Neues Video mit Franziska Schubert

Neues Video mit Franziska SchubertGörlitz, 18. März 2019. Von Thomas Beier. Selbstverständlich ist das Wahlkampf, aber an den Interessen der Wähler ausgerichtet. Auf welcher Grundlage will man denn entscheiden, wem man zur Kommunalwahl seine Stimme gibt? Im Grunde kann man sich nur daran orientieren, welche als halbwegs realistisch einzuschätzenden Versprechungen ein Kandidat abgibt, welche grundsätzlichen politischen Positionen er vertritt und was für eine Persönlichkeit sich hinter ihm verbirgt. In einem am jüngsten Wochenende gedrehten Küchen- und Kochvideo gibt die Oberbürgermeisterkandidatin Franziska Schubert einen Einblick.
Abbildung oben: Der Film ist im Kasten und das Essen fertig – geschmeckt hat es allen Beteiligten hervorragend!

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Zwischenauswertung der Umfrage des Görlitzer Anzeigers

Zwischenauswertung der Umfrage des Görlitzer Anzeigers

Leserantworten auf die Frage: Welches ist Ihr wichtigstes Kriterium zur Görlitzer Oberbürgermeister-Wahl? (nur eine Auswahl pro Tag möglich)

Thema: Oberbürgermeisterwahl Görlitz

Oberbürgermeisterwahl Görlitz

Am 26. Mai 2019 wird in Görlitz im ersten Wahlgang über einen neuen Oberbürgermeister resp. eine neue Oberbürgermeisterin abgestimmt. Amtsinhaber Siegfried Deinege tritt nicht noch einmal an.

In den Filmszenen gibt Schubert, befeuert von zwei Interviewern, einen Einblick in ihre Grundwerte und ihre Vorstellungen, wie sie bei erfolgreichem Wahlausgang ihre Aufgaben als Oberbürgermeisterin anpacken wird. Was kommt auf die Verwaltungsmitarbeiter zu, wie sollen die wirtschaftlichen Herausforderungen in der Stadt gemeistert werden, was sind Schwerpunkte in der Infrastruktur?

Die Rahmenhandlung des Films dürfte besonders den Oberlausitzern gefallen: Schubert bereitet am Herd Kartoffeln mit Quark und Leinöl zu, dazu Spinat, Eier und einen Salat, als Abschluss Buchweizenblinis. Die Küche ist schon jeher ein guter Ort, die Zunge zu lösen und Menschen kennenzulernen. So erfährt man im Video auch viel über den Menschen Franziska Schubert und ihre Art, auf Menschen zuzugehen, ihre Anliegen und Situationen aufzunehmen und Lösungen zu entwickeln.

Im Gespräch verdeutlicht sie eine für eine Führungspersönlichkeit – besonders an der Spitze der Verwaltung, wo Handlungsrichtungen und Entscheidungen die Bürger oft unmittelbar betreffen – unabdingbare Fähigkeit: Gestaltungskraft. Gestaltungskraft bedeutet weit mehr, als Erwartungen zu erfüllen, Regeln einzuhalten oder Anordnungen oder gar Befehle auszuführen, sondern bedingt erstens Probleme zu erkennen und erfolgversprechende Lösungsansätze, die oft in der Beseitigung von Hindernissen bestehen, zu entwickeln und zweitens das Potenzial, die Lösungen in der Realität auch umzusetzen. Das beste Konzept taugt nichts, wenn es mangels Unterstützung in der Praxis scheitert.

Stellt man die Görlitzer Oberbürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten nebeneinander und bewertet sie in einer Matrix nach Ihrer Problemlösungsfähigkeit und nach ihrer Umsetzungskraft, trennt sich schnell der Spreu vom Weizen. Die Überlegung, bei wem weder/noch zutrifft, muss der Wähler selbst anstellen. Auch andere Konstellationen sind denkbar: Vielleicht zählt jemand fleißig alle möglichen Probleme auf, hat aber weder praktikable Lösungen geschweige denn die nötigen unterstützenden Kräfte für die Realisierung zu bieten? Oder hat jemand Dank Parteibuch eine ganze Reihe an Unterstützern an wichtigen Stellen, aber die Problemlösungsfähigkeit längst verloren?

