Gegen Knöllchen gewehrt
Zittau, 29. Juni 2013. Dass man Knöllchen nicht frisch-fröhlich-frei verteilen kann, musste das Zittauer Ordnungsamt lernen - und zwar von dem Gericht, vor das es einen zahlungsunwilligen, aber zivilcouragierten Bürger gebracht hatte. Der Zittauer Anzeiger, eine der Schwesterausgaben des Görlitzer Anzeigers, hat die illustrierte "Chronologie eines Bußgeldverfahrens" von Steffen Golembiewski, der die Bürokratie-Posse erleben musste, veröffentlicht.
Kommentare beim Görlitzer Anzeiger auf Facebook
Auf der Facebook-Seite des Görlitzer Anzeigers wird der Vorgang aus Görlitzer Sicht diskutiert.
So schreibt der Lausitz Matrix Mann, Schriftsteller und Jazzhappen-Mitmacher Mike Altmann: "Der Aufwand steht natürlich in keinem Verhältnis für den Einzelnen - aber für die Gemeinschaft schon. Hut ab! Auch in Görlitz ist mir die rigide Art bei Straßenkehraktionen ein Dorn im Auge. In der Altstadt werden ganze Straßen für sechs bis sieben (!!!) Stunden mit Halteverbot belegt. Dort fährt dann eine kleine Kehrmaschine (große kommen nicht durch die engen Gassen) für wenige Minuten durch, immer zur selben Zeit, weil es auch keinen Sinn macht, die Routen ständig zu ändern. Also dürfte doch das Ordnungsamt in der Lage sein, Schilder aufzustellen, die max. 2 Stunden die einzelnen Straßen freihalten. Das macht dann aber wohl zu viel Aufwand?!"
Und Steffen Cieplik kritisiert fehlendes moralisches Grundempfinden: "Görlitz ist da nicht besser - die haben hier sogar Knöllchen verteilt, als das Hochwasser kam und viele Leute Ihre Autos vor der Flut retten wollten, indem sie weiter oben in die Altstadt geparkt haben! Mir haben sie auch einen Gruß am Scheibenwischer hinterlassen. Rings um die Peterskirche war kein Fleckchen mehr frei und während unten am Ufer freiwillige Helfer gemeinschaftlich Sandsäcke stapelten, wurden sie ein paar Straßen weiter oben an ihren PKWs abgezockt. Ich möchte gerne glauben, unsere "Ordnungshüter" seien zu einem halbwegs moralischem Grundempfinden in der Lage, doch wenn selbst Naturkatastrophen ausgenutzt werden, um sich ein paar Euros dazu zu verdienen, dann ist das wohl eher Wunschdenken. Und eigentlich auch ein Skandal."
Fabian Stern wünscht sich Knöllchen auch mal an anderer Stelle: "Anders herum werden aber auch in Straßen, in denen es völlig zurecht ein Parkverbot gibt anscheinend keine Knöllchen verteilt, sehr zum Nachteil für alle Fußgänger..."
Erfahren Sie die ganze Anti-Köllchen-Story
im Zittauer Anzeiger vom 28. Juni 2013:
Bürger Golembiewski wehrt sich erfolgreich gegen Knöllchen
Der Görlitzer Anzeiger gemeinsam mit dem Bautzener Anzeiger,
Weißwasseraner Anzeiger und Zittauer Anzeiger auf Facebook:
https://www.facebook.com/GoerlitzerAnzeiger
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- Quelle: red
- Erstellt am 29.06.2013 - 07:57Uhr | Zuletzt geändert am 29.06.2013 - 08:26Uhr
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