Landkreis Görlitz: Hier entsteht der Knaller der Zentrallausitz!

Kulturinsel Einsiedel, 16. November 2015. Von Thomas Beier. Schlimmer geht immer, sagt der Volksmund. Noch verrückter und durchgeknallter geht allerdings auch, wie die Kulturinsel Einsiedel seit Jahrzehnten beweist. Der Görlitzer Anzeiger lüftet das Geheimnis um die neue Großbaustelle der Kulturinsel Einsiedel, die von der Straße zwischen Görlitz und Rothenburg/O.L., der Staatsstraße S 127, zu sehen ist. Selbstverständlich entsteht - was sonst - etwas noch nie Dagewesenes.

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Die Geschichte einer Enthüllung

Thema: Turisede

Turisede

Die frühere Kulturinsel Einsiedel ist inzwischen aufgegangen in der Geheimen Welt von Turisede, dem wenige Kilometer nördlich von Görlitz gelegenen Ferienresort für Abenteuer und Kultur für Kinder und Erwachsene. Hier gibt es viele Übernachtungsmöglichkeiten, vom 1. Deutschen Baumhaus-Hotel bis zum Vögelbaumbett und zum Campingplatz. Einige der Angebote: Das KRÖNUM ("Theater zum Essen"), Spiellandschaften, Turisede-Museum, Zauberschloss, Geheimgänge, Schatzsucherspiel, Piratenschiff, Feuerschenke, Galeriecafé, Erlebnisdorf Bielawa Dolna mit Seh-Café und geheimem VERSTECKUM, Baumhausgalerie u.v.a.m. Thematische Höhepunkte sind das Auenlandorakel und die Feuerlohen der Wünsche zur Sommensonnenwende, das FUNKELORUM zur Walpurgisnacht, das FOLKLORUM – Festival der Turisedischen Festspiele, das HÖLLOWUM und das SPIELUM.

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Jürgen Bergmann, Spiritus Rector und wichtigster Turisede-Gelehrter der Kulturinsel Einsiedel bei Görlitz, steht auf und schließt die Tür, die nur einen Spalt breit offen steht. Dann verriegelt er die Fenster und legt ein Kissen aufs Telefon, ehe er sein Handy vom Akku befreit. Leise, sehr leise, sagt er: "Thomas, das darf keiner wissen. Das gibt es noch nicht und wird es so schnell auch nicht woanders geben. Wir sind und bleiben die Ersten."

Worum geht es denn hier?

Die damals unter dem denkbar größten Siegel der Verschwiegenheit weitergegebene Information gelangt heute erstmals an den Tag. Es geht um das Bauwerk, das auf dem Gelände des früheren FOLKLORUM-Parkplatzes entsteht. In Jahr 2017 soll es fertig sein.

Bagger haben hier ein enormes Loch in die Erde gegraben, das irgendwie rund aussieht. Es ist der Platz, an dem nach dem KRÖNUM - der bis ins Detail rekonstruierten turisedischen Krönungshalle - ein weiteres Bauwerk turisedischer Prägung entsteht: Ein unterirdisches Zirkuszelt.

Der Zirkus taucht ab

Ein unterirdisches Zirkuszelt? Unirdisch wäre diesen Kulturinsulanern ja noch zuzutrauen gewesen, aber unterirdisch? Nun ja, nicht ganz, denn das Zelt der Zirkuskuppel wird vom Sonnenlicht noch erreicht. Aber die Manege wird in der Tat eingelassen sein in die turisedische Sandformation, einst angespült, als die Neiße noch mit Urgewalt durchs Tal preschte.

Auch wichtige Elemente des Zirkusprogramms stehen schon fest - doch kreuzt an dieser Stelle der Zeigefinger die Lippen. Wer die Hauptakteure des Zirkusprogramms kennenlernen möchte, kann sich flugs noch für den stets alleraktuellsten Newsletter der Kulturinsel Einsiedel anmelden.

Geduld!


Geduld allerdings ist gefragt bis zur Zirkuseröffnung, ein anderthalbes Jährchen braucht das noch, bevor die Manege ihre magische Kraft entfaltet. Doch bis dahin - welch Trost! - bietet sich das KRÖNUM mit seiner Dinnershow, dem "Theater zum Essen" (Bertolt Brecht, von dem das Zitat "Zuerst kommt das Fressen!" stammt, hätte sicherlich gesagt "Essen zum Theater") als formidabler Ersatz an.

Dafür - wie für alle Kulturinsel-Attraktionen - gibt es auch Gutscheine. Das ist ein Tipp mit dem turisedischen Holzhammer für alle, die sich jedes Jahr quälen mit der Frage: Was soll ich nur schenken?

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  • Quelle: Thomas Beier | Fotos: © www.goerlitzer-anzeiger.de
  • Erstellt am 16.11.2015 - 18:08Uhr | Zuletzt geändert am 26.11.2015 - 11:05Uhr
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