Fachkräfte-Nachwuchs für die Unternehmen

Fachkräfte-Nachwuchs für die UnternehmenGörlitz. Dass man sich seine Fachkräfte heranziehen muss, hat sich in den Unternehmen längst herumgesprochen. Der erste Schritt ist aber, bei der Berufsorientierung zu helfen - ein Schritt, den ein Schüler allein kaum beherrschen kann. Im Landkreis Görlitz gibt es dafür ein ausgezeichnetes Angebot: Der Verein Lausitz Matrix koordiniert in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur und anderen Stellen die nun schon traditionelle Berufsorientierungsaktion "Schau rein! - Woche der offenen Unternehmen Sachsen“, die das nächste Mal vom 12. bis zum 17. März 2012 stattfindet.

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Klare Berufsorientierung als Voraussetzung für gute Fachkräfte

Klare Berufsorientierung als Voraussetzung für gute Fachkräfte

Die August Förster GmbH in Löbau ist ein renommierter Flügel- und Pianobauer, bei DWT in Niesky (Bild oben) entstehen Zelte. Fotos: Lausitz Matrix e.V.

Das ist eine Chance für die Unternehmen, junge Leistungsträger zu gewinnen. So hofft Sindy Gersdorf, Projektverantwortliche bei Lausitz Matrix, auf eine große Beteiligung der Wirtschaft: „Die Aktion bettet sich in eine Vielzahl von Berufsorientierungsveranstaltungen im Landkreis Görlitz ein. Angesichts der immer knapper werdenden Bewerberzahlen sollten insbesondere kleine und mittlere Unternehmen – so aus der Zulieferindustrie sowie dem Maschinen- und Anlagenbau, dem Handwerk, dem Handel und dem Dienstleistungsbereich – ein qualitativ hochwertiges Programm anbieten, um die jungen Menschen auf sich aufmerksam zu machen.“ Aktuell haben bereits 50 Betriebe ihre Beteiligung zugesichert.

Unternehmen - bitte noch im Dezember 2011 eintragen!

Auf der Internetplattform http://www.schau-rein-sachsen.de können Betriebe ab sofort ihre Angebote eintragen. Dabei spielt die Unternehmensgröße keine Rolle, die Anzahl der zur Verfügung gestellten Plätze sowie der Zeitpunkt der Veranstaltung sind innerhalb der Aktionswoche frei wählbar.

Die Schüler können sich ab dem 4. Januar 2012 anmelden. Bis dahin sollten möglichst viele Angebote aus den Unternehmen eingestellt sein, damit die Jugendlichen tatsächlich eine Auswahl haben. Auch Betriebe mit eher unbekannten oder sehr speziellen Berufsbildern sind aufgerufen, sich zu beteiligen.

Schirmherr von „Schau rein!“ ist der Sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven Morlok: „Für eine zeitige Berufsorientierung ist es wichtig, dass die Schüler sich möglichst praxisnah über die verschiedenen Berufsfelder informieren können. Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Betriebe die 'Woche der offenen Unternehmen' nutzen, um Jugendlichen zu zeigen, welche lukrativen Angebote es gibt. Bei sinkenden Schülerzahlen ist 'Schau rein' eine gute Chance, die Fachkräfte von morgen zu gewinnen.“

Die Zeiten haben sich geändert

Noch vor einigen Jahren hatten Unternehmen keine Schwierigkeiten, freie Ausbildungsplätze zu besetzen - mittlerweile erweist es sich jedoch oft als ausgesprochen schwierig, passende Azubis zu finden. Die Betriebe sind daher regelrecht gezwungen, sich für die Gewinnung des eigenen Nachwuchses zu engagieren. Hier setzt die vom Freistaat bereits vor sieben Jahren gestartete sächsische Berufsorientierungswoche "Schau rein!" an. Sie ist eine für die Unternehmen kostenfreie Plattform, potentielle Bewerber kennen zu lernen und sie über Karrieremöglichkeiten in ihrer Branche und die damit verbundenen Anforderungen zu informieren.

Viele Betriebe haben den Ernst der Lage in Bezug auf den Fachkräfte-Nachwuchs bereits erkannt. Dafür sprechen auch die mit jedem Jahr gestiegenen Teilnahmezahlen. Im jahr 2011 öffneten bereits rund 900 Unternehmen aus ganz Sachsen ihre Türen für die Schülerinnen und Schüler.

Beratung und Unterstützung für die Unternehmen:
Lausitz Matrix e.V., Tel. 03581 - 30 94 28

Termine:
Bitte sofort / im Dezember 2011:
Eintragen der Unternehmen auf http://www.schau-rein-sachsen.de

Ab 4. Januar 2012:
Anmeldung der Schüler zur Teilnahme

12. bis 17. März 2011:
Veranstaltungswoche "Schau rein! - Woche der offenen Unternehmen Sachsen"


Kommentar:

Wirkliche Hilfestellung geben bei der Berufswahl kann den Jugendlichen wohl wirklich nur die Wirtschaft - Schule und Eltern sind bei dieser Frage oft genug überfordert. Wenn sich die Betriebe hier engagieren, entsteht hoher Nutzen für alle: Selbstverständlich ist es weit effektiver, wenn ein junger Mensch gleich die für ihn passende Laufbahn einschlägt, seinen Begabungen und Interessen folgend. Nach einer Fehlentscheidung eine Lehre abzubrechen oder später umzuschulen kosten dagegen nicht nur Geld, sondern auch Zeit.

Die Erfahrung, wie die Praxis in den Unternehmen aussieht, kann sicher dazu beitragen, romantische Vorstellungen von bestimmten Berufen auszuräumen oder in Bereichen Interesse zu wecken, mit denen die jungen Leute noch nie in Berührung gekommen sind.

Der Lausitz Matrix e.V. macht mit seinen Partnern ein tolles Angebot - nutzen müssen es die Betriebe und die Schüler aber selbst,

meint Ihr Thomas Beier

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  • Quelle: red | Fotos: Lausitz Matrix e.V.
  • Erstellt am 08.12.2011 - 10:39Uhr | Zuletzt geändert am 04.10.2019 - 12:21Uhr
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