Ermittlungsgruppe „Albertstadt“ - Staatsschutz ermittelt
Dresden. Nach dem Brand in der Albertkaserne der Bundeswehr in Dresden in der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag hat das Landeskriminalamt Sachsen am 14. April 2009 die Ermittlungsgruppe „Albertstadt“ gebildet. Nachdem zunächst die Anzahl der Fahrzeuge, die durch den Brand zerstört bzw. stark beschädigt wurden, zunächst auf 30 geschätzt worden war, musste diese auf 42 präzisiert werden. Das Schleppdach, unter dem einige Fahrzeuge abgestellt waren und das stark in Mitleidenschaft gezogen worden war, wurde gehoben. Die Ermittler wollen auch dort weiter nach Spuren suchen.
Bekennerschreiben eingegangen?
Am 15. April 2009 ist beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) - Redaktion Sachsenspiegel - auf dem Postweg ein Schreiben eingegangen. Ein gleichlautendes Schreiben hat die Redaktion der Frankfurter Rundschau erhalten.
Der MDR hat den Brief dem Landeskriminalamt Sachsen übergeben. Derzeit wird eine kriminaltechnische Untersuchung und eine Authentizitätsprüfung sowie Bewertung des Inhalts vorgenommen.
Verfasser des Schreibens ist eine „Initiative für ein neues blaues Wunder“, die sich allgemein gegen die Auslandseinsätze der Bundeswehr und für die Abrüstung von Kriegswaffen ausspricht. Dem Landeskriminalamt Sachsen liegen momentan keine Erkenntnisse zu dieser Gruppierung vor.
Die Tatortarbeit, Spurensuche und -sicherung wurde auch am 15. April auf dem Gelände der „Albertstadtkaserne“ fortgesetzt.
Hinweistelefon:
Wer Hinweise hat oder Zeuge ist, sollte sich bei einer anderen als bisher bekannt gegebenen Rufnummer beim Landeskriminalamt Sachsen melden:
Richtig ist jetzt Tel. 0351 - 855-4103. Hinweise nimmt natürlich auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Kommentar
Damit eins klar ist: Gewalt lässt sich nicht mit Gewalt bekämpfen, sondern erzeugt nur Gegengewalt. Das wusste schon Mahatma Ghandi, und das werden die verträumten Kriegsgegner als "blaues Wunder" selbst erleben.
Es scheint unwahrscheinlich, dass hier "professionelle Terroristen" am Werk waren. Wer sich an einem vergleichweise harmlosen Fuhrpark vergreift, der - trotz Millionenschadens - die Staatsarmee nicht beeinträchtigt, liefert nur eins: Eine Steilvorlage für Vater Staat, sich noch mehr in der "Terrorismusbekämpfung" zu engagieren.
Schön blöd,
meint Ihr Fritz R. Stänker
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- Quelle: /FRS
- Erstellt am 15.04.2009 - 19:49Uhr | Zuletzt geändert am 15.04.2009 - 20:03Uhr
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