Erste Hochwasser-Alarmstufe in Görlitz erreicht – Entwicklung der Lage bleibt offen
Görlitz, 14. September 2024. Der Pegelstand der Neiße hat in Görlitz am Samstagnachmittag um 15.45 Uhr die Marke von 320 cm überschritten, womit die erste Hochwasser-Alarmstufe erreicht wurde. Aktuell besteht jedoch keine akute Gefahr für die Stadt Görlitz oder ihre Ortsteile. Die Einsatzkräfte sind vorbereitet, und die Lage bleibt weiterhin ruhig.
Der Pegelstand der Neiße überschreitet 320 cm (Stand: Samstag,15.45 Uhr)
Foto: Stadt Görlitz
Weiterer Anstieg der Pegel erwartet
Thema: Hochwasser Görlitz
Hochwasser ist für die Stadt Görlitz eine bedeutende Herausforderung, insbesondere durch die Lage an der Lausitzer Neiße. In der Vergangenheit, wie beim verheerenden Hochwasser 2010, hat die Stadt schmerzhaft erfahren müssen, wie zerstörerisch die Naturgewalt sein kann. Trotz zahlreicher Maßnahmen bleibt Hochwasser eine latente Bedrohung, die Görlitz nie ganz ignorieren kann.
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Trotz der Überschreitung der Alarmstufe 1 liegt der Wasserstand der Neiße unter den für den heutigen Tag vorausgesagten Werten. Allerdings rechnen die Behörden damit, dass die Pegel in den kommenden Tagen weiter steigen. Am Sonntag könnte die zweite Alarmstufe erreicht werden. Eine genaue Vorhersage über die Entwicklung der Wasserstände ist momentan jedoch schwierig.
Die Entwicklung der Pegel hängt nicht nur von den lokalen Wetterbedingungen ab. Für Görlitz wird erst am Sonntag wieder Regen erwartet. Entscheidender für den Anstieg der Pegel sind die Zuflüsse der Neiße aus Polen und Tschechien, wo seit gestern anhaltende Niederschläge gemessen werden.
Kontinuierliche Überwachung der Lage
Die Pegelstände der Neiße sowie anderer Gewässer in Görlitz und dem umliegenden Landkreis werden fortlaufend überwacht. Der Landkreis steht in engem Kontakt mit der unteren Wasserbehörde, meteorologischen Diensten sowie den Nachbarländern Polen und Tschechien, um die Situation genau zu beobachten. Zudem sind die örtlichen Feuerwehren und Hilfskräfte auf mögliche Einsätze vorbereitet.
Oberbürgermeister Octavian Ursu äußerte sich zur aktuellen Lage: „Momentan ist die Lage in Görlitz und seinen Ortsteilen weiterhin ruhig. Feuerwehr und Einsatzkräfte beobachten aktuelle Entwicklungen und treffen entsprechende Vorbereitungen.“ Ursu appellierte an die Bürger, den Einsatzkräften die nötige Ruhe für ihre Arbeit zu gewähren.
Einsatzkräfte in Bereitschaft
Die Feuerwehr in Görlitz hat eine 24-Stunden-Bereitschaft eingerichtet, um auf mögliche Veränderungen der Lage umgehend reagieren zu können. Sollte es erforderlich sein, steht der „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“ der Stadt Görlitz bereit, um die Koordination der Maßnahmen zu übernehmen.
Aktuelle Pegelstände der Neiße können über das sächsische Hochwassermeldesystem eingesehen werden:
Umweltportal Sachsen – Wasserstand Pegel Görlitz.
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- Quelle: red / PM Stadtverwaltung Görlitz
- Erstellt am 14.09.2024 - 18:16Uhr | Zuletzt geändert am 12.11.2024 - 23:27Uhr
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