Diebstahl auf dem Friedhof
Görlitz. Diebstahl ist verachtungswürdig, auch wenn er in jeder Gesellschaft vorkommt. Jeglicher Respekt aber fehlt, wenn von Friedhöfen - wo Menschen mit der letzten Ruhe ihren Frieden finden sollen - gestohlen wird. Die Mitarbeiter des Städtischen Friedhofes beklagen, dass die beiden Zierurnen der Grabstelle mit dem Galvanoengel (B-045, Hoffmann, Buchdruckerei Hoffmann & Reiber) auf dem Alten Friedhof entwendet worden sind.
Appell an die Täter
Festgestellt wurde der Diebstahl am 10. Oktober 2011.
"Wer macht sich auf derartige Weise die Hände schmutzig? Sind es Diebe, die Kunstwerke in kleine Stücke schneiden und dann für wenig Geld als Schrott verkaufen? Sind es Kunstliebhaber, die mehr als nur Schrottgeld wollen? Sind es Menschen, die glauben, alles werde vergeben?", fragt sich Evelin Mühle, die Leiterin des Städtischen Friedhofes.
Der Friedhof ist ein öffentlicher Ort, der Kulturgut aus unterschiedlichen Epochen beherbergt - die Kultur des kleinen Mannes und die der reichen Familie. Darunter sind Kunstschätze von großem Wert, die nicht wiederbringlich sind. Die beiden gestohlenen Zierurnen gehören dazu, so Evelin Mühle.
Man bedenke: In der DDR-Zeit, als die Gesellschaft sich an der sozialistischen Moral orientierte, blieben die Friedhofskunstwerke unangetastet. Nach der friedlichen Revolution wurden sie teils mit Spendengeldern restauriert - und heute gestohlen. Die Mitarbeiter des Friedhofs sind wütend und traurig zugleich.
Zeugenaufruf!
Wer in den vergangenen Tagen jemanden an der Grabstelle beobachtet hat und sachdienliche Hinweise geben kann, sollte dies dringend bei einer Polizeidienststelle oder bei der Friedhofsverwaltung tun.
Appell!
An den oder die Täter bleibt zu appellieren: Vielleicht wart Ihr Euch der Tragweite dieses Diebstahls nicht bewusst. Die Friedhofsmitarbeiter würden sich sicher freuen, die Urnen einfach wieder aufzufinden.
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- Quelle: red | Foto: Stadtverwaltung Görlitz
- Erstellt am 11.10.2011 - 10:10Uhr | Zuletzt geändert am 11.10.2011 - 10:10Uhr
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