Pegel der Spree bedrohlich gestiegen

Bautzen / Budyšín. Anhaltende Regenfälle und abfließendes Oberflächenwasser haben den Pegel der Spree in Bautzen in bedrohliche Höhen getrieben. In den Morgenstunden lag er bei 3,47 Metern. Da die Situation absehbar war, begann bereits am Nachmittag des Montags die persönliche Information der Anwohner. Dies geschah in persönlichen Gesprächen oder mit Hilfe eines Lautsprecherwagens. Viele Betroffene hatten noch Sandsäcke vorrätig und versuchten so ihr Hab und Gut zu sichern. Die Feuerwehr teilte zusätzlich Sandsäcke aus.

Situation ist unter Kontrolle

In den Nachtstunden trat die Spree im Bereich Bleichenstraße über das Ufer. Zuvor aufgestapelte Sandsäcke, die die Uferkrone erhöhen sollten, waren überspült worden. Aus Sicherheitsgründen mussten dort 13 Menschen evakuiert werden, die aber alle bei Bekannten oder Verwandten unterkamen. Weitere Probleme gab es in Stiebitz, wo der Katastrophenschutz im Einsatz war.

Gegen 5.00 Uhr war der Wasserstand am Bombardierwerk so hoch, dass ein mit der Feuerwehr abgestimmter Maßnahmenplan eingeleitet werden musste. Zwar hielt der Deich den Wassermassen stand, der Betrieb des Werkes muss aber heute auf das Notwendigste eingeschränkt werden. In den Morgenstunden brach ein Deich am Spreebad, was zu einer Überflutung des Areals führte.

Momentan überprüfen die Bautzener Feuerwehrleute alle Deichanlagen und leiten bei Bedarf Sicherungsmaßnahmen ein. Der Pegel stagniert. Seit gestern Mittag besteht ein enger telefonischer Kontakt zu den Feuerwehren in Schirgiswalde und Großpostwitz. Dort sinkt der Pegel bereits. Wegen der vielen Ackerlandflächen südlich von Bautzen ist jedoch davon auszugehen, dass der hohe Pegelstand in der Stadt noch etwa 3 bis 4 Stunden unverändert bleibt.

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  • Quelle: red
  • Zuletzt geändert am 28.09.2010 - 08:45 Uhr
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