Geringere Baukosten auf der Berliner Straße

Görlitz-Zgorzelec. „Anlieger zahlen für Planungsfehler in Berliner Straße“ hatte eine Tageszeitung am 25. November 2010 in Görlitz getitelt. Die Stadt Görlitz, die Stadtwerke Görlitz AG und das beauftragte Planungsbüro sehen sich aus diesem Anlass zu einer gemeinsamen Reaktion veranlasst, die nachstehend im Wortlaut wiedergegeben ist.

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1. BA Berliner Straße: Kostensteigerung durch technologische Veränderungen während der Bauphase

Der 1. Bauabschnitt der Berliner Straße kostet mit 710.000 Euro ca. 36.000 Euro weniger als ursprünglich geplant. Die beauftragte Leistung an den Baubetrieb belief sich anfänglich auf ein Volumen von 746.000 Euro. Durch verschiedene Einsparungen konnte diese Summe reduziert werden. Auf die Eigentümer werden keine zusätzlichen Kosten umgelegt. Bei den genannten 1.675 Euro handelt es sich um notwendige Arbeiten an den privaten Gebäuden, welche nach Abstimmung mit den jeweiligen Eigentümern gesondert beauftragt wurden. Im Hinblick auf eine koordinierte Baudurchführung werden sie innerhalb der Gemeinschaftsbaumaßnahme durchgeführt.

Dass sich die Bauausführung verzögerte, ist richtig. Die Ursache dafür lag in dem äußerst schwierigen Medienbestand in der Berliner Straße. Insbesondere die Lage des Stromversorgungskabels der Straßenbahn direkt auf dem Regenwasserkanal bereitete dem Baubetrieb große Sorgen. Um den Straßenbahnbetrieb aufrecht erhalten zu können, musste die Stromversorgung in Betrieb bleiben.

Weiterhin befanden sich im unterirdischen Straßenraum zahlreiche, in den Bestandsunterlagen der Medienträger nicht eingetragene Leitungen. Jede Leitung musste von den jeweiligen Medienträgern separat geprüft werden. Erst danach konnte eine Entscheidung über die Umverlegung, die Erneuerung oder den Ausbau getroffen werden. Diese Arbeiten erfolgten unter vollem Betrieb der Ver- und Entsorgungsleitungen sowie bei laufender Öffnung der Geschäfte.

Die Auftraggeber standen vor der Entscheidung, bewusst eine Winterbaustelle Anfang November zu beginnen oder die Bauarbeiten für den 2. Teilabschnitt in das Jahr 2011 zu verschieben. Ein Weiterbau auf der Berliner Straße war auf Grund der Abhängigkeiten mit der Baustelle Demianiplatz nicht möglich. Auch um den in diesem Jahr durch die Baumaßnahme besonders beeinträchtigten Händlern ein auskömmliches Weihnachtsgeschäft zu ermöglichen, wurde dann beschlossen, den 2. Teilabschnitt im nächsten Jahr zu bauen.

Die Stadt Görlitz, die Stadtwerke Görlitz AG, das Planungsbüro und die beteiligten Bauunternehmen betonen explizit, dass es sich bei der Kostenänderung nicht um Planungsfehler handelt, sondern um technologische Veränderungen während der Bauausführung infolge der im Untergrund vorgefundenen Situation.

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  • Quelle: red
  • Erstellt am 26.11.2010 - 13:11Uhr | Zuletzt geändert am 26.11.2010 - 13:22Uhr
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