Wohnen, wo der Bischof residierte

Wohnen, wo der Bischof residierteGörlitz, 8. Februar 2019. Wenn auf den Frühjahrs-Auktionen der Sächsischen Grundstücksauktionen AG der Hammer geschwungen wird, kommen auch Immobilien aus Ostsachsen zur Versteigerung. Ob nun zur Eigennutzung oder zum Geldunterbringen, manche Objekte sind recht interessant.
Symbolfoto: Eine Geldanlage in "Betongold" oder zur Selbstnutzung: Eine wohlüberlegte Investition in Immobilien ist oft eine gute Geldanlage

Große Immobilienauswahl – nicht nur auf den Bauch hören

Große Immobilienauswahl – nicht nur auf den Bauch hören

Wohnen kennt heutzutage viele Spielarten (Symbolfoto)

Der brandneue Auktionskatalog listet 107 Immobilien aus ganz Mitteldeutschland auf. Bei einem Auktionslimit von rund 6,9 Millionen Euro liegt das durchschnittliche Mindestgebot bei knapp 64.500 Euro, wobei teils erhebliche Ausschläge nach oben und unter zu erwarten sind.

Dresden ist nicht nur als Stadt zum Leben interessant, sondern lockt immer wieder mit interessanten Immobilien. Diesmal kann beispielsweise ein attraktives, freistehendes Einfamilienhaus in Dresden-Laubegast ab 298.000 Euro den Eigentümer wechseln. Die ruhige Lage, rund 90 Quadratmeter Wohnfläche und ein gepflegter Garten lassen die Fantasie ebenso anspringen wie die Lage nahe den Elbwiesen und damit der Elbe.

Für ein weiteres Einfamilienhaus in Dresden-Hellerau muss man etwas mehr Geld mitbringen, dafür befindet sich das Haus sich in einem sehr guten Zustand und kann sofort bezogen werden – mindestens 475.000 Euro sind gefragt. Wer gleich richtig zuschlagen will: An die Immobilie grenzt ein Baugrundstück mit eigener Zufahrt, das ab 175.000 Euro erworben werden kann.

Es muss ja nicht immer ein Haus sein. In Dresden-Mickten steht eine Maisonette-Wohnung steht zum Verkauf, die ca. 75 Quadratmeter (vermietet) erleichtern um mindestens bei 105.000 Euro. Falls ein Büro in einer Gründerzeitvilla interessant ist, kann man ein solches in einer Gründerzeitvilla in Dresden-Trachau zum Startpreis von 129.000 Euro erwerben. Dafür bekommt man knapp 120 Quadratmeter.

Möglicherweise erwirbt man mit der bischöflichen Sommerresidenz "Piushaus" in Schirgiswalde-Kirschau gleich höheren Segen mit. Am Mindestgebot von 150.000 Euro ändert das freilich nichts. Es handelt sich um das denkmalgeschützte Herrenhaus des ehemaligen Rittergutes, das im 17./18. Jahrhundert im Barockstil erbaut wurde und über attraktive Details wie Holztüren und französische Architekturtapeten verfügt.

In der östlichsten deutschen Stadt Görlitz wird ein unter Denkmalschutz stehendes Wohn- und Geschäftshaus als "renditestarkes Objekt" aufgeführt. Um eventuell in den Genuss der Rendite zu gelangen, müssen mindestens 299.000 Euro auf den tisch gelegt werden. Nahe dem Stadtzentrum wird hier von einer guten Wohn- und Geschäftslage gesprochen.

Aber auch Zittau, mit dem Dreiländereck Kulturhauptstadtbewerberin für das Jahr 2025, ist Investitionsstandort: In unmittelbarer Nähe zur Hochschule wird ein überwiegend vermietetes Wohn- und Geschäftshaus verkauft, wofür mindestens 179.000 Euro erwartet werden. Weitere Angebote aus Zittau, Seifhennersdorf, Ebersbach-Neugersdorf und von anderenorts verdienen Beachtung, so auch ein teilvermieteter Dreiseithof in Löbau, der für mindestens 9.000 Euro versteigert wird.

In Arnsdorf kommt mit einem ehemaligen Bahngebäude ein Objekt der unteren Preiskategorie unter den Hammer – ab 3.000 Euro hat man die Chance auf den Zuschlag auf ein laut Katalog allerdings insgesamt ruinöses Gebäude mit allerdiings 4.393 Quadratmetern Grunddtück, von dem ein knappes Viertel verpachtet ist.

Ungeübt in Immobilienangelegenheiten?

Wer sich in Immobilien und mit Grundstücksauktionen nicht auskennt, sollte sich gründlich informieren. Dabei hilft der Auktionskatalog der Frühjahrs-Auktion 2019 (kann auch unter Telefon 0351 - 4 37 08 00 oder per E-Mail an info@sga-ag.de kostenlos angefordert werden), der neben den zur Versteigerung gelangenden Objekten auch Erläuterungen der Notare, ein Vertragsmuster und die Versteigerungsbedingungen enthält.

Der bundesweit tätige Finanzconsultant Rolf Domke begleitet als Immobilienmakler auch Kunden fachlich, die über andere Makler kaufen und verfügt daher über einen großen Erfahrungsschatz. Er verweist gegenüber dem Görlitzer Anzeiger darauf, dass Immobiliengutachten nicht immer brauchbar sind und man grundsätzlich gut beraten ist, den Marktwert eines Objektes unter Hinzunahme professioneller Hilfe zu ermitteln, bevor man Geld in die Hand nimmt oder sich auf eine Kreditfinanzierung einlässt.

Mitbieten!
Alle Objekte aus Ostsachsen kommen in Dresden und Leipzig zur Auktion. Die Sächsische Grundstücksauktionen AG verkauft ausschließlich Immobilien, die von den Eigentümern auf freiwilliger Basis eingeliefert wurden.

  • Freitag, 1. März 2019, 11 Uhr,
    NH-Hotel Messe Leipzig, Fuggerstraße 2, 04158 Leipzig:
    Immobilien aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt

  • Dienstag, 5. März 2019, 11 Uhr,
    Hotel Elbflorenz, Rosenstraße 36, 01067 Dresden:
    Immobilien aus Sachsen

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  • Quelle: red | Foto außen: quinntheislander / Quinn Kampschroer, Foto innen: kirkandmimi / Kirk Fisher, beide Pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 08.02.2019 - 09:48 Uhr
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