Legionellen im Trinkwasser – Ursachen, Risiken und wirksame Schutzmaßnahmen

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Görlitz, 30. August 2025. Das Wasser, das täglich aus unseren Hähnen fließt, ist eines der am besten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland. Es verspricht Reinheit und Sicherheit. Doch in den Wasserleitungen unserer Häuser kann eine unsichtbare Gefahr lauern: Legionellen.


Diese Bakterien können sich unter bestimmten Bedingungen massenhaft vermehren und ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Ein grundlegendes Verständnis der Ursachen, Risiken und Schutzmaßnahmen ist daher für jeden Haushalt unerlässlich, um die eigene Gesundheit wirksam zu schützen.

Foto von Heleno Kaizer auf Unsplash

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Die unsichtbare Gefahr – was sind Legionellen?

Legionellen sind Bakterien, die natürlicherweise in geringen Konzentrationen in Seen, Flüssen und im Grundwasser vorkommen. In dieser Form stellen sie in der Regel keine Gefahr dar. Problematisch wird es erst, wenn sie in die künstlichen Wassersysteme von Gebäuden gelangen.


Dort finden sie in den komplexen Rohrsystemen unter bestimmten Umständen ideale Bedingungen vor, um sich stark zu vermehren und zu einer potenziellen Gesundheitsgefahr für die Bewohner zu werden.


Ideale Brutstätten – wie Legionellen in unseren Leitungen entstehen


Das Wachstum von Legionellen in einer Trinkwasseranlage ist kein Zufall, sondern das Ergebnis spezifischer Bedingungen. Drei Faktoren spielen hierbei eine zentrale Rolle: die richtige Temperatur, stehendes Wasser und das Vorhandensein eines Biofilms. Wo dieses unheilvolle Trio zusammentrifft, entsteht eine Brutstätte für die gefährlichen Bakterien. Die Kenntnis dieser Ursachen ist der erste und wichtigste Schritt zur Prävention.


Wassertemperatur als kritischer Faktor


Die Wassertemperatur ist der entscheidende Motor für das Legionellenwachstum. Die Bakterien haben bestimmte Vorlieben, die es zu kennen gilt, um ihr Wachstum zu unterbinden.




  • Unter 20 °C: Legionellen sind inaktiv und vermehren sich kaum.




  • 25 °C bis 45 °C: Dies ist die optimale Wohlfühlzone für Legionellen, in der sie sich exponentiell vermehren.




  • Über 50 °C: Das Wachstum wird stark gehemmt.




  • Über 60 °C: Legionellen sterben schnell ab.




Stehendes Wasser als unterschätztes Risiko


Wasser, das über Stunden oder Tage in den Leitungen steht (Stagnationswasser), bietet Legionellen die nötige Zeit zur Vermehrung. Dieses Phänomen entsteht schneller, als viele denken: in der selten genutzten Dusche des Gästebads, in den Leitungen während des Urlaubs oder sogar über Nacht in den Stichleitungen zu den Wasserhähnen. In einem durchschnittlichen Haushalt ist Stagnationswasser somit ein kaum vermeidbares Alltagsrisiko.


Der Biofilm als Schutzschild und Nährboden


Der Biofilm, eine schleimige Schicht aus Mikroorganismen im Inneren der Rohre, ist die dritte entscheidende Komponente. Er wirkt wie ein Schutzschild für die Legionellen und versorgt sie mit Nährstoffen. Selbst wenn Bakterien im fließenden Wasser durch Maßnahmen wie Hitze abgetötet werden, können sich die überlebenden Kolonien im Biofilm schnell regenerieren und das System innerhalb kurzer Zeit erneut kontaminieren.


Das gesundheitliche Risiko – von grippeähnlich bis lebensbedrohlich


Die durch Legionellen verursachte Krankheit, die Legionellose, tritt in zwei Formen auf. Die leichtere Variante ist das Pontiac-Fieber mit grippeähnlichen Symptomen, die meist von selbst abklingen. Weitaus gefährlicher ist die Legionärskrankheit, eine schwere Form der Lungenentzündung. Sie erfordert eine sofortige Behandlung mit Antibiotika und kann, insbesondere bei verzögerter Diagnose, einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen.


Aerosole – warum die Dusche zum Risikobereich wird


Die Ansteckung erfolgt nicht durch das Trinken von kontaminiertem Wasser. Die Gefahr entsteht beim Einatmen feinster Wassertröpfchen (Aerosole), in denen die Bakterien enthalten sind. Diese werden überall dort freigesetzt, wo Wasser vernebelt wird. Die häufigste Gefahrenquelle ist daher die Dusche, aber auch Whirlpools, Luftbefeuchter, Klimaanlagen und Wasserhähne können diese Aerosole unter bestimmten Umständen erzeugen.


Technische Lösungen für den unmittelbaren Schutz


Angesichts der schwer kontrollierbaren Ursachen in der Hausinstallation stellt sich die Frage nach einer verlässlichen Schutzmethode. Die Antwort liegt in modernen technologischen Lösungen, die eine physikalische Barriere zwischen den Bakterien und dem Menschen errichten.


Anstatt zu versuchen, das gesamte Rohrsystem permanent keimfrei zu halten – eine fast unmögliche Aufgabe – sichern diese Systeme das Wasser direkt an der Entnahmestelle. Die effektivste Methode hierfür ist die Mikrofiltration. Einen sofortigen und verlässlichen Schutz erreichen Verbraucher zum Beispiel mit einem Sanquell Legionellenfilter. Dieser wird einfach an der Dusche oder am Wasserhahn installiert und hält Bakterien durch seine extrem feinen Poren sicher zurück, sodass nur reines Wasser hindurchfließt.