Schubert, bündnisgrüne Landtagsabgeordnete und erfahrene Finanzpolitikerin, sieht sich in der Tradition der Bürgerbewegung, die maßgeblich für die friedliche Revolution und die deutsche Einheit war, nicht ohne Grund trägt ihre Partei Bündnis 90 im Namen. Große Worte macht sie darum nicht, ihr Leben ist von Grundwerten wie Anstand, Respekt und konstruktiven Umgang miteinander geprägt. Politisch ist es ihr Anspruch, Basisthemen wie den Erhalt von Natur und Heimat mit dem immerwährenden Wandel in Gesellschaft und Wirtschaft unter einen Hut zu bringen und gemeinsam mit den Bürgern aller Generationen die Zukunft zu gestalten: Arbeit, Lebensqualität, Bildung und Soziales und finanzielle Gerechtigkeit liefern ihr dafür die Handlungsansätze.

Die Umfrage des Görlitzer Anzeigers

Worauf die Wähler Wert legen, versucht der Görlitzer Anzeiger mit einer nichtrepräsentativen Umfrage "Welches ist Ihr wichtigstes Kriterium zur Görlitzer Oberbürgermeister-Wahl?" herauszufinden. Deren oben abgebildeter Ergebnisstand erzählt – setzt man voraus, dass sich nur Görlitzer Wähler beteiligen – viel über die Denkhaltungen in der Stadt. Vorab: Die Antwort "verspricht möglichst viel" wurde mit 0,8 Prozent vermutlich nur von den Anhängern der Partei "Die PARTEI" gewählt. Auffällig und interessant ist zunächst, dass das Geschlecht (0,4 Prozent) und die Parteizugehörigkeit (3 Prozent) der Kandidaten kaum eine Rolle spielen. Wichtigstes Kriterium ist mit 18,6 Prozent hingegen, dass ein künftiger Oberbürgermeister oder eine künftige Oberbürgermeisterin den städtischen Haushalt versteht. Das ist schlüssig, leiten sich doch daraus wesentliche Gestaltungsmöglichkeiten für die Stadt ab.

Grob gesagt in einer gemeinsamen Liga (im Bereich von 13,6 bis 15,3 Prozent) spielen andere Anforderungen wie Faktenwissen und die Stadt gut nach außen vertreten zu können, ebenso die parteiunabhängige Unterstützung für den Kandidaten/die Kandidatin und dessen/deren Orientierung am Interessenausgleich. Zu dieser Liga gehört auch das Kriterium, der Oberbürgermeisterkandidat/die Oberbürgermeisterkandidatin solle in Görlitz aufgewachsen sein, immerhin 14,8 Prozent der hier abgegebenen Stimmen stehen dafür. Sicherlich kann man lange darüber diskutieren, warum dieses Kriterium als wichtigste Anforderung ausgewählt wird, allerdings sollte man bedenken, dass die von Säugetieren bekannte Rudelbildung mit allen Konsequenzen beim Menschen noch immer zu den uralten Instinkten, die ohne Wissen funktionieren, gehört und sich in der Einteilung, wer dazugehört und wer nicht, ausdrückt. Im Widerspruch steht das Auswahlkriterium, in Görlitz aufgewachsen zu sein, zum mit 4,2 Prozent gering bewerteten Kriterium, in der Stadt gut vernetzt zu sein. Doch was nützt es, in Görlitz aufgewachsen zu sein, wenn hier kaum jemand mit Dir etwas zu tun haben möchte?

Das Video angucken

Das Video befindet sich in Bearbeitung und soll als Kurzfassung sowie als Langfassung oder als Mehrteiler auf diesen Plattformen veröffentlicht werden:

Den Veröffentlichungstermin wird der Görlitzer Anzeiger bekanntgeben.

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  • Quelle: Thomas Beier | Foto und Grafik: © Görlitzer Anzeiger
  • Erstellt am 17.03.2019 - 08:50Uhr | Zuletzt geändert am 18.03.2019 - 10:11Uhr
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