Zurück in der DDR
Kischinau (Chişinău, russ. Кишинёв). Maik Gramatte, maßgeblicher Mitentwickler des von BeierMedia.de vermarkteten Content Management Systems selfCMS.net, hält sich zurzeit in der Republik Moldau (Moldawien) auf. Für den in Sohland am Rotstein aufgewachsenen Programmierer und Internet-Experten ist es eine Zeitreise zurück in DDR-Verhältnisse - vielleicht ein guter Urlaubs-Tipp für alle Jammer-Ossis. Die Republik Moldau ist - was das Verhältnis zu Russland und den Transnistrien-Konflikt betrifft - durchaus ein Parallelfall zu Georgien. Aber keiner guckt hin.
Bericht aus der Republik Moldau
Jetzt bin ich schon fast zehn Tage in Kischinau (Chişină), besser bekannt aus UdSSR-Zeiten als Kischinjow (Кишинёв). Diese Stadt war früher für die Sowjetunion das, was Schwarzenberg im Erzgebirge für die DDR war: Der Hauptproduktionsstandort für Waschmaschinen.
Nach einer vierzigstündigen Busreise und einer kurzen Eingewöhnungsphase kann ich mit Sicherheit sagen, dass es mir hier ganz gut gefällt. Nur die Verhältnisse sind ein wenig ungewohnt. Wenn man irgend etwas Spezielles möchte, muss man sehr intensiv danach suchen, um es zu finden. Gerade hier in Kischinau sieht man, wie sehr das Land Europa hinterherhinkt.
Kischinau, in der Landessprache Chişinău, ist die Haupt- und größte Stadt Moldawiens und ist während der Sowjetzeit rasant von 170.000 im Jahr 1950 auf 700.000 Einwohner in 1990 gewachsen. Das ist die Ursache dafür, dass recht markante Neubaublocks überall in der Stadt verteilt sind. Die Betonbauten machen generell die Skyline der Stadt aus. Wir wohnen beispielsweise im letzten Stock eines solchen sechzehnstöckigen Neubauklotzes. Die Ausstattung errinnert mich immer an die DDR.
Am Wochenende waren wir in Transnistrieren, was eine autonome - oder, je nach Sichtweise, abtrünnige - Region innerhalb Moldawiens ist. Das international nicht anerkannte Gebilde nennt sich selbst Moldauische Dnjestr-Republik. Diese Region an der Grenze zur Ukraine wollte sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht von Moldawien eingliedern lassen. Es gibt hier eine eigene Währung und eine eigene Verwaltungsstruktur.
Wenn man in Transnistrieren ist, denkt man, dass man sich im Zeitalter vertan hat - hier gibt noch immer der alte Stalinismus den Ton an.
Wer mehr wissen will:
http://de.wikipedia.org/wiki/Moldawien
Stichwörter
Lesermeinungen (0)
Weitere Artikel-
Einsatzkräfte üben im Brandcontainer den Ernstfall
Görlitz, 5. Mai 2026. Die Feuerwehr Görlitz trainiert vom 5. bis 7. Mai ihre Einsatzkr&aum...
-
Bolzplatz an der Karlstraße in Weinhübel eröffnet
Görlitz, 20. April 2026. Der wiederhergestellte Bolzplatz an der Karlstraße im Stadtteil ...
-
Kurzgeschichten über Görlitzer Türme gesucht
Görlitz, 7. April 2026. Der Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec e. V. (FVKS) r...
-
Landkreis Görlitz unterstützt inklusive Projekte mit bis zu 10.000 Euro
Görlitz, 30. März 2026. Der Landkreis Görlitz unterstützt nach den Erfahrungen d...
-
Austausch zu Altstadtentwicklung: Frühjahrstagung der AG Historische Städte
Görlitz, 27. März 2026. Am 19. und 20. März 2026 trafen sich Vertreterinnen und Vertr...
- Quelle: /TEB | Foto: /Maik Gramatte | Update vom 28.08.2008 - 23:26 Uhr
- Erstellt am 28.08.2008 - 22:45Uhr | Zuletzt geändert am 29.08.2008 - 10:55Uhr
Seite drucken
