Görlitzer Neujahrsempfang in der Synagoge
Görlitz, 20. Januar 2017. Gestern Abend hat der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege etwa 190 geladene Gäste in der früheren Görlitzer Synagoge (Otto-Müller-Straße) zum Neujahrsempfang begrüßt. Zur Einstimmung führte das Jugendtheater des Gerhart-Hauptmann-Theaters eine Szene aus Lessings "Nathan der Weise" auf, durch den weiteren Abend begleitete das Görlitzer Jazz-Duo "SwingTime".
Abbildung: Oberbürgermeister Deinege rückte auf dem Neujahrsempfang 2017 Prinzipien für positive Perspektiven der Stadt in den Fokus.
Erstmals restaurierte Frauenempore öffentlich sichtbar
Oberbürgermeister Deinege hob in seiner Ansprache hervor , dass für ihn die Themen Sicherheit, der gute Öffentliche-Personen-Nah-Verkehr, ein florierender Mittelstand, eine klare Strategie für die Zukunft der Bombardierwerke Görlitz und Bautzen, aber auch die Fokussierung auf eine familiengerechte, lebenswerte und weltoffene Stadt im Herzen Europas weiterhin Priorität haben.
Neben der effektiven Ausrichtung der Verwaltung gehören für ihn dazu:
- neue Angebote wie mit dem Werk I für die Jugend,
- die weitere Sanierung der Stadthalle,
- intensive Teilhabe, wie durch das Familienbüro, das Willkommensbündnis und die Bürgerbeteiligung,
- wichtige Investitionen in die Bildung, beispielsweise mit einer neuen Oberschule,
- der Bereich der Medizin mit der Großinvestition am Städtischen Klinikum und
- die wachsende Kooperationen mit der Fachhochschule Zittau/Görlitz.
Synagoge Görlitz wird zum Kulturforum
Der Veranstaltungsort, die von 1909 bis 1911 erbaute Görlitzer Synagoge, befindet sich noch in Restaurierung. 1963 hatte die Stadt Görlitz das in der Pogromnacht 1938 dank Feuerwehreinsatz nur leicht beschädigte Gebäude erworben und zum Kulturdenkmal erklärt, allerdings zugleich dem weiteren Verfall preisgegeben. Eine bauliche Sicherung erfolgte erst 1991. Inzwischen ist die Sanierung weitgehend fortgeschritten. Die Rettung der Synagoge und ihre Ausgestaltung zu einem Kulturforum wird als Sinnbild für die positiven Perspektiven in Görlitz genannt. In der Stadt gibt es fast 4.000 Baudenkmäler, um die sich ein herausragendes bürgerliches Engagement rankt.Zum Neujahrsempfang haben die Gäste erstmals die restaurierte Frauenempore bewundern können. Die neun Millionen Euro für sie Sanierung des einstigen Gotteshauses konnten, wie Oberbürgermeister Deinege betonte, "nur durch die intensive Zusammenarbeit von Bund, Land und Stadt baulich überhaupt möglich" werden.
Vollständig genutzt werden soll die Synagoge als Kulturforum bis 2019, wozu als wichtigste Partner die Stadtverwaltung Görlitz, die Jüdische Gemeinde Dresden, der Förderkreis Synagoge und die Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH zusammenarbeiten wollen.
Der Görlitzer Anzeiger berichtete aus der Görlitzer Synagoge:
28.10.2011: Musik osteuropäischer Juden in Görlitz
13.10.2010: Subtile Einblicke in jüdisches Leben
Viel mehr!
Artikelliste zur Görlitzer Synagoge
Prädikat: Unbedingt hingehen!
Mittwoch, 25. Januar 2017, 19 Uhr,
Görlitzer Synagoge, Otto-Müller-Straße 3, 02826 Görlitz:
Konzert und Lesung mit Alexander Jacobowitz am 25. Januar 2017 in Görlitzer Synagoge
Eintritt zwölf, ermäßigt acht Euro. Vorverkauf in der Comenius-Buchhandlung, Steinstraße 15, 02826 Görlitz.
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- Quelle: red | Fotos: Stadtverwaltung Görlitz
- Erstellt am 20.01.2017 - 11:09Uhr | Zuletzt geändert am 20.01.2017 - 12:27Uhr
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