Weckruf für deutsche Kommunen

Weckruf für deutsche KommunenBerlin. Volker Remy setzt sich in seinem neuen Buch „Die Imagefalle“ mit den althergebrachten Image-Strategien für Städte, Regionen und Bundesländer auseinander.

"Die Imagefalle" - Neues zum Standortmarketing

Er empfiehlt den Verantwortlichen, die veralteten Image-Strategien der letzten Jahrzehnte über Bord zu werfen und sie durch ein neues, auf Identitäten basierendes Marketing zu ersetzen. „Die kommunalen Verwaltungen verschlafen Vermarktungs-Chancen, wenn sie weiterhin darauf verzichten, bleibende interne Strukturen für ein effizientes Standort- und Regionalmarketing aufzubauen“, meint Volker Remy.

In der "Imagefalle" geht es im Kern um die Ablösung des Begriffs „Image“ zugunsten des Identitätsgedankens als den entscheidenden Faktor im Standortwettbewerb von Städten und Regionen. Das Buch spannt thematisch den Bogen vom Dorf bis ins Zentrum der Metropole. In der Verschiedenheit der Menschen und Regionen sieht der Autor einen ungeheuren Vorteil.

Dass es keine genormten Kommunikationslösungen für ein erfolgreiches Standortmarketing geben kann, verdeutlicht Volker Remy mit dem Satz: „Jede Stadt, jede Region ist unterschiedlich. Ihre Menschen, die Charaktere und ihre Kreativität bilden den Grundstock einer modernen Marketing-Konzeption. Es kann also wegen dieser Verschiedenheit keine Standardlösungen geben, doch genau darin liegt die Chance, es richtig zu machen“.

Im Lichte der neuesten Veröffentlichungen zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland, entwirft der Autor spannende Perspektiven für die deutschen Provinzen, Großstädte und Metropolen. Es sind stilistisch mitreißende Szenen, wenn er etwa über die Metropolen des Jahres 2020 spricht, oder den Aderlass in den Provinzen: „Alles, was dort in den kommenden Jahrzehnten aufgrund der soziodemografischen Revolution geschieht, wird die Identitäten dieser Orte ganz entscheidend verändern. Es geht um Szenarien, für die es bislang keine Parallelen gibt.“

Der Geschäftsführer des Graco Verlags Berlin, Christian Dabbert: „Die Imagefalle ist weniger ein Ratgeber im Sinne der bekannten „So-macht-man´s-richtig-Literatur“. Sie ist vielmehr ein Bewusstseinsschärfer für die kommenden Kommunikationsaufgaben auf diesem Gebiet. Erst wenn man die ganze Dimension des demografischen Umbruchs verinnerlicht, wird die Komplexität dieser Aufgabe erst richtig klar. Dafür leistet unser Autor Volker Remy einen wirklich gelungenen Beitrag.“ Anhand typischer Beispiele zeigt er auf, warum viele Anstrengungen im Bereich des Standortmarketing ins Leere laufen, aber auch, wie man es richtig macht, wenn statt „Imagedenken“ der „Identitätsgedanke“ den Ton angibt.

Das knapp 200 Seiten starke Buch gibt zum Schluss auch praktische Hinweise für Entscheider in den Kommunen, wie man sich den passenden Agenturpartner an Bord holt, um werbliche und öffentlichkeitsbezogene Aktivitäten in Szene zu setzen. Daher spricht die Imagefalle beide Seiten an: Länder und Kommunen sowie Kommunikationsagenturen. Letztere, so die Meinung des Autors Volker Remy, hätten einen erheblichen Nachholbedarf bei der Realisierung des Potenzials, das hier auf sie warte. Bei seinen Monate langen Recherchen fiel ihm auf, wie wenig Werbe- und PR-Agenturen sich mit den Themen Standort-, Stadt- und Regionalmarketing befassen.

Der Graco Verlag Berlin ist ein junger Verlag, der sich über ein spezielles kultur- und wirtschaftsbezogenes Verlagsprogramm positioniert.

Buchtipp:

Die Imagefalle - Identitätsmarketing für Städte und Regionen im Zeichen der soziodemografischen Zeitenwende
von Volker Remy,
erschienen im Graco Verlag Berlin,
ISBN 3-00-018462-7

Seit gestern im Buchhandel erhältlich.

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  • Quelle: /openPR0607100935 /Graco Verlag Berlin
  • Zuletzt geändert am 11.07.2006 - 20:10 Uhr
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