Motoröl aus Kleidung bekommen: So gelingt es!

Motoröl aus Kleidung bekommen: So gelingt es! Görlitz, 10. Januar 2022. Wer gern an Autos herumschraubt, kennt das Problem mit Sicherheit: Motoröl auf der Kleidung! Auch wenn man für Reparaturen am Auto Werkstattklamotten oder alte Sachen anzieht, bleibt ein Risiko: Motoröl aus dem Fahrzeug enthält bei der Spritverbrennung entstandene krebserregende Kohlenwasserstoffe und kann außerdem durch die Haut wandern. Also sollte Motoröl aus der Kleidung entfernt werden, doch wie gelingt das schnell und gut? Antworten und Tipps hat der Görlitzer Anzeiger.

Abb. Sich mit Motoröl beschmieren und dann auch noch die Kleidung? Mit dem Trabant des Görlitzer Anzeigers wäre das nicht passiert! Trabifahrer wissen, weshalb.

Foto: © Görlitzer Anzeiger

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Sich mit Motoröl beschmiert? Jetzt heißt es schnell sein!

Thema: Ratgeber

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Wichtiger Hinweis: Fleckentfernung von Textilien ist ein heikles Thema, weil Hilfsstoffe – etwa Alkohol oder Benzin – die Farbe der Kleidung und die Fasern dauerhaft schädigen können; deshalb sollte man gegebenfalls erst einmal an unauffälliger Stelle testen. Auch mechanisches Einwirken kann den Fleck "verschlimmbessern". Für den Erfolg der Fleckentfernung oder dabei verursachte Schäden kann der Görlitzer Anzeiger keine Haftung übernehmen. Unter Umständen ist es besser, vor eigenen Versuchen einen professionellen Reinigungsbetrieb zu kontaktieren.

Am wichtigsten, damit Motoröl-Flecken aus der Kleidung entfernt werden können, ist die zeitnahe Reinigung. Das heißt, dass so schnell wie möglich erste Schritte unternommen werden, damit das Kleidungsstück wieder sauber wird. Der Grund dafür einfach: Je länger auf dem Stoff bleibt, desto stärker zieht es ein beziehungsweise reagiert es chemisch mit den Fasern, bis es sich kaum noch oder gar nicht mehr spurlos entfernen lässt.

Ab in die Waschmaschine, aber nicht in den Trockner!

Im Grunde sollten mit Motoröl beschmutzte Kleidungsstücke möglichst schnell in der Waschmaschine gewaschen werden – aber: Eine Vorbehandlung mit Hausmitteln ist zu empfehlen, damit einerseits die Waschmaschine geschont und andererseits das Kleidungsstück bereits auf die Wäsche vorbereitet wird. Als Erstes jedoch sollte mit Papier von der Küchenrolle oder einem saugfähigen Tuch so viel Öl wie möglich aus dem Kleidungsstück herausgetupft werden, damit die anschließende Reinigung so leicht wie möglich geht. Bitte beachten: Tupfen, nicht reiben, sonst wird alles nur noch schlimmer!

Anschließend können verschiedene Hausmittel verwendet werden, um die gröbste Reinigung durchzuführen. Grundsätzlich geeignet sind Mehl, Speisestärke, Babypuder und Katzenstreu, um noch mehr Öl aufzusaugen, während dem Fleck an sich mit Spülmittel, Butter, Gallseife oder auch Alkohol und unter bestimmten Umständen Wasch- oder Feuerzeugbenzin zu Leibe gerückt werden kann. Auch hier gilt es, nur zu tupfen und nicht zu reiben.

Tipp:
Um einen Ölfleck aus der Kleidung aufzusaugen, eignet sich Katzenstreu hervorragend. Um jedoch den zurückbleibenden Motorölfleck zu beseitigen, hat sich die weitere Behandlung mit Gallseife in Kombination mit einem anschließenden Waschgang bewährt. Besonders für dunkle und unempfindliche Kleidung kann Waschbenzin vorsichtig verwendet werden. Bei allen Hausmitteln ist auf die Dosierung zu achten, damit die Kleidung nicht beschädigt oder die Gesundheit gefährdet wird. Gerade bei Benzin sollte man den Hautkontakt vermeiden und für gute Belüftung sorgen.


