Musikalisch-literarisches Programm in Görlitz

Musikalisch-literarisches Programm in GörlitzGörlitz, 18. Oktober 2019. Die Stadtbibliothek Görlitz und die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften laden zum Tag der Bibliotheken zu einem musikalisch-literarischen Abend ein. Die zauberhafte Julia Boegershausen und der nicht minder beeindruckende Björn Bewerich spielen, lesen und musizieren Erich Kästners "Die 13 Monate" und andere Ungereimtheiten.
Foto: Julia Boegershausen und Björn Bewerich in einem früheren Projekt, Foto: Julia Boegershausen

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Aus Erich Kästners Spätwerk

Erich Kästner, der 1899 in Dresden geboren wurde, dessen Bücher die Nazis verbrannten, die ihn zweimal verhafteten und schließlich mit einem Schreibverbot belegten, zog 1945 nach München um. Dort schrieb er zwischen 1952 und 1954 "Die 13 Monate", die 1955 erschienen sind. Der Gedichtzyklus gilt als eines der romantischsten und idyllischsten Werke Erich Kästners, das bezeichnend für seine späte Schaffenszeit ist (Kästner starb 1974). Im Vorwort erklärt Kästner, er schreibe die Gedichte als "ein Großstädter für Großstädter", der sich auf die Schönheit des Kreislaufs der Jahreszeiten und der Natur besinnen wolle. Der Zyklus besteht aus dreizehn Gedichten unterschiedlicher Länge und unterschiedlichen Versmaßes. Die ersten zwölf behandeln je einen Monat in der Reihenfolge des Kalenders, der 13. ist ein fiktiver "Schaltmonat".

Julia Boegershausen und der studierte Musiker Björn Bewerich, die als freiberufliche Künstler in Görlitz leben, führen dieses unverwechselbare Werk in 13 Gedicht-Liedern auf, die der Komponist Manfred Schmitz für Gisela May vertont hat. Boegershausen und Bewerich lassen damit den Schriftsteller Kästner ganz lebendig werden. Zudem spannen weitere Texte Kästners den Bogen in die eine gesellschaftliche und politische Ebene, die wieder höchst aktuell ist.

Julia Boegershausen und Björn Bewerich

Boegershausen und Bewerich kommen aus jeweils anderen musikalischen und schauspielerischen Bereichen. Schon seit einiger Zeit agieren sie auf der Bühne zusammen. Ihre Programmen lassen sich als "ernste Unterhaltungsmusik" kategorisieren. Immer wieder nehmen sie ihr Publikum mit auf eine Reise in die Welt der Zwanziger- und Dreißigerjahre, in die jüdische Kultur oder lassen vergessene Chansons und Lieder zum Leben erwachen, wobei sie sie ihre Dramaturgien selbst schreiben.

Prädikat: Unbedingt hingehen!
Donnerstag, 24. Oktober 2019, 19 Uhr,
Barockhaus Neißstraße 30, 02829 Görlitz
Im Johannes-Wüsten-Saal ist eigens eine Bühne aufgebaut.

Geld günstig gegen Eintrittskarten tauschen!
Im Vorverkauf im Barockhaus Neißstraße 30 sind die Tickets pro Stück schon für acht Euro zu haben, an der Abendkasse kosten sie zwei mehr.

Tipp!
Erich-Kästner-Museum in Dresden

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  • Quelle: red | Foto: Julia Boegershausen
  • Erstellt am 18.10.2019 - 09:51Uhr | Zuletzt geändert am 18.10.2019 - 10:58Uhr
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