflechtung der touristischen Anbieter in der Zentral-Lausitz ein. Foto: BeierMedia.de

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  • Quelle: red | Foto: BeierMedia.de
  • Erstellt am 07.05.2010 - 17:47Uhr | Zuletzt geändert am 07.05.2010 - 18:29Uhr
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