Tag, Frauen!

Sachsen. Der 8. März ist der Internationale Frauentag, schon seit 1910. In der DDR bekamen die Arbeiterinnen einen Blumenstrauß, den Kaffee gekocht und eine Frauentagsveranstaltung. Am nächsten Tag war es wieder vorbei mit dem Frauentag, immerhin waren der Frauenföderplan, der Frauenruheraum und der Kindergarten ganzjährig verfügbar. Heute geht es um Quoten und den Einstieg in Männerberufe.

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Fritz Stänker über Blumenstrauß, Karriere und kluge Frauen

Allweil´ wird bedauert, dass zu wenig Frauen in der Politik oder in den Vorstandsetagen Verantwortung übernehmen.

"Engagiert Euch in der Politik!" ruft Sachsens Sozialministerin Helma Orosz. Zugleich blickt die Ministerin auf die Wirtschaft: So lobte sie ausdrücklich, dass Frauen mehr als ein Drittel aller Existenzgründungen im Freistaat vornähmen. Hingegen bleibe anzumerken, dass der Bruttoverdienst der Arbeitnehmerinnen im Durchschnitt um 14 Prozent niedriger sei als der der männlichen Kollegen. Noch beschämender sei, dass sich im Produzierenden Gewerbe ein Unterschied von bis zu 23 Prozent in der Lohnvergütung auftue - und das seit Jahren. Hier appellierte Orosz an die Wirtschaftspartner, dem dauerhaft abzuhelfen.

Wenn die Ministerin aber meint, die steigende berufliche Qualifikation von Frauen und der zunehmende Fachkräftemangel würden ihnen den Karriereweg bahnen, so irrt sie möglicherweise. Frauen sind nämlich nicht blöd und überlegen sich genau, was sie sich antun.

Sogar Dr. Eva-Maria Stange, ihres Zeichens sächsische Wissenschaftsministerin, stemmt sich gegen Quotenregelungen in der Wissenschaft: "Wir würden damit den fachlich exzellenten Frauen keinen guten Dienst erweisen." Nu, nu, die Zeiten der Quotentussis sollten wirklich vorbei sein.

Festgehalten werden muss: Frauen haben´s wirklich schwerer. Kinder kriegen, Kinder aufziehen - bei aller Beteiligung der Herren der Schöpfung - die Mutterrolle bleibt. Deshalb ist Frauenförderung vernünftig, Frauenförderung auch dadurch, dass man die Männer stärker ´rannimmt.

Nicht nur am 8. März gilt: Frauen, schont Euch! Für die Front, die Müllabfuhr und anderen Stress gibt es schließlich Männer.

Und das ist auch gut so,

meint Ihr alter Macho Fritz Stänker

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  • Quelle: /FRS
  • Erstellt am 07.03.2008 - 22:38Uhr | Zuletzt geändert am 07.03.2008 - 23:02Uhr
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