Die Grenzen traditioneller Prävention


Präventive Maßnahmen sind gut gemeint, stoßen in der Praxis jedoch schnell an ihre Grenzen und bieten keinen hundertprozentigen Schutz. Sie können das Risiko zwar mindern, aber die eigentliche Ursache – den Biofilm in den Rohren, in dem sich Legionellen einnisten – selten nachhaltig beseitigen.


Thermische Desinfektion – ein zweischneidiges Schwert


Die sogenannte Legionellenschaltung, bei der das Wasser im System periodisch auf über 70 °C erhitzt wird, ist eine bekannte Methode. Sie hat jedoch entscheidende Nachteile, auf die auch die Experten von Sanquell explizit hinweisen.




  • Hoher Energieverbrauch: Das regelmäßige Aufheizen des gesamten Wasservolumens ist kostspielig und ökologisch fragwürdig.




  • Verbrühungsgefahr: Die hohen Temperaturen stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, insbesondere für Kinder und ältere Menschen.




  • Unvollständige Wirkung: Die Hitze erreicht eventuell nicht alle Endpunkte des Leitungssystems und tötet Legionellen im schützenden Biofilm nur unzureichend ab.




Verhaltensbasierte Maßnahmen – ein Versuch mit Tücken


Empfehlungen wie das regelmäßige Spülen aller Wasserhähne sind theoretisch sinnvoll, in der Praxis aber fehleranfällig. Menschliche Vergesslichkeit, komplexe Leitungsführungen oder längere Abwesenheiten führen dazu, dass diese Routinen nicht konsequent eingehalten werden können. Sie bieten daher allenfalls eine Risikominderung, aber keine Garantie für unbelastetes Trinkwasser.


Ein Blick auf die Gesetzgebung – Mindeststandards statt Garantien


Die deutsche Trinkwasserverordnung schreibt für Betreiber von Großanlagen – also vor allem für Vermieter von Mehrfamilienhäusern sowie Betreiber öffentlicher Einrichtungen wie Hotels, Krankenhäuser oder Schwimmbäder – eine Untersuchungspflicht vor. Der Grenzwert von 100 koloniebildenden Einheiten (KBE) pro 100 ml ist dabei jedoch kein Unbedenklichkeitswert. Er ist ein technischer Maßnahmenwert, der anzeigt, dass bereits eine signifikante Kontamination vorliegt und Handlungsbedarf besteht.


Das bedeutet in der Praxis lediglich, dass eine weitergehende Untersuchung der Ursachen stattfinden muss. Experten weisen darauf hin, dass eine Wasserprobe immer nur eine Momentaufnahme darstellt. In den Biofilmen der Rohrleitungen kann die Konzentration der Bakterien um ein Vielfaches höher sein als in der entnommenen Probe, wodurch eine trügerische Sicherheit entstehen kann. Für die eigene Gesundheit kann der einzig akzeptable Wert nur null sein.


Rechte und Handlungsmöglichkeiten für Mieter


Mieter haben ein grundsätzliches Recht auf gesundheitlich unbedenkliches Trinkwasser. Bei Bedenken ist stets der Vermieter oder die Hausverwaltung der erste Ansprechpartner. Stellt der Vermieter bei einer gesetzlichen Prüfung einen überhöhten Legionellenwert fest, ist er verpflichtet, die betroffenen Mieter unverzüglich über das Ergebnis und die potenziellen Risiken zu informieren.


Wer ist besonders schutzbedürftig?


Das Risiko einer schweren Erkrankung durch Legionellen ist nicht für alle gleich. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, Senioren, Raucher, Kleinkinder und Personen mit chronischen Erkrankungen sind besonders anfällig für die Legionärskrankheit. Für diese Risikogruppen ist ein lückenloser Schutz unverzichtbar, der über die bloße Einhaltung von Mindeststandards hinausgeht.


Der Wert von absolut sicherem Wasser


Letztendlich geht es um das Vertrauen in die Qualität des wichtigsten Lebensmittels. Während präventive Ansätze versuchen, das Problem im System zu managen, bieten moderne Filterlösungen eine klare und verlässliche Garantie direkt am Endpunkt. Sie stellen sicher, dass unabhängig vom Zustand der Rohrleitungen nur sauberes Wasser die Entnahmestelle verlässt.




  • Absolute Sicherheit: Bakterien werden physikalisch zurückgehalten.




  • Sofortige Wirksamkeit: Der Schutz ist direkt nach der Installation aktiv.




  • Unabhängigkeit: Die Sicherheit hängt nicht von der Systemtemperatur oder dem Spülverhalten ab.




  • Einfache Handhabung: Die Installation ist unkompliziert und erfordert keine baulichen Eingriffe.




Fazit – Prävention ist gut, eine Barriere ist besser


Der verantwortungsvolle Umgang mit der Trinkwasserinstallation im eigenen Haus bleibt eine wichtige Aufgabe. Präventive Maßnahmen wie die richtige Temperatureinstellung und das Vermeiden von Stagnationswasser sind sinnvolle Grundlagen. Die Realität in komplexen und alternden Leitungssystemen zeigt jedoch, dass diese Maßnahmen allein keine absolute Sicherheit garantieren können.


Um sich und seine Familie zuverlässig und lückenlos vor der Gefahr durch Legionellen zu schützen, ist eine physikalische Barriere die überlegene Lösung. Ein hochwertiger Legionellenfilter an Dusche und Wasserhahn ist die einzig konsequente Antwort auf das unsichtbare Risiko und die beste Investition in die eigene Gesundheit.

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  • Erstellt am 30.08.2025 - 00:02Uhr | Zuletzt geändert am 30.08.2025 - 08:21Uhr
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