Filmland Oberlausitz

Zittau. Nach Görlitz (The Reader) ist jetzt die Stadt im Dreiländereck mal dran, Hollywood-Flair zu genießen. Die Schiwago-Film verfilmt rund um die Zittauer Uhreninsel Taboris "Mein Kampf", einen mit schwarzem Humor gespickten Blick auf den jungen Hitler in Wien. Als Starschauspieler sind Götz George und Tom Schilling dabei.

"Mein Kampf" entsteht in Zittau

Die Schiwago Filmproduktion aus Berlin wird von den Produzenten Martin Lehwald, Michal Pokorny und Marcos Kantis geleitet. Seit 1999 stellt die Schiwago Filmproduktion verschiedene Kinofilme („Muxmäuschenstill“) und auch Fernsehfilme („Im Meer der Lügen“) her.

Für den Dreh in Zittau übernehmen Frank Zahl als Produktionsleiter und Roland Pfannhauser als Erster Aufnahmeleiter die Organisation vor Ort im Büro in der Rathenaustraße. Die Szenenbildnerin Carola Gauster und Ihr Team sind für die Entwürfe und die Leitung der Bauarbeiten zuständig. Ein Team von mehr als 30 Personen, bestehend aus Kamerateam, Kostümabteilung, Maskenbildnern, Toncrew, Beleuchtern und natürlich auch vielen Schauspielern und Statisten wird Anfang Mai 2008 nach Zittau kommen und bei der Realisierung des Films mitwirken.

Ein langjähriges Projekt

Das Projekt, George Taboris Theaterstück „Mein Kampf“ zu verfilmen, ist ein langjähriges Projekt der Schiwago Film. Das Thema an sich ist durchaus schwierigen und sperrig, die Finanzierung kompliziert und knapp bemessen.

„Mein Kampf“ erzählt die Geschichte des jungen Hitlers, der 1910 nach Wien kommt, um sein Glück an der Kunstakademie zu versuchen. Mittellos lebt er in dieser Zeit in einem Männerwohnheim und lernt den jüdischen Buchhändler Schlomo Herzl kennen, der ihn unterstützt, ihm hilft und ihm am Ende sogar rät, in die Politik zu gehen.

Tabori erzählt die Geschichte an Fakten angelehnt so, wie sie hätte sein können, und wirft einen satirischen, mit schwarzem Humor gespickten Blick auf die Figur Hitler, bevor dieser zu einem diktatorischen Ungeheuer wurde.

Dreharbeiten etwa vom 6. Mai bis 18. Juni 2008

Zittau dient als Kulisse für die Gassen des Stadtrandgebietes Wiens, das Postamt und schließlich auch das Männerwohnheim. Die Dreharbeiten finden etwa zwischen dem 6. Mai und dem 18. Juni 2008 statt. Die Hauptdrehorte und Kamerastandpunkte bewegen sich im Umfeld Baderstraße, Breite Straße, Amalienstraße und Mandauer Berg. Verständlicherweise müssen die Straßen oft gesperrt werden, damit nichts Störendes um Bild ist. Die Filmgesellschaft bittet die Anwohner recht herzlich um Mithilfe und Verständnis.

Informationsveranstaltung:
2. April 2008, 19 Uhr
Rathaus Zittau, Bürgersaal

Mehr:
http://www.schiwagofilm.de

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  • Quelle: /red
  • Zuletzt geändert am 31.03.2008 - 15:11 Uhr
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