Hexenbrennen, Himmelfahrt und Polizeidienst
Oberlausitz-Niederschlesien. Wie in jedem Jahr gab es auch 2008 in der Oberlausitz eine Vielzahl von Ereignissen im Zusammenhang mit dem traditionellen Hexenbrennen und Himmelfahrt. So wurden allein am 1. Mai 265 Eintragungen im Einsatzjournal des Führungs- und Lagezentrum in Görlitz registriert. Das sind etwa doppelt so viel wie an anderen Tagen.
Zahl der Straftaten doppelt so hoch wie sonst
Hier einige ausgewählte Straftatbestände nach Polizeirevieren geordnet:
Polizeirevier Bautzen: 8 Sachbeschädigungen, 9 Körperverletzungen
Polizeirevier Löbau-Zittau: 16 Sachbeschädigungen, 6 Körperverletzungen
Polizeirevier Weißwasser: 2 Sachbeschädigungen, 4 Körperverletzungen, Fahrraddiebstahl, 3 Ruhestörungen
Polizeirevier Hoyerswerda: 1 Sachbeschädigungen, 4 Körperverletzungen, 2 mal Trunkenheit im Straßenverkehr, 1 mal Verstoß
Waffengesetz
Polizeirevier Niesky: 6 Sachbeschädigungen, 2 Körperverletzungen, 3 Diebstähle, 1 mal Hausfriedensbruch, 1 mal Nötigung
Polizeirevier Görlitz: 6 Sachbeschädigungen, 2 Körperverletzungen, 5 mal Trunkenheit im Straßenverkehr,
Polizeirevier Bischofwerda: 6 Sachbeschädigungen, 7 Körperverletzungen, 1 mal Beleidigung, 1 Diebstahl Fahrrad, 2 mal Trunkenheit im Straßenverkehr, 1 mal Nötigung, 2 mal Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, 1 mal Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte
Polizeirevier Kamenz: 2 Körperverletzungen, 6 Sachbeschädigungen
Es handelt sich um einen ersten Überblick der Ereignisse.
Kommentar
Es zeigt sich wieder einmal auf bestürzende Weise, dass einige Zeitgenossen mit Frohsinn und Feierlaune nicht umgehen können.
Und es spiegelt sich wieder, dass die Gesellschaft immer weiter auseinander klafft. Alles andere - Ursachen, Erscheinungsweisen, Folgen - ist bekannt.
Ihr Fritz R. Stänker
Lesermeinungen (1)Eindrücke
Von R. und A. Meier am 04.05.2008 - 10:54Uhr
Für uns war der 1. Mai eine Kette von schlechten Eindrücken. Am Nachmittag auf dem Hochzeitsmarkt schmerzhaft laute Discomusik aus einer überforderten Anlage aus dem Bierzelt, teures wässriges Softeis, ein nerviger Ansager, Würstchen, die schmeckten, als ob sie noch den Kaiser erlebt hätten, dazu, wie so oft, dieses unsägliche ungetostete Toastbrot. Gibt es denn wirklich jemanden, der zu Hause ungetoastetes Toastbrot essen würde?
Am Berzdorfer See wollte ein Biergarten locken. Die zwei Verkaufswagen mit abgetoffelten Biertischen davor machten einen lieblosen Eindruck. Ein wenig Birkengrün, ein wenig Schmuck zum Feiertag und der Verzicht auf quakende Kofferradiomusik hätten den Eindruck verbessern können.
Also sind wir weiter raus aufs Land gefahren, dorthin, wo an der Landstraße mit riesigen Schnitzeln geworben wird. Ob uns da wirklich Schnitzelfleisch serviert wurde, mit Fett und Sehnen mittendrin, bezweifeln wir.
Das war unsere wesentlichen Eindrücke vom 1. Mai. Sicher Pech, anderen Besuchern mag es anders ergangen sein, oder sie hatten überhaupt keine Ansprüche?
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- Quelle: /FRS
- Erstellt am 03.05.2008 - 14:49Uhr | Zuletzt geändert am 03.05.2008 - 14:59Uhr
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