Stadtwerke Görlitz sanieren Rothenburger Abwasserzweckverband
Rothenburg/O.L., 10. Juni 2011 Seit dem 1. Juli 2006 ist die Stadtwerke Görlitz AG (SWG) technischer und kaufmännischer Dienstleister für den Zweckverband Abwasser (ZVA) Rothenburg mit Bürgermeisterin Heike Böhm an der Spitze. Und die ist des Lobes voll: „In unserem Verband läuft heute einiges besser und reibungsloser als früher.“ Auch Ellen Aust, Abteilungsleiterin Projektmanagement beim Umweltdienstleister Veolia, der bereits seit zehn Jahren Mehrheitseigner der Stadtwerke Görlitz AG ist, erinnert sich: „Der Verband befand sich damals, vor fünf Jahren, nicht nur in einer prekären finanziellen Lage, auch sonst lag einiges im Argen.“
Bilanz nach fünf Jahren
Archivbilder: BeierMedia.de
Der Vertrag über das „Projekt Rothenburg" der SWG läuft zehn Jahre - jetzt ist Halbzeit. „Halbzeit bedeutet für uns, dass wir schon viel geschafft haben, aber gemeinsam mit dem Verband auch noch zahlreiche Vorhaben realisieren möchten“, unterstreicht Martina Krause, Chefin des Bereiches Technische Dienste bei den Stadtwerken in Görlitz. Sie betreut das Projekt Rothenburg federführend.
Wie die Görlitzer Stadtwerke mitteilen, verfügte der Zweckverband Abwasser Rothenburg zum Betriebsführungsstart weder über einen genehmigten Haushalt noch über kostendeckende Gebühren. An einem Sanierungskonzept fehlte es ebenfalls. Und weil der Verband nicht liquide gewesen ist, war man gezwungen, ständig den Kassenkredit in Anspruch zu nehmen.
„Den Rothenburger Verband wieder auf ein gesundes Fundament zu stellen, was uns mittlerweile gelungen ist, verlangt intensive Teamarbeit von vielen verschiedenen Spezialisten“, sind die Erfahrungen von Aust. Tatsächlich schreibt der ZVA seit 2007 positive Jahresergebnisse. Der Verschuldungsgrad lag zum Jahresende 2010 bei etwa 44 Prozent. Ein äußert positives Ergebnis, bedenkt man, dass das im Januar 2007 noch über 100 Prozent gewesen sind.
Vorzeigbar sei auch die Eigenkapitalquote. „Wir sprechen hier von einer Veränderung, die bei 127 Prozent liegt“, rechnet Jörg Kolewe, der das Projekt Rothenburg neben Krause betreut, vor. Standen Anfang 2007 noch minus 4,89 Millionen Euro in den Büchern, so seien das Ende 2010 rund 1,3 Millionen Euro - „plus wohlgemerkt“, ergänzt Kolewe.
In den kommenden Jahren will man gemeinsam daran arbeiten, die Pumpwerke weiter zu sanieren und auf den Stand der Technik bringen. Allein hierfür wurden seit dem Einstieg der SWG vor fünf Jahren rund 360 000 Euro investiert. Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt der kommenden fünf Jahre ist es, den Fremdwassereintrag in die Schmutzwasserkanalisation zu verringern.
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- Quelle: red | Fotos: BeierMedia.de
- Erstellt am 10.06.2011 - 06:42Uhr | Zuletzt geändert am 09.09.2020 - 15:06Uhr
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