Zipfelbund wirbt in Saarbrücken für Deutschlands Vielfalt
Görlitz, 5. Oktober 2025. Als Teil des sogenannten Zipfelbundes nahm Görlitz am Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit in Saarbrücken teil. Unter dem Motto „Zukunft statt Wandel“ präsentierten sich die vier äußersten Städte Deutschlands – List auf Sylt im Norden, Selfkant im Westen, Oberstdorf im Süden und Görlitz im Osten – mit einem gemeinsamen Stand auf der Ländermeile. Gemeinsam luden sie die Besucherinnen und Besucher ein, die kulturelle und geografische Vielfalt des Landes zu entdecken.
von links nach rechts: Ronald Benck, List/Sylt, Norbert Reyans, Selfkant, Klaus King, Oberstdorf und Octavian Ursu, Görlitz beim Festakt
Bildquelle: Stadtverwaltung Görlitz
Präsentation auf der Ländermeile
von links nach rechts: Ronald Benck, Octavian Ursu, Axel Krüger, Andreas Kolley (EGZ Görlitz), Klaus King, Norbert Reyans am Zipfelstand
Bildquelle: Stadtverwaltung Görlitz
Am Stand der Zipfelorte herrschte eine lebhafte Atmosphäre. Das Trommler- und Pfeifercorps Isenbruch sowie die Band „Hat Wat“ sorgten für musikalische Beiträge. Kulinarisch boten die Gemeinden Spezialitäten wie Käse der Oberstdorfer „Käsepiraten“ und Görlitzer Weine von Axel Krüger an, der mit seinem Weingut auf das 500. Reformationsjubiläum in der Stadt Bezug nahm. Vertreterinnen und Vertreter der vier Gemeinden informierten die Gäste über touristische Angebote und regionale Besonderheiten.
Oberbürgermeister Octavian Ursu erklärte: „Das Zipfelbündnis wird inzwischen als ‚17. Bundesland‘ beim Bürgerfest anlässlich des Tages der Deutschen Einheit wahrgenommen und symbolisiert die Einheit und Vielfalt Deutschlands auf besondere Weise. Die Europastadt ist stolz darauf, seit 26 Jahren Teil dieser Gemeinschaft zu sein und gemeinsam mit den anderen Zipfelorten für die jeweiligen Regionen zu werben.“
Auch eine Delegation von Ehrenamtlichen aus Sachsen nahm am Bürgerfest teil. Die Gruppe kam aus Hagenwerder, Ostritz, Frankenberg und Leipzig.
Zipfelpreis für Engagement im Saarland
Ein zentraler Programmpunkt des Festes war die Verleihung des mit 4.000 Euro dotierten „Preises der deutschen Zipfel“. Die Bürgermeister der vier Zipfelorte überreichten die Auszeichnung an den Verein „2. Chance Saarland e.V.“. Der Verein setzt sich seit 2008 für Integration und Inklusion sozial benachteiligter Jugendlicher ein und steht für Offenheit, Toleranz und Hilfsbereitschaft – unabhängig von Herkunft, Religion oder Behinderung.
Hintergrund: Der Zipfelbund
Der Zipfelbund wurde am 3. Oktober 1999 in Wiesbaden gegründet. Mit dem „Zipfelpakt“ schlossen sich die vier geographisch entferntesten Orte Deutschlands – List, Selfkant, Oberstdorf und Görlitz – zusammen, um gemeinsam die Vielfalt der Bundesrepublik zu repräsentieren. Seither sind die Zipfelorte ein fester Bestandteil der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit.
Der sogenannte Zipfelpass lädt Reisende ein, alle vier Orte zu besuchen. Wer innerhalb von vier Jahren alle Stempel sammelt, erhält eine „Zipfelüberraschung“ mit regionalen Präsenten. Im vergangenen Jahr wurden 250 vollständig abgestempelte Zipfelpässe registriert. Auch prominente Persönlichkeiten wie Joschka Fischer, Otto, Sven Hannawald und Stefanie Hertel besitzen einen solchen Pass.
Weitere Informationen unter:
https://tag-der-deutschen-einheit.de/
https://www.zipfelbund.de/
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- Quelle: red / PM Stadtverwaltung Görlitz
- Erstellt am 05.10.2025 - 13:11Uhr | Zuletzt geändert am 05.10.2025 - 13:14Uhr
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