Kostbare Schenkung an das Kulturhistorische Museum Görlitz

Kostbare Schenkung an das Kulturhistorische Museum GörlitzGörlitz, 2. September 2019. Außergewöhnliche Schenkungen gehören zu den Sternstunden jedes Museums. Das Görlitzer Kulturhistorische Museum erhielt jetzt eine besonders kostbare Spende: Andreas Lesser aus München übergab zwei barocke Silberbecher, die er zuvor in einem Wiener Auktionshaus eigens mit der Absicht erworben hatte, sie dem Görlitzer Museum zu stiften.

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Museen sind auf Förderer und Mäzene angewiesen

Thema: Ausstellungen in Görlitz und Umgebung

Ausstellungen in Görlitz und Umgebung

Görlitz verfügt nicht nur über fast 4.000 Baudenkmale, sondern ist eine Stadt der Museen und Ausstellungen. Hier befinden sich beispielsweise das Kulturhistorische Museum, das Schlesische Museum zu Görlitz, das Museum der Fotografie und das Senckenberg Museum für Naturkunde, im polnischen Teil der Europastadt das Lausitz-Museum. Darüber hinaus gibt es häufig Sonderausstellungen an anderen Orten, auch im Umland der Stadt.

Bei den Bechern handelt es sich um prachtvolle Arbeiten zweier Görlitzer Silberschmiede des 17. und 18. Jahrhunderts. Auf einem Becher, der um 1695 geschaffen wurde, ist Kaiser Leopold I. dargestellt. Der andere Becher entstand anlässlich der Hochzeit des Görlitzer Juristen Johann Georg Neumann im Jahr 1711.

Beide werden zukünftig in der Silberkammer im Barockhaus Neißstraße 30 dauerhaft zu sehen sein. Sie ergänzen die Sammlung an Görlitzer Silber der Barockzeit, die das Museum seit einigen Jahren neu aufbaut. Die alte Silbersammlung des Museums, zu der auch Teile des Ratssilbers gehörten, war 1945 vollständig verlorengegangen. In der Barockzeit zählte Görlitz zu den überregional bedeutenden Orten der Silberschmiedekunst. Allerdings ist Görlitzer Silber heute auf dem Kunstmarkt eher selten zu finden und erzielt entsprechende Preise.

Dem Kulturhistorischen Museum war es daher bisher nicht möglich, aus eigener Kraft Görlitzer Silberarbeiten zu erwerben. Umso dankbarer ist es für die Unterstützung, die es jetzt durch die Schenkung erfahren hat. Herr Lesser engagiert sich seit vielen Jahren für den Erhalt von Kulturdenkmalen und Kunstgut im Osten Deutschlands. So unterstützt er intensiv das Stadtmuseum von Nordhausen und die thüringische Landesgeschichtsforschung. Sein selbstloses Engagement ist gelebtes Mäzenatentum, auf das Museen zu allen Zeiten angewiesen waren und von dem sie auch in der Gegenwart sehr profitieren. Ihre Aufgabe des Sammelns und Bewahrens von Kulturgut bleibt ein bürgerschaftliches Gemeinschaftswerk für die kommenden Generationen.

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  • Quelle: red | Foto: Görlitzer Sammlungen
  • Erstellt am 02.09.2019 - 07:35Uhr | Zuletzt geändert am 02.09.2019 - 07:41Uhr
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