Nach der Vorreinigung wird das Kleidungsstück in die Waschmaschine gegeben und ein passender Waschgang für das Material ausgewählt. Sofern das Kleidungsstück für hohe Waschtemperaturen geeignet ist, sollten diese gewählt werden; das erleichtert es, den Fleck möglichst spurlos verschwinden zu lassen. Nach der Waschmaschine wird das Kleidungsstück auf der Wäscheleine getrocknet. Sollte der Fleck noch nicht entfernt sein, kann ein weiterer Reinigungsgang mit den oben genannten Hausmitteln sowie einer erneuten Maschinenwäsche zum Erfolg führen.

Tipp:
Auch wenn das Kleidungsstück für den Wäschetrockner geeignet ist: Ein mit Öl beflecktes Kleidungsstück – ob nun zusätzlich vom Regen durchnässt oder nach dem Waschen noch immer befleckt – sollte niemals in den Trockner gegeben werden, da dies den Trockner beschädigen kann.

Motoröl-Flecken künftig vermeiden

Damit in Zukunft keine mit Motoröl befleckten Kleidungsstücke die Arbeit unterbrechen, weil sie schnell und mit viel Aufwand vom Öl befreit werden müssen, sollte man das Unheil möglichst von vornherein vermeiden. Für den Fall, dass man sich doch einmal mit Öl bekleckert, kann man ein Stück weit vorgesorgen. Aber wie?

Einerseits ist alte Kleidung bei Reparaturen am Auto zweckmäßig, sodass Flecken und Verschmutzungen nicht allzu schlimm sind. Bei alten Kleidungsstücken müssen Flecken zwar nicht so schnell entfernt werden wie bei den "guten Sachen", dennoch sollte man sie im Falle eine Falles gleich ausziehen, damit das Motoröl nicht auch noch die Unterwäsche verschmutzt oder zur Haut durchdringen kann. Ein wenig Umsicht bei Arbeiten am Auto hilft, dass die Kleidung nicht durch Betriebsflüssigkeiten beschmutzt wird.

Vorsicht beim Ölwechsel am Auto

Mit Motoröl sollte man vorsichtig sein, denn es muss exakt ein für den Motor vorgeschriebenes Motoröl ausgewählt werden. Es reicht nicht aus, nur nach Benzinmotoren und Dieselmotoren zu unterscheiden und vielleicht noch nach den Baujahren der Motoren. Es muss wirklich sorgfältig ausgewählt werden, welches Motoröl für welches Auto oder besser für welche genaue Motorisierung gekauft wird!

Für den Motorölwechsel selbst noch einige Hinweise: Der Motor sollte nicht zu kalt sein, damit das Altöl gut ablaufen kann; allerdings sollte man heiße Motoren erst einmal abkühlen lassen. Handwarm ist ein guter Richtwert, um mit dem Ölwechsel zu beginnen. Dabei ist es besser, das Motoröl über die Ölablassschraube ablaufen zu lassen. Das bequemere Abpumpen über einen Saugschlauch hingegen hinterlässt mehr Altöl im Motor. Ein Spülöl einzusetzen, um das Altöl noch besser zu entfernen, ist in aller Regel nicht erforderlich, das sollte nur nach fachmännischem Rat erfolgen. Unbedingt gewechselt werden sollte bei einem Ölwechsel der Ölfilter.

Beim Einfüllen des neuen Motoröls muss der Füllstand entsprechend den Linien am Messstab genau beachtet werden – zu viel Öl im Motor kann ebenso zu einem kapitalen Motorschaden führen wie zu wenig Öl! Dass der Motor dicht sein muss, versteht sich von selbst. Nicht vergessen werden darf die ordnungsgemäße Entsorgung des Altöls.

Tipp:
Zwar ist ein Ölwechsel im Prinzip eine einfache Angelegenheit, dennoch sollte er besser in einer Meisterwerkstatt erfolgen. Das bewahrt nicht nur vor Folgeschäden, sondern auch vor Motoröl-Flecken auf der Kleidung.

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  • Quelle: red | Foto: © Görlitzer Anzeiger
  • Erstellt am 10.01.2023 - 09:14Uhr | Zuletzt geändert am 17.01.2023 - 11:00Uhr
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