Bundesweite Umfrage warnt: Soziale Angebote in Gefahr
Görlitz, 20. Oktober 2023. Eine aktuelle Umfrage der Arbeiterwohlfahrt, des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und der Diakonie Deutschland zeichnet ein düsteres Bild der sozialen Infrastruktur in Deutschland. Bereits 40 Prozent der befragten Organisationen und Einrichtungen mussten ihre Angebote aus finanziellen Gründen einschränken oder sogar einstellen.
Wohlfahrtsverbände warnen: Die soziale Infrastruktur steht vor enormen Herausforderungen.
Foto: Leroy Skalstad auf Pixabay
Alarmierende Ergebnisse der Umfrage
Eine bundesweite Umfrage, an der sich mehr als 2.700 gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen beteiligten, offenbart die prekäre Lage der sozialen Infrastruktur. Die Wohlfahrtsverbände warnen vor drastischen Einschnitten und fordern eine konzertierte Aktion von Bund, Ländern und Kommunen. Die Umfrageergebnisse sind hier einsehbar.
Auch Sachsen spürt die Auswirkungen
In Sachsen zeigt sich ein ähnliches Bild. Rund 30 Prozent der befragten sächsischen Organisationen mussten seit Anfang 2022 ihre Angebote einschränken oder einstellen. Weitere 62 Prozent der Befragten aus Sachsen rechnen mit kurzfristigen Einschränkungen ihrer Angebote und Leistungen.
Finanzielle Belastungen und ihre Folgen
Die befragten Einrichtungen verzeichnen eine durchschnittliche Kostensteigerung von 16 Prozent seit Anfang 2022. Fast jede dritte Einrichtung musste Personal abbauen oder plant Entlassungen. Die Möglichkeit, die Kostensteigerungen durch höhere Beiträge für Nutzer:innen auszugleichen, scheint weitgehend ausgeschöpft.
Die Zukunft der sozialen Infrastruktur
Bundesweit rechnen 59 Prozent der Befragten mit weiteren Einschnitten. Die Wohlfahrtsverbände warnen vor „enormen Konsequenzen für unser Gemeinwesen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und all jene Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind“.
Simone Zimmermann, kaufmännische Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Sachsen, und David Eckardt, Landesgeschäftsführer der AWO Sachsen, äußern sich besorgt über die Entwicklungen und fordern politische Maßnahmen.
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- Quelle: red / AWO Sachsen, Paritätischer Sachsen, Diakonie Sachsen
- Erstellt am 17.10.2023 - 15:36Uhr | Zuletzt geändert am 20.10.2023 - 12:48Uhr